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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Montag, 10. Oktober 2016

Pressemitteilung: 
359
Ausgabejahr: 
2016

Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, fördert Spielfilmvorhaben mit rund 3,7 Mio. Euro

Am 27. und 28. September 2016 fand die erste Sitzung der neu konstituierten Jury für Spielfilmförderung bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien statt. Aus insgesamt 34 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung wurden 10 programmfüllende Spielfilmvorhaben und aus 28 Anträgen auf Drehbuchförderung 6 Stoffe zur Förderung vorgeschlagen. Den Empfehlungen der unabhängigen Jury folgend, fördert Staatsministerin Monika Grütters die nachfolgend genannten Spielfilmvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 3.695.000 Euro.

Neben großen Namen wie Fatih Akin, Oskar Roehler oder Christan Petzold befinden sich unter den geförderten Filmemachern auch etliche Nachwuchstalente wie der für seine Kurzfilme vielfach mit Preisen ausgezeichnete Erik Schmitt, der mit Hilfe der BKM sein Langfilm-Debüt realisieren wird, oder Carolina Hellsgard, die mit ihrem BKM-geförderten Debüt „Wanja“ bereits auf etlichen Festivals vertreten war. Mit den neuen Arbeiten von Douglas Gordon, bisher vor allem durch seine Videoinstallationen bekannt, und dem jungen Regisseur Max Linz ist auch der explizit experimentell-künstlerische Film unter den geförderten Projekten zu finden.

Produktionsförderung:

„37 - Thirty Seven“,
Produktionsfirma: Rommel Film e.K., Berlin,
AutorInnen: Dimitri Tsintsadze, Nestan Nene Kvinikadze,
Regisseur: Dimitri Tsintsadze.
Fördersumme: 90.000 Euro.
Inhalt: Irina wird nach Jahren aus der Haft entlassen, doch das Leben in Freiheit ist schmerzhafter als erwartet. Freiheit wird einem nicht geschenkt, man muss danach greifen.

„Aus dem Nichts“,
Produktionsfirma: bombero international GmbH & Co. KG, Hamburg,
Autor/Regisseur: Fatih Akin.
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Das Leben einer jungen Frau gerät aus den Fugen, als ihr Mann und ihr kleiner Sohn Opfer eines rassistisch-motivierten Bombenanschlags werden. Sie schwört den Tätern Rache und fürchtet dabei nicht den eigenen Tod.

„Avalanche“,
Produktionsfirma: Lichtblick Media GmbH, Berlin,
Autor/Regisseur: Bastian Günther.
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Der jährlich stattfindende Wettbewerb „Hands On“, bei dem es einen Pick-Up Truck zu gewinnen gibt, wird in einer texanischen Kleinstadt zu einer Tragödie, nachdem er zuvor für die Einen willkommene Ablenkung und Entertainment und für die Anderen die ganz große Hoffnung gewesen ist.

„Point Omega“,
Produktionsfirma: moneypenny filmproduktion GmbH, Berlin,
AutorInnen: Jane Ainscough, Douglas Gordon,
Regie: Douglas Gordon.
Fördersumme: 300.000 Euro.
Inhalt: Ein junger Filmemacher sucht einen ehemaligen geheimen Kriegsberater in dessen Haus irgendwo in den schottischen Highlands auf. Er hofft, ihn für eine Dokumentation gewinnen zu können. Als die Tochter des älteren Mannes auftaucht, nimmt die Geschichte eine neue Wendung.

„Stillstehen“,
Produktionsfirma: LOOKS Filmproduktionen GmbH, Berlin,
Autorin/Regisseurin: Elisa Mishto.
Fördersumme: 350.000 Euro. [Nachwuchs]
Inhalt: Julie, klug und schlagfertig, hat ihr eigenes Manifest: Nichtstun. Agnes fügt sich den Erwartungen der Gesellschaft, ohne groß darüber nachzudenken. Bis sie Julie begegnet. Eine bitterkomische Ode an das Leben.

„Story of Berlin“,
Produktionsfirma: DETAiLFILM GmbH, Hamburg,
AutorInnen: Erik Schmitt, Daniel Bickermann, Marleen Lohse, Folke Renken,
Regisseur: Erik Schmitt.
Fördersumme: 200.000 Euro. [Nachwuchs]
Inhalt: Kores Freunde sind Geister toter Berliner Berühmtheiten. Diese erzählen ihr, dass ein Schatz unter dem Teufelsberg vergraben liegt. Kores Schatzsuche gefährdet den einzigen Fixpunkt in ihrem Leben: Paul. Als ihr ein durchgeknallter Therapeut Hilfe anbietet, lässt sie sich auf eine Reise ein.

„Subs“,
Produktionsfirma: Molina Film GmbH & Co. KG, Köln,
Autor: Jan Berger,
Regisseur: Oskar Roehler.
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Claus und Evi Müller-Todt - er Schönheitschirurg, sie Gartenarchitektin - leben im sorglosen Wohlstand. Als eine neue Haushälterin für die Villa gesucht wird, gibt Claus eine Anzeige mit der Überschrift „Sklaven gesucht“ auf. Was als Witz gemeint war, führt zu ungeahnten Folgen.

„Sunburned“,
Produktionsfirma: NIKOfilm EU, Berlin,
Autorin/Regisseurin: Carolina Hellsgard.
Fördersumme: 400.000 Euro. [Nachwuchs]
Inhalt: Claire, 12 Jahre, ein unscheinbares und schüchternes Mädchen, verbringt die Ferien mit ihrer älteren Schwester Zoe und ihrer Mutter Sophie in Marokko. Von beiden vernachlässigt, freundet sich Claire mit dem jungen senegalesischen Strandverkäufer Amram an. Während eines kindischen Spiels verspricht sie ihm, ihn mit nach Deutschland zu nehmen. Ein Versprechen, das zu brechen ihr zunehmend schwerfällt.

„Transit“,
Produktionsfirma: Schramm Film Koerner & Weber GbR, Berlin,
Autor/Regisseur: Christian Petzold.
Fördersumme: 250.000 Euro.
Inhalt: Georg, auf der Flucht, schlüpft in die Identität eines Toten, flieht nach Marseille und wartet auf ein Schiff. Er begegnet Marie, der Frau des Toten. Man hat ihr gesagt, ihr Mann sei in Marseille. Sie ahnt nicht, dass sie einem Phantom hinterherjagt und dieses Phantom Georg ist, der sich in Marie verliebt.

„Weitermachen Sanssouci“,
Produktionsfirma: Amerikafilm GmbH, Berlin,
Autoren: Max Linz, Nicolas von Passavant,
Regisseur: Max Linz.
Fördersumme: 425.000 Euro. [Nachwuchs]
Inhalt: Dem Institut für Kybernetik, an welchem Phoebe Phaidon als Klimaforscherin arbeitet, droht die Schließung. Alles hängt von einer erfolgreichen Evaluation ab. Strategieberatung vs. Studentenbewegung in der Virtual Reality. Die Verhältnisse tanzen.


Drehbuchförderung:

„Anders“,
Autoren: Roman Klink, Berlin, Marcus H. Rosenmüller, München.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: An seinem 11. Geburtstag fällt FELIX nach einem Unfall ins Koma. Als er fast ein Jahr später erwacht, hat sich sein Charakter verändert. Er nennt sich Anders, verunsichert seine Mitmenschen und ignoriert die eingespielten Regeln in seiner Heimatstadt. Doch ein Geheimnis, das unter Anders‘ Amnesie begraben liegt, überschattet sein neues Leben.

„Marianne“,
Autor: Peter Kahane, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: „Marianne Golz war eine eigenwillige Frau. Tonangebend auf der Bühne und im Leben. Wo sie war, hat sie die Szene beherrscht.", so beschreibt ihre Nichte die Sängerin. Mariannes Unangepasstheit verdanken mehrere Menschen ihr Leben. Ihr eigenes bezahlte sie damit.

„Place de l‘Europe “,
AutorInnen: Merle Kröger, Philip Scheffner, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Eine Geschichte, die in zwei Versionen erzählt werden muss: Ein Sommer im Leben von Zohra Hamadi, der mit der Eroberung ihrer körperlichen Freiheit beginnt und mit dem Verlust ihrer Zukunft endet.

„Sehnsucht“,
AutorInnen: Petra Wagner, Bernhard Frey, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Erzählt wird vom Anfang einer späten, vielleicht letzten Liebe. Von Thea, die bereit ist, dass Leben, das sie geführt hat, aufzugeben, um an anderer Stelle ein Neues zu beginnen. - Wegen Orhan, dem sie durch Zufall begegnet ist - und vielleicht ja mit ihm.

„Travelling Light“,
Autor: Franz Müller, Köln.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Roland, ein Singer-Songwriter, der von der Hand in den Mund lebt, verliebt sich in Maren. Aber für Maren ist Roland zu wild - und außerdem hat sie einen Freund. Roland wird darüber schwermütig. Erst die Beinahe-Kollision der Erde mit einem Asteroiden reißt ihn aus seiner dunklen Stimmung.

„Wolf“,
Autorin: Anja Marquardt, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro. [Nachwuchs]
Inhalt: Aus der Perspektive eines modernen Grenzjägers wird von einem jungen Mann erzählt, der im Verlauf einer gefährlichen Mission vor eine unmögliche Entscheidung gestellt wird.

Der Jury Spielfilm gehörten für die Sitzung am 27. und 28. September 2016 an: Dirk Engelhardt (Produzent, Berlin), Julia von Heinz (Autorin, Regisseurin, Herrsching), Janine Jackowski (Produzentin, Berlin), Michael Meyns (Filmkritiker und -journalist, Berlin) und Linda Söffker (Leitung der Sektion Perspektive Deutsches Kino der Berlinale, Berlin, Juryvorsitzende).

Der nächste Einreichtermin für Drehbuch- und Produktionsförderung Spielfilm ist der 6. Oktober 2016.

Die aktuellen Filmförderungsrichtlinien, Antragsformulare und Merkblätter sind im Internet unter
www.kulturstaatsministerin.de/filmfoerderung abrufbar.

Kontakt/Information:
Filmreferat des BKM,
Telefon: 030/18 681- 44357,
Fax: -544357,
E-Mail: K35@bkm.bund.de