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Die Jury

Über die Verleihung des Nationalen Integrationspreises entscheidet eine unabhängige Jury aus fünf Fachleuten und Personen des öffentlichen Lebens. Die ehrenamtliche Jury wird durch die Bundeskanzlerin für die Dauer von drei Jahren berufen. Wiederberufungen sind zulässig. Zum Vorsitzenden wählte die Jury Herrn Dr. h.c. Frank-J. Weise.

Nationaler Integrationspreis - Jury Nationaler Integrationspreis - Jury Foto: Bundesregierung

Der ersten Jury des nationalen Integrationspreises gehören folgende Persönlichkeiten an:

3x2 Naika Foroutan - Foto Nina Pieroth.jpgBild vergrößern Naika Foroutan Foto: Nina Pieroth

Dr. Naika Foroutan ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschafts-politik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören unter anderem die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität. Sie ist zudem Vorstandsmitglied des Rats für Migration.

3x2 ahmadmansour_pamelahaling.jpgBild vergrößern Ahmad Mansour Foto: Pamela Haling

Ahmad Mansour ist Diplom-Psychologe und lebt seit 2004 in Deutschland, wo er sich für Demokratie, Gleichberechtigung und friedliches Zusammenleben einsetzt. Er ist Programme Director bei der European Foundation for Democracy in Brüssel und beschäftigt sich mit Projekten und Initiativen gegen Radikalisierung, Unterdrückung im Namen der Ehre und Antisemitismus in der muslimischen Community. Er ist freier Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gesellschaft Demokratische Kultur (ZDK), Mitarbeiter bei der Beratungsstelle HAYAT, so wie Gruppenleiter beim HEROES-Projekt in Berlin. Ahmad Mansour kommt aus Tira, einem kleinen arabischem Dorf in Israel.

3x2 Foto Elyas M'Barek.jpgBild vergrößern Elyas M'Barek Foto: Matthias Bothor Constantin

Elyas M’Barek wurde 1982 in München geboren, seine familiären Wurzeln liegen in Tunesien und Österreich. 2000 sammelte er erste Erfahrungen als Schauspieler im Film MÄDCHEN MÄDCHEN. Im Fernsehen spielte er etwa in der RTL-Kultserie „Doctor’s Diary – Männer sind die beste Medizin“ mit (2009–2011). Seine Rolle als Cem Öztürk in der preisgekrönten Vorabendserie TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER (2005–2008) wurde u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis sowie einem Grimme-Preis für das Darstellerensemble ausgezeichnet.
Im Kino war Elyas M’Barek u.a. in DIE WELLE (2008) und in ZEITEN ÄNDERN DICH zu sehen. Es folgten Rollen u.a. in WHAT A MAN (2011), TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER (2012) und DER MEDICUS (2013). 2013 spielte Elyas M’Barek die Hauptrolle in FACK JU GÖHTE, dem erfolgreichsten Kinofilm des Jahres, der beim Deutschen Filmpreis 2014 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Ab November 2016 ist er in WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS wieder im Kino zu sehen.

 Petra Roth  im Gesellschaftshaus Palmengarten Frankfurt a.M.Bild vergrößern Petra Roth Foto: Gaby Gerster

Dr. h.c. Petra Roth war von 1995 bis 2012 dreimal direkt gewählte Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. Während Ihrer Amtszeit nahm sie insgesamt neun Jahre lang die Aufgaben als Präsidentin des Deutschen Städtetags wahr und war Mitglied im Ausschuss der Regionen der Europäischen Union. Von 1987 bis 1995 gehörte Petra Roth, die seit 1972 Mitglied der CDU ist, dem Hessischen Landtag an. Seit 1977 war sie Stadtverordnete in Frankfurt am Main, unter anderem als Stadtverordnetenvorsteherin.
Heute hat Petra Roth Funktionen in verschiedenen wissenschaftlichen, kulturellen und anderen gemeinnützigen Einrichtungen im In- und Ausland. Petra Roth ist Ehrendoktor der Universität Tel Aviv und Ehrendoktor der Sookmyung Women's University in Seoul. Sie ist Trägerin zahlreicher anderer in- und ausländischer Ehrungen und Auszeichnungen, unter anderem des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Bundesagentur für ArbeitBild vergrößern Frank-Jürgen Weise Foto: BA

Dr. h.c. Frank-J. Weise wurde von der Jury zum Vorsitzenden gewählt. Er ist derzeit Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (bis 31.03.2017). Im September 2015 übernahm er zusätzlich die Leitung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Seit dem Ausscheiden aus diesem Amt zum 31.12.2016 fungiert er als Beauftragter des Bundesinnenministeriums für integriertes Flüchtlingsmanagement. Frank-J. Weise ist zudem Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und Senator der Deutschen Nationalstiftung. Nach der Ausbildung als Offizier und verschiedenen Stationen in der Bundeswehr sammelte der Oberst d.R. umfangreiche Erfahrungen in der Industrie, u.a. als Vorsitzender der Geschäftsführung der Braunschweiger Hüttenwerk GmbH, als Vorstand der FAG Automobiltechnik AG sowie als Mitgründer und später Vorsitzender des Vorstands der Microlog-Logistics AG, Frankfurt.

Die Jury kann für jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt festlegen. Für 2017 als das erste Jahr der Verleihung gibt es keinen Schwerpunkt.

Aus den Vorschlägen der vorschlagsberechtigten Institutionen wählt die Jury in nichtöffentlicher Sitzung einen Preisträger aus und entscheidet darüber mit einfacher Mehrheit. Dabei berücksichtigt sie Kriterien wie Nachhaltigkeit, Übertragbarkeit, Innovationskraft und Wirkungsgrad eines Vorschlags.