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Sonne

Die Sonne hat reichlich Energie, die wir nutzen können: ein "Sonnensammler" (Solarkollektor) auf dem Dach kann Wasser erwärmen und Häuser beheizen. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um.

Mitarbeiter säubert die fertigen Solarmodule.Bild vergrößern Produktion von Solarmodulen zur Stromerzeugung Foto: BMU/Christoph Busse/transit

Sonnenenergie lässt sich nicht nur zur Stromerzeugung nutzen. Viel nahe liegender ist es, damit Wärme zu erzeugen. Auf zahllosen Hausdächern finden sich hierzulande inzwischen Anlagen zur Erwärmung von Wasser. Nur jede dritte davon unterstützt allerdings gleichzeitig die Heizung. Vor allem größere Anlagen mit dieser Doppelfunktion sind noch selten. 

Noch immer weitgehend unbekannt sind auch andere, zukunftsweisende Einsatzmöglichkeiten der Solarthermie. So können Kollektoren zur solaren Kühlung eingesetzt werden. Schwimmbäder und Industrieanlagen lassen sich mit solarthermischen Systemen klimatisieren. Seit 2009 ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in Kraft. Für Neubauten besteht damit eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung. Diese kann auch mit Wärme aus Sonnenenergie erfüllt werden. Kleine und große Solarwärmeanlagen werden durch das Marktanreizprogramm gefördert.

Photovoltaik

Grafik Photovoltaikanlagen in DeutschlandBild vergrößern Entwicklung Photovoltaik-anlagen in Deutschland Foto: BMU

Solarstromanlagen und der Strom aus Sonne haben sich in den letzten Jahren rasant vervielfacht, auch dank der Förderung durch die EEG-Umlage, einem Fixpreis, der den Betreibern der Photovoltaik-Anlagen für 20 Jahre garantiert wurde. Um die Photovoltaik stärker an die Wettbewerbsfähigkeit heran zu führen, hat die Bundesregierung die Fördersätze für die Einspeisung von Solarstrom ins Netz schrittweise abgesenkt und gleichzeitig den Eigenverbrauch des Stroms "vom eigenen Dach" gestärkt. Eine Marktprämie kann die Selbstvermarktung von Ökostrom attraktiver machen als die Einspeisung ins Netz, beispielsweise an der Leipziger Strombörse.

Mehr Wettbewerb in diesem Bereich:

In einem nächsten Schritt stellt die Bundesregierung das Fördersystem für die erneuerbaren Energien um. Dann gilt auch für große Solaranlagen: Die Förderhöhe einer neuen Anlage bestimmt sich im Wettbewerb mit anderen Anbietern und wird nicht mehr staatlich festgelegt. Durch das Verfahren erhalten kostengünstige und effiziente Anbieter den Zuschlag für eine Förderung. Für die Betreiber der kleinen Anlagen auf den Hausdächern bis 750 Megawatt bleibt jedoch alles beim alten.