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Kulturhaushalt 2018

Bundestag und Bundesrat haben Anfang Juli den Haushalt 2018 beschlossen. Für Kultur und Medien stehen im laufenden Jahr rund 1,78 Milliarden zur Verfügung. Gefördert werden etwa Kulturprojekte in der Fläche, Provenienzforschung und die Deutsche Welle. Der Haushaltsausschuss hatte das Budget noch einmal aufgestockt.

Herausragende Kultureinrichtungen sichern, die Provenienzforschung stärken, die Arbeit von Gedenkstätten fördern, den deutschen Film unterstützen, via Deutsche Welle ein Deutschlandbild im Ausland vermitteln. Das Portfolio der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, ist groß und breitgefächert. Für diese wichtigen Aufgaben stehen 2018 rund 1,78 Milliarden Euro zur Verfügung.

In der Bereinigungssitzung hatte der Haushaltsausschuss das Budget nochmals erhöht. "Ich bin dankbar für dieses Signal der Parlamentarier und das damit verbundene Vertrauen in die Kultur, in meine Arbeit und in die meines Hauses", erklärte Grütters. Das Kabinett hatte den Entwurf am 2. Mai verabschiedet.

Kultur unverzichtbar für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Schon allein die erneute Steigerung gegenüber dem Haushaltsentwurf des Vorjahres ist für Kulturstaatsministerin "ein starkes Zeichen für die Kultur als Grundlage unserer offenen, demokratischen Gesellschaft". Gerade in Zeiten des Wandels sei die Kultur unverzichtbar für Verständnis, Verständigung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration. Neuer Posten in Kulturhaushalt seit diesem Jahr ist das Humboldt Forum, ein Haus, "das den drängenden Fragen der Zeit zu Migration, Religion und Globalisierung nachgeht", so Grütters.

Der Gesamtetat für Kultur und Medien steigt 2018 auf rund 1,78 Milliarden Euro. Verglichen mit dem beschlossenen Bundeshaushalt 2013, hat sich der Etat damit um rund 476 Millionen Euro erhöht. Grütters ist seit 17. Dezember 2013 Kulturstaatsministerin.

Filmförderung aus einem Guss

Auch Deutschland als Produktionsstandort für den Film wird weiter gestärkt. Neben des Deutschen Filmförderfonds ist jetzt auch der "German Motion Picture Fund" im Kulturetat verankert. Das Programm zur schwerpunktmäßigen Förderung hochkarätiger, international vermarktbarer Serien, war bisher beim Wirtschaftsministerium angesiedelt.

Wichtige Vorhaben für 2019

Das Kabinett hat zudem die Eckwerte für den Haushalt 2019 gebilligt. Damit können weitere wichtige Vorhaben folgen: unter anderem soll die Provenienzforschung mit 3 Millionen Euro verstärkt werden, insbesondere soll in die Erforschung von Kulturgütern aus kolonialem Kontext investiert werden. Auch für die Deutsche Welle sind mehr Mittel veranschlagt, ebenso für den Unterhalt herausragender Kultureinrichtungen in der Hauptstadt. Mehrere Museen und Einrichtungen in Berlin zählen zum Weltkulturerbe.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 15.8.2018.