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Kulturvermittlung in Europa

Ein besonderes Anliegen der Kulturstaatministerin ist es, den Kulturaustausch mit den Nachbarländern in Europa zu fördern. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf der kulturellen Bildung.

Schloss Genshagen. Verleihung BKM-Preis. Schloss Genshagen Foto: Stiftung Genshagen/René Arnold

Die Stiftung Genshagen fördert die kulturelle und politische Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen im europäischen Kontext. Dabei versteht sich die Stiftung als Forum für den Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Kunst- und Kulturvermittlung in Europa ist neben dem "Europäischen Dialog" ein Arbeitsschwerpunkt der Stiftung. Verstärkt widmet sie sich inzwischen auch Fragen der Integration.

Die Stiftung Genshagen ist eine Stiftung privaten Rechts. Stifter sind der Bund und das Land Brandenburg. Am 1. April 2009 hat nach Abschluss der Reform der Stiftung Genshagen ein neuer dreiköpfiger Vorstand seine Arbeit aufgenommen. Ermöglicht werden die Aktivitäten im Bereich Kunst- und Kulturvermittlung in Europa durch die jährliche Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Höhe von mehr als einer Million Euro.

Als Plattform für Kunst- und Kulturvermittlung verfolgt die Stiftung das Ziel, über Grenzen hinweg Kontakte zwischen Expertinnen und Experten der kulturellen Bildung herzustellen und konkrete Kooperationsprojekte zu realisieren. Seit 2009 wird hier der "BKM-Preis Kulturelle Bildung" im Rahmen eines Symposiums verliehen. Zudem ist die Stiftung seit 2012 Gastgeberin des "Netzwerks kulturelle Bildung und Integration". Dessen Treffen finden jährlich statt und fokussieren vor allem auf die interkulturelle Öffnung von Kultureinrichtungen und Kulturprojekten (Programm, Personal und Publikum).

Die Stiftung bietet sich an als Ort der Begegnung, und zwar für Kulturschaffende und Interessierte aus den Bereichen Literatur, Kunst und Musik, aber auch für Akteure der Kulturvermittlung. Durch Kunst- und Kulturprojekte sollen vor allem junge Menschen aus den Ländern Frankreich, Polen und Deutschland die Chance zum gegenseitigen Austausch erhalten. Die Stiftung Genshagen veranstaltet deshalb neben politischen Fachkonferenzen auch internationale Jugendtreffen.

Europeana

Im März 2014 hat die Online-Bibliothek Europas Europeana ihren Regelbetrieb aufgenommen. Ziel ist es, das europäische Kulturgut über das Internet für jedermann zur Verfügung zu stellen. Ein einziges virtuelles Bibliotheksportal eröffnet in mehreren Sprachen den Zugang zu Büchern, Landkarten, Gemälden oder Filmen.

Damit stellt die Europeana ein einzigartiges Instrument der Vermittlung von Kultur dar. Bereits am ersten Tag nutzten bis zu 20 Millionen Bürgerinnen und Bürger pro Stunde das Angebot. Die Bundesregierung gehörte zu den Mitinitiatoren. Den wesentlichen deutschen Beitrag zur Europeana bildet die Deutsche Digitale Bibliothek, die Ende März 2014 ihren Regelbetrieb aufgenommen hat.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 2.1.2017.