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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Donnerstag, 31. August 2017

Pressemitteilung: 
307
Ausgabejahr: 
2017

Kulturstaatsministerin Monika Grütters gratuliert der Berliner Volksbühne zur Wahl als „Theater des Jahres“

Die Fachzeitschrift „Theater heute“ hat die Berliner Volksbühne am heutigen Donnerstag zum zweiten Mal in Folge zum „Theater des Jahres“ gekürt.

Monika Grütters würdigte die „großartige und hochverdiente Auszeichnung“ für das Theater: „Theater heute setzt hier bewusst auch einen politischen Akzent, indem die Jury die letzte Spielzeit der Volksbühne unter Frank Castorf noch einmal mit der Auszeichnung ‘Theater des Jahres ‘ krönt. Diese Verbeugung gilt der großen Inszenierungsleistung Frank Castorfs ebenso wie seinem starken Schauspieler-Ensemble, das in perfekt inszeniertem Spiel und mit kraftvollen und fulminanten Auftritten die Theaterkritiker nachhaltig beeindruckt und überzeugt hat. Trotz provokanter und umstrittener Inszenierungen ist es der Volksbühne mit ihrer so typischen Kultur der Kommunikation gelungen, ein breites Publikum, Jung und Alt, an sich zu binden. Als kultureller Gesamtkosmos ist diese einzigartige Bühne ein starker Player in der Stadt und international ein großer Botschafter für die deutsche Theaterlandschaft. Möge es so bleiben!“

Monika Grütters weiter: „Diese Auszeichnung darf man getrost als Ohrfeige für die Berliner Kulturpolitik verstehen, die den Übergang von der Ära Castorf zu seinem Nachfolger bemerkenswert unsensibel gehandhabt hat. Die Volksbühne mit ihrer eindrucksvollen Geschichte und Tradition ist mehr als ‚nur‘ ein besonderes Theater. Sie hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass Berlin kulturell so attraktiv, so avantgardistisch, so spektakulär ist. Wenige Häuser sind in der Stadtgesellschaft so verankert wie die Volksbühne. Die Berliner Kulturpolitik hat dies beherzt ignoriert.

Ich gratuliere der Volksbühne herzlich zu der Auszeichnung. Sie stärkt noch im Nachhinein Frank Castorf und dem Ensemble der Volksbühne den Rücken. Das haben sie alle verdient.“