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Europa wird 60

Gemeinsam schaffen wir es

Das Ökodorf Brodowin kennt man im Raum Berlin und Brandenburg. Die Bio-Lebensmittel aus dem Ort haben viele Abnehmer: Bioläden, Supermärkte und Privathaushalte, die sich den "Brodowiner Ökokorb" liefern lassen. Insgesamt 110 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt das Ökodorf inzwischen. Das war nicht immer so.

Geschäftsführer Ludolf von Maltzahn. Seit 1990 betreibt das Ökodorf Brodowin in der Uckermark ökologische Landwirtschaft. Geschäftsführer Ludolf von Maltzan. Seit 1990 betreibt das Ökodorf Brodowin in der Uckermark ökologische Landwirtschaft. Foto: Burkhard Peter

1990 definierten Brodowiner Bürgerinnen und Bürger ein ehrgeiziges Ziel: Man wollte die einzigartige Natur des Ortes durch ökologische Landwirtschaft schützen - und dabei so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten.

"Bio" war damals noch eine neue Idee. Was zunächst klein anfing, wurde mit den Jahrzehnten immer professioneller. Dazu waren Investitionen nötig: die Molkerei, Stallanlagen, Produktionsstätten, Packstraßen mussten gebaut und modernisiert werden.

Nur mit Fördergeldern der EU

Das Ökodorf konnte diese Investitionen nur mit Fördergeldern der EU stemmen. Ludolf von Maltzan, der 2006 das Ökodorf als Geschäftsführer übernahm: "Auch wegen der finanziellen Zulagen aus der EU haben wir uns überhaupt getraut, so viel Geld in das Ökodorf zu investieren." Und der Erfolg hat sich eingestellt: "Inzwischen haben wir 110 fest angestellte Mitarbeiter. Das stärkt unsere Region."

Von Maltzan ist von der Wirksamkeit der EU-Strukturfonds überzeugt: "Mit den Förderprogrammen der EU werden vor allem Gegenden unterstützt, die sonst vielleicht vergessen würden. Besonders in den neuen Bundesländern. Davon profitieren wir hier. Unsere Landesregierung in Potsdam entscheidet dabei mit. Es gibt keine Alleingänge aus Brüssel. Wenn man sich zusammentut, kann man auch auf dem Land Großes erreichen. Das ist für mich Europa."

Mittwoch, 15. März 2017