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Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Mit den 15 Sammlungen und vier Instituten der Staatlichen Museen, der Staatsbibliothek, dem Geheimen Staatsarchiv, dem Ibero-Amerikanischen Institut sowie dem Staatlichen Institut für Musikforschung zählt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu den größten und bedeutendsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Sitz der Stiftung und ihrer Einrichtungen ist Berlin.

3D-Modell (2012) der künftigen Museumsinsel Modell der zukünftigen Museumsinsel Foto: bpk / Stiftung Preußischer Kulturbesitz / ART+COM, 2012

Die Stiftung wurde 1957 durch Gesetz gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die ihr übertragenen Kulturgüter zu bewahren, zu pflegen und zu ergänzen. Dabei soll sie den Zusammenhang der ehemals preußischen Sammlungen erhalten und eine Auswertung dieses Kulturbesitzes für die Interessen der Allgemeinheit in Wissenschaft und Bildung und für den Kulturaustausch zwischen den Völkern gewährleisten.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird vom Bund und von allen Ländern finanziert. Der Bund trägt drei Viertel der laufenden Betriebskosten und in vollem Umfang die Kosten für die Bauinvestitionen.

Masterplan für die Museumsinsel

1999 stellte die UNESCO die Museumsinsel als Weltkulturerbe unter ihren Schutz. Im gleichen Jahr beschloss der Stiftungsrat einen "Masterplan" für die Sanierung der Gebäude und die zeitgemäße Entwicklung des gesamten Museumsquartiers.

Bis heute wurden weite Teile der Planungen für die Museumsinsel bereits umgesetzt. Von den fünf historischen Gebäuden konnten drei bereits fertiggestellt und wiedereröffnet werden: die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Neue Museum. Auch das neu errichtete Archäologische Zentrum ist bereits eröffnet. Obwohl es nicht auf der historischen Museumsinsel liegt, ist es Teil des Masterplans.

Die Grundinstandsetzung des Pergamonmuseums ist seit 2012 im Gang. Als neues Eingangsgebäude zur Museumsinsel wird derzeit die James-Simon-Galerie errichtet. Im April 2016 konnte hier Richtfest gefeiert werden. Als letztes der fünf historischen Häuser soll das Alte Museum saniert werden.

Architekturperspektive mit der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel, Blick von der Schlossbrücke.Bild vergrößern Perspektive der geplanten James-Simon-Galerie Foto: Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Imaging Atelier

Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts

Im November 2014 entschied der Deutsche Bundestag, für für den Neubau des Museums für die Kunst des 20. Jahrhunderts 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Diese Entscheidung für ein "Museum der Moderne" eröffnet die einmalige Chance, das Kulturforum neu zu definieren. Gleichzeitig können die international bedeutenden Bestände der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts, die Sammlungen Marx, Pietzsch und Marzona sowie Werke aus dem Kupferstichkabinett dort in ihrer Breite erstmals dauerhaft und gemeinsam ausgestellt werden.

Nach einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren wurde der Entwurf von Herzog & de Meuron zum Siegerentwurf gekürt. Dem Büro glückt es mit seiner Planung den großen Solitären Berliner Philharmonie, St.-Matthäus-Kirche und Neue Nationalgalerie einen herausragenden Bau an die Seite zu stellen, der das Kulturforum neu strukturieren und beleben wird und gleichzeitig durch seine innere Funktionalität überzeugt.

Weitere Informationen zum Museumsbau finden Sie unter http://www.nationalgalerie20.de/home/.

Wegen Sanierungsarbeiten ist die Neue Nationalgalerie seit Anfang 2015 geschlossen: Sie muss nach über 40-jähriger Nutzung umfassend wiederhergestellt werden.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 15.2.2017.