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Kulturerbe im östlichen Europa: Kulturförderung des Bundes

Bund und Länder haben sich im Bundesvertriebenengesetz verpflichtet, das kulturelle Erbe der Deutschen im östlichen Europa auf Dauer zu erforschen, zu vermitteln und zu bewahren. Seitens des Bundes nimmt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien diesen Auftrag wahr.

Das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) berät und unterstützt die Bundesregierung in allen Angelegenheiten, die sich aus dem Kulturparagraphen des Bundesvertriebenengesetzes (§ 96 BVFG) ergeben. Dazu betreibt es eigene Forschungen und Dokumentationen und koordiniert wissenschaftliche Vorhaben im Auftrag der Bundesregierung. Als Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung des Bundes gehört es zum Geschäftsbereich der BKM.

Geförderte Museen

Vom Bund dauerhaft gefördert werden folgende Museen, die sich gezielt der Sammlung, Erhaltung sowie der Erforschung und Präsentation des Kulturgutes einer Region widmen oder im Fall des Kunstforums überregional tätig sind:

Geförderte wissenschaftliche Institute und kulturelle Einrichtungen

Aufgabe der folgenden vom Bund geförderten wissenschaftlichen Institute und kulturellen Einrichtungen ist es, die kulturellen Traditionen in den ehemals deutschen Kulturlandschaften zu erforschen, zu dokumentieren, darzustellen und sie dadurch im Bewusstsein des In- und Auslandes zu erhalten:

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte an der LMU München hat für 2017 erstmals den "Spiegelungen-Literaturpreis für Lyrik" ausgeschrieben. Bei eingesandten Beiträgen sind lyrische Spiegelungen und Querverbindungen zum Ineinanderwirken verschiedener kultureller Traditionen erwünscht. Die Ausschreibung zum download finden Sie in der rechten Spalte; nähere Informationen finden Sie hier,

Personelle Verstärkung in Lehre, Bildung und Vermittlung

Weiterhin hat der Bund sechs Stellen für Kulturreferentinnen/Kulturreferenten eingerichtet, die bei einigen der Museen und beim Adalbert Stifter Verein organisatorisch angegliedert sind. Sie wirken im Bereich der kulturellen Bildung und Vermittlung und verfügen jeweils über einen eigenen Förderetat.
Zur Stärkung der Forschung wurden inzwischen auch vier Juniorprofessuren eingerichtet.

Ausgewählte Stipendien

Die Kulturstaatsministerin vergibt auch verschiedene Stipendien: Seit 1986 fördert sie zum Beispiel mit dem Immanuel-Kant-Stipendium auch den qualifizierten Nachwuchs. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa und den damit verbundene Themen promovieren, können sich beim Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa für ein zweijähriges Stipendium bewerben. Nähere Information wie auch die Förderrichtlinien finden Sie unter Immanuel-Kant-Stipendium

Das Stadtschreiber-Stipendium des Kulturforums östliches Europa soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben und heute noch leben, einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Als Wanderstipendium konzipiert, wird es an herausragenden Orten des östlichen Europa angesiedelt und soll dort für gegenseitiges Verständnis werben und den interkulturellen Dialog fördern. 2017, im Jahr des Reformationsjubiläums, wird es ins siebenbürgische Kronstadt/Brasov vergeben. Die Stadt am Fuße der Karpaten war Ausgangspunkt der Reformation im historischen Ungarn. Stadtschreiberin 2017 ist die Schriftstellerin Paula Schneider.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 3.4.2017.