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Filmförderungsrichtlinien

Die neue Richtlinie für die kulturelle Filmförderung der Kulturstaatsministerin ist am 17. März 2017 in Kraft getreten, die DFFF-Richtlinie am 1. August 2017.

Die Richtlinien regeln die Ziele, Grundsätze, Voraussetzungen und Verfahren für die kulturelle Filmförderung der BKM beziehungsweise den Deutschen Filmförderfonds (DFFF I und II). Sie geben Filmschaffenden klare Regeln für die jeweiligen Förderbereiche an die Hand.

Das Filmförderungsgesetz (FFG) regelt entsprechendes für die Fördertätigkeit der Filmförderungsanstalt (FFA). Während die Fördermittel der FFA durch die nach dem FFG erhobene Sonderabgabe generiert werden, werden die Fördermittel für die kulturelle Filmförderung und den DFFF aus dem Bundeshaushalt finanziert.

Bund baut kulturelle Filmförderung weiter aus

Mit der neuen Richtlinie für die kulturelle Filmförderung wurde vor allem die Produktionsförderung im Bereich des Langfilms (Spiel- und Dokumentarfilm, Kinderfilm) gestärkt. Hier wurden die bisherige Förderhöchstsumme von 250.000 Euro auf 500.000 Euro (in Ausnahmefällen auch auf bis zu einer Million Euro) und das Höchstbudget von 2,5 Millionen auf fünf Millionen Euro angehoben. Der zulässige Anteil der BKM-Förderung am Gesamtbudget wurde auf bis zu 80 Prozent erhöht. Ausnahmen sind bei entsprechender künstlerischer Bedeutung des Filmvorhabens auch hier jeweils möglich.

Weitere Maßnahmen:
• Die Drehbuchförderung im Spielfilmbereich wurde ausgebaut.
• Eine Stoffentwicklungsförderung für Dokumentarfilme wurde eingerichtet. Durch sie soll die ausführliche und fundierte Recherche für kinorelevante programmfüllende Werke von Autorenfilmern in dieser Gattung unterstützt werden.
• Verleihförderung und Kinoprogrammpreisprämien wurden aufgestockt. Ziel ist es, künstlerisch herausragende Filme sichtbarer zu machen. Damit die geförderten Filme eine ausreichende Kinoauswertung erfahren und dem Kinopublikum nähergebracht werden können, wurden vor allem für diese Filme die Zulassungskriterien in der Verleihförderung wesentlich vereinfacht.
• Eine gesonderte Dokumentarfilm-Jury hat ihre Arbeit aufgenommen; die Anzahl der Einreichtermine und Sitzungen für die Jurys wurde erhöht.

DFFF II stärkt Förderung von Großproduktionen

Mit der zum 1. August 2017 in Kraft getretenen DFFF-Richtlinie wurde neben der bereits bestehenden Produzentenförderung, dem DFFF I, eine zweite Säule für Großproduktionen eingeführt, der DFFF II. Hier können Produzenten Fördermittel für Filmprojekte beantragen, deren Einstiegsschwelle 20 Millionen Euro Gesamtherstellungskosten überschreiten und die unter Einhaltung der Sperrfristen in Deutschland im Kino ausgewertet werden. Die Förderung beträgt 25 Prozent der deutschen Herstellungskosten mit einer Kappungsgrenze bei 25 Millionen Euro pro Projekt.

Der DFFF I bleibt - wie bisher - als Produzentenförderung bestehen. Um auch Produzenten größerer Filmproduktionen stärker zu unterstützen, wurde beim DFFF I ab deutschen Herstellungskosten von acht Millionen Euro die prozentuale Förderhöhe von 20 Prozent auf 25 Prozent angehoben.

Fördermittel beantragen

Anträge werden laufend entgegengenommen, feste Einreichtermine gibt es hierfür nicht. Der Antrag muss jedoch spätestens sechs Wochen vor Drehbeginn beim DFFF eingereicht werden. Weitere Informationen finden Antragstellende unter www.dfff-ffa.de.

Donnerstag, 7. Juni 2018