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Demografiestrategie der Bundesregierung

Gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern

Wohlstand und Lebensqualität hängen nicht nur von materiellen Werten ab. Ausschlaggebend ist auch der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Menschen aller Generationen müssen die Möglichkeit haben, ihre eigenen Fähigkeiten für sich selbst und für ein gutes Zusammenleben zu nutzen. Unverzichtbar sind belastbare soziale Beziehungen - in der Familie, der Nachbarschaft bis hin zu Gesellschaft und Arbeitswelt.

Ehrenamtlicher beim Training mit Fußballnachwuchs. Engagement stärkt soziales Miteinander Foto: obs / Deutscher Sportbund

Deutschlands Bevölkerung wird älter, immer vielfältiger und kleiner. Das bringt viele Herausforderungen mit sich, aber auch große Chancen für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Bundesregierung will den Zusammenhalt stärken und setzt hier bei folgenden Themen an:

Familie als Gemeinschaft stärken

Verbundenheit und die Solidarität der Menschen sind nirgends stärker als in den Familien. Kernaufgabe der Demografiestrategie ist es, Familien zu stärken und zu entlasten.

  • Die Bundesregierung will gute Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Familien ermöglichen,
  • Familien und künftige Eltern bei einer partnerschaftlichen Aufgabenteilung unterstützen,
  • eine neue Qualität der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege schaffen.

Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft

In einer älter werdenden Gesellschaft müssen vor allem auch die Belange der Jugendlichen ausreichende Beachtung finden. Dies ist eine Voraussetzung für einen dauerhaft guten Zusammenhalt zwischen Jung und Alt.

  • Unter dem Leitmotiv „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ wird die Bundesregierung ihre Aktivitäten in der Jugendstrategie 2015 bis 2018 bündeln.
  • Für Jugendliche in ländlichen Regionen wird sie regionale Beteiligungsprojekte durchführen und bis 2017 Handlungsempfehlungen erarbeiten.

Selbstbestimmtes Leben im Alter stärken

Seniorinnen und Senioren in Deutschland leben heute über 30 Jahre länger als noch vor 100 Jahren. Sie haben gute Aussichten auf ein aktives, gesundes Alter. Gleichzeitig werden sie aber auch mehr Unterstützung brauchen. Entscheidend für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ist das soziale Umfeld, der Ort, an dem wir leben.

  • Die Bundesregierung wird den altersgerechten Umbau von Wohngebäuden und generationengerechte Wohnformen fördern,
  • Sie wird vor Ort die soziale Vernetzung für und mit älteren Menschen ausbauen.

Handeln für eine inklusive Gesellschaft

Nicht mehr der Gedanke der Fürsorge bestimmt die Politik für Menschen mit Behinderungen. Die Bundesregierung setzt nunmehr darauf, Selbstbestimmung und Teilhabe zu ermöglichen.

  • Sie wird den „Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung“ weiterentwickeln.
  • Um die Lebensbedingungen behinderter Menschen zu verbessern, wird sie das Behindertengleichstellungsgesetz überarbeiten und ein Bundesteilhabegesetz entwickeln.

Bürgerschaftliches Engagement

Die Zahl älterer Menschen, die in ihrem Alltag die Unterstützung freiwilliger Helferinnen und Helfer schätzen, nimmt zu. Gleichzeitig wächst aber auch die Bereitschaft älterer Menschen, sich selbst zu engagieren. Die Bundesregierung will die sozialen Beziehungen durch bürgerschaftliches Engagement stärken.

  • Eine „Engagementlandschaft“ soll die Partner aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat so miteinander vernetzen, dass sie ihre Aktivitäten besser aufeinander abstimmen können.
  • Der Zweite Engagementbericht wird aufzeigen, was bürgerschaftliches Engagement für ein gutes Zusammenleben in den Kommunen bewirken kann. Er wird erklären, welche Bedingungen für ein Gelingen notwendig sind.

Gesundheit fördern, Versorgung bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit sichern

Die Gesundheit aller wird in der Gesellschaft des längeren Lebens weiter an Bedeutung gewinnen. Die Menschen werden mit zunehmendem Alter häufiger unter chronischen Krankheiten und Mehrfacherkrankungen leiden. Dies erfordert gute Versorgungsstrukturen und –angebote.

  • Die Bundesregierung will eine verlässliche, altersgerechte und gut erreichbare gesundheitliche Versorgung gewährleisten,
  • den weiteren Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung fördern,
  • gute und bedarfsgerechte Pflege und Betreuung sichern,
  • die Betreuung und Unterstützung für Menschen mit Demenz ausbauen.

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