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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Freitag, 22. August 2014

Pressemitteilung: 
281
Ausgabejahr: 
2014

Bundeskanzlerin Merkel führte Telefonate mit den Präsidenten Petro Poroschenko und Wladimir Putin

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilt mit:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am heutigen Nachmittag Telefonate dem mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko und dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin geführt.

Thema beider Telefonate war die Lage in der Ukraine, insbesondere die Situation um den russischen Hilfskonvoi.

Bundeskanzlerin Merkel drückte ihre große Sorge darüber aus, dass der Konvoi ohne Zustimmung der Ukraine, ohne Begleitung durch das IKRK und zum Teil auch ohne vorherige Inspektion die Grenze überquert hat und Russland so eine Eskalation der ohnehin schon angespannten Situation billigend in Kauf nimmt. Sie lobte die besonnene ukrainische Reaktion.

Trotz des russischen Vorgehens müsse alles versucht werden, damit der Konvoi unbehelligt zu den Menschen in Not komme. Dies müsse aber genauso für den ukrainischen Konvoi gelten, der bisher von den Separatisten blockiert werde. Die Sicherheit zu gewährleisten liege im betroffenen Gebiet insbesondere in der Verantwortung der Separatisten.

Die Bundeskanzlerin drängte zudem darauf, rasch zu einer Einigung über Waffenstillstand und Grenzsicherung zu kommen. Hierbei kommt der Kontaktgruppe aus Vertretern der OSZE, der Ukraine und Russlands eine bedeutende Rolle zu.