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Wind

Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern auf mindestens 35 Prozent steigen. Im Energiemix der Zukunft wird die Windenergie eine zentrale Rolle übernehmen.

Offshore Windpark Alpha Ventus Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Ausbau der Windenergie auf See. Foto: alpha ventus/Jan Oelker

Windräder sind keine neue Erfindung. Schon in der Vergangenheit wurde über Windmühlen die Bewegungsenergie des Windes genutzt, um zum Beispiel Korn zu mahlen. Die heutigen Windräder wandeln diese Bewegungsenergie in elektrischen Strom um. 

Windkraft auf Platz eins

Heute hat die Windenergie einen Anteil von über acht Prozent an der deutschen Stromversorgung. Die Nutzung des Windes als Energiequelle spielt daher eine tragende Rolle bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien hin zu einer wirtschaftlich tragfähigen und klimaverträglichen Energieversorgung. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie nimmt die Windkraft (Windenergie an Land und auf See zusammen) mit einem Anteil von 34,8 Prozent den ersten Platz ein (Stand: 2014). 

Die Windenergienutzung in Deutschland soll weiter ausgebaut werden. Dazu wählt man einerseits neue geeignete Standorte an Land aus. Andererseits ersetzt man alte, kleinere Anlagen durch moderne und leistungsstärkere Anlagen - das sogenannte Repowering. Ein wichtiger Schwerpunkt bleibt der Ausbau der Windenergie auf See, die sogenannte Offshore-Windenergienutzung.

Repowering

Durch das Repowering ergeben sich mehrere Vorteile. Der Ersatz älterer kleinerer Windenergieanlagen mit geringer Leistung durch moderne leistungsstärkere Anlagen bewirkt zum Beispiel eine Steigerung der Energieeffizienz. Es steigt der Energieertrag bei mittelfristig sinkender Anlagenzahl. Das führt zu einer Entlastung des Landschaftsbildes und zur Reduzierung der negativen Umwelteinwirkungen auf Mensch und Natur. Darüber hinaus ergeben sich deutliche Verbesserungen für die Netzintegration und Netzauslastung.

Für das Repowering sind die Kommunen wichtige Akteure, sie sind für Genehmigungen der Anlagen zuständig. Zur Unterstützung der Kommunen bei dieser Entwicklung hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund die Erarbeitung eines Leitfadens initiiert. Dieser gibt den Planungsträgern in den Ländern und Kommunen Hinweise zur planungsrechtlichen Absicherung und Entwicklung eigener Repowering-Strategien. Mit diesem Leitfaden sollen Kommunen vor Ort unterstützt und befähigt werden, fachkundige und fundierte Entscheidungen zur Umsetzung der Repowering-Entwicklung in ihrer Region zu fällen. Der Leitfaden enthält Informationen und Beispiele.  Er gibt auch Hinweise, wie die entsprechende Akzeptanz der Bevölkerung für den weiteren Ausbau der Windenergie gewonnen werden kann.

Das Bundesumweltministerium hat in Kooperation mit dem Deutschen Städte und Gemeindebund eine Repowering-Beratungsstelle ins Leben gerufen. Sie soll insbesondere Landkreisen, Kommunen und Gemeinden in ihrer Funktion als Planungsträger eine bestmögliche Unterstützung für die Entwicklung und Verwirklichung kommunaler Repowering-Strategien bieten.

Windenergienutzung auf See

Aus der Nutzung von Offshore-Windenergie sollen langfristig etwa 15.000 Megawatt ins Netz eingespeist werden. Das sieht die Strategie der Bundesregierung zur Windenergienutzung auf See bis 2030 vor.

Ein entsprechender Zubau könnte mit 100 Milliarden Euro Umsatz einhergehen. Darin liegen große wirtschaftliche Chancen für die deutschen Küstenregionen, für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau und für die maritime Wirtschaft. Schon heute sorgt der Ausbau der Offshore-Windenergienutzung für mindestens 7.000 Arbeitsplätze.