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Unerschöpfliche Neugier auf die Welt

Das Humboldt Forum soll ein Museums-, Wissens- und Begegnungszentrum für die Kulturen der Welt sein. Die Gründungsintendanten entwickeln dazu ein Konzept. Und die ersten Stücke aus dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst sind schon unterwegs.

Die Gründungsintendanten des Humboldt Forums Horst Bredekamp, Herrmann Parzinger und Neil MacGregor zusammen mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters.  Foto: David von Becker Neugier auf die globalisierte Welt: Kulturstaatsministerin Grütters und Intendanten beim Besuch der Humboldt-Box. Foto: David von Becker

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), dem Land Berlin und der Humboldt-Universität entsteht im Humboldt Forum auf mehr als 40.000 Quadratmetern ein Zentrum für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung.

Begegnung der Weltkulturen

Neuartige Kunst- und Kulturangebote sollen hier den Blick schärfen für alle Weltkulturen. Hierfür werden die Bestände des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst, die bisher an unterschiedlichen Orten im Berliner Süden beheimatet waren, in einer zentralen Schau zu sehen sein. "Die außereuropäischen Künste sollen sich selbstbewusst darstellen, im stadträumlichen Bezug zu den Zeugnissen unserer europäischen Kunst- und Kulturgeschichte, die sich direkt gegenüber auf der Museumsinsel befindet", erklärte Kulturstaatsministerin Grütters.

So bieten die im Humboldt Forum präsentierten Sammlungen der SPK in Verbindung mit der UNESCO-Welterbestätte Museumsinsel und deren Kulturschätzen aus Europa und dem Nahen Osten einzigartige Einblicke in das vielfältige kulturelle Erbe der Welt. Inhaltlich ergänzt werden die Präsentationen durch vielfältige Veranstaltungen, Konzerte und Tagungen.

Museum im Geiste der Brüder Humboldt

Das künftige kulturelle Stadtquartier steht für eine neue Herangehensweise, unterschiedliche Kulturen und Perspektiven zusammenzuführen und nach neuen Erkenntnissen zu aktuellen Themen wie Migration, Religion und Globalisierung zu suchen.

Das Humboldt Forum macht so erfahrbar, wofür der Name "Humboldt" steht: für die Tradition der Aufklärung, für die Idee der selbstbewussten, weltoffenen Annäherung der Völker und für das Ideal eines friedlichen Dialogs trotz aller Unterschiede. "Die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt verdankten ihre umfassende Bildung einer schier unerschöpflichen Neugier auf die Welt. Diese Neugier auf das Andere, das Fremde soll hier Gestalt annehmen", erklärte Kulturstaatsministerin Grütters dazu.

Ziel der Gründungsintendanten Neil MacGregor, Hermann Parzinger und Horst Bredekamp ist es, die Geschichte der Menschheit in ihren vielfältigen Facetten darzustellen und anhand der Objekte neu zu erforschen. Ausgehend vom einzelnen Objekt ermöglichten es die Sammlungen, globale Verflechtungen zu verstehen und so die Welt als Ganzes zu denken, umriss Intendant Neil MacGregor die Idee. Kulturstaatsministerin Grütters sieht das Humboldt Forum daher auch als "Basislager für die Weltreise" durch die Kulturen. Es biete "ein Geschichts- und Kulturpanorama, das uns die Welt neu verstehen lässt. Jeder kann und soll hier im Geiste der Brüder Humboldt Weltbürger sein".

"Neue Nachbarn" und Humboldt-Box als Vorgeschmack

Einen ersten Eindruck von dem neuen Museumskonzept vermitteln die Ausstellungen in der Humboldt-Box und das Programm "Neue Nachbarn". Unter diesem Motto präsentieren das Ethnologische Museum und des Museums für Asiatische Kunst ausgewählte Objekte im Alten Museum, im Neuen Museum, im Bode-Museum und in der Alten Nationalgalerie - eine bewusste Gegenüberstellung verschiedenste Epochen, Regionen, Themen und Geschichten auf vielfältige Weise.

Auch in der Humboldt-Box auf dem Schlossplatz gegenüber dem Lustgarten bekommen Interessierte in wechselnden Ausstellungen einen Ausblick auf diesen neuen Wissens- und Erlebnisraum.

International vernetzt forschen im Humboldt-Lab

Im Sinne der Namensgeber richtet die Humboldt-Universität in Zusammenarbeit mit anderen Berliner Wissenschaftsstandorten das Humboldt-Labor ein. Als offene, international vernetzte Einrichtung soll es im Sinne der Gebrüder von Humboldt Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zusammenbringen. Das Programm reicht von Vorlesungen, Konferenzen und Diskussionen über Filmvorführungen und wechselnde Ausstellungen bis hin zu Spielformen und Performances.

Das Stadtmuseum Berlin widmet sich der Stadt mit ihrer bewegten Geschichte und ihren weitreichenden internationalen Verbindungen. Die Ausstellung soll zeigen, wie die Welt Berlin prägte und welche Einflüsse Berlin auf die Welt genommen hat. Außerdem gibt Architekt Franco Stella den Berlinerinnen und Berlinern mit seinem Entwurf für den Neubau des Schlosses neue Räume für Begegnung, Diskussion und Austausch: Das Schlossforum und der Schlüterhof sind jederzeit frei zugänglich.

Dienstag, 30. Januar 2018