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Mitschrift Pressekonferenz

im Wortlaut

Pressekonferenz anlässlich des Bürgerfests zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls am 9. November 2014

In der Akademie der Künste, Berlin

Regierungssprecher Steffen Seibert im Rahmen einer PK zur Vorstellung des Programms anl. der Bürgerfestes am Brandenburger Tor zum 9. November. Programm zum Bürgerfest vorgestellt: Steffen Seibert, Jan Josef Liefers, Sven Sören Beyer und Richard Meng (v.r.). Foto: Bundesregierung/Steins

Sprecher: Staatssekretär Steffen Seibert, Staatssekretär Richard Meng, Jan Josef Liefers, Sven Sören Beyer

StS Seibert: Meine Damen und Herren, guten Tag und ganz herzlich willkommen hier in der Akademie der Künste! Ich freue mich, dass ich hier zusammen sein kann mit Staatssekretär Richard Meng, dem Sprecher des Berliner Senats, mit Jan Josef Liefers und mit Sven Sören Beyer, dem künstlerischen Leiter unseres Projekts Bürgerfest.

Ich freue mich sehr, dass wir das mit Ihnen heute hier, in der Akademie der Künste, machen können - mit Blick auf den Platz, mit Blick auf das Bauwerk, auf das die ganze Welt am 9. November 1989 geblickt hat und wo sich historische Ereignisse abgespielt haben, die wahrscheinlich alle zunächst fast verwundert und ungläubig staunend erlebt haben, dann bewegt und dann in einem großen Jubel.

Wenn wir die Bilder von damals wiedersehen - und das tun wir in diesen Tagen natürlich im Fernsehen oft und werden es in den nächsten Wochen noch häufiger, wenn wir die Erzählungen von damals hören -, dann merken wir - zumindest mir geht es so -: Die Kraft dieser historischen Stunde ist bis heute zu spüren; die Bewegung ist bis heute für jeden zu spüren. Es geschieht nicht oft, dass die Geschichte den Menschen einen Glückstag präsentiert. Der 9. November 1989 war ein solcher Glückstag für die Deutschen.

Dieser Tag konnte nur so geschehen, weil es Menschen gegeben hat, mutige Bürger in der DDR gegeben hat, die in den Monaten zuvor aufbegehrt hatten und die Druck auf das SED-Regime aufgebaut hatten. Da muss man jetzt, anstatt Individuen zu nennen, einfach ein paar Gruppen nennen:

Man muss an diejenigen denken, die schon im Frühjahr 1989 den Betrug bei den Kommunalwahlen eben nicht hinnehmen wollten, die sich das nicht gefallen lassen wollten. Man muss diejenigen nennen, die ab September in Leipzig, in Plauen, in vielen anderen Städten und auch in kleineren Orten der DDR auf die Straße gegangen sind und dabei ein großes persönliches Risiko auf sich genommen haben. Man muss diejenigen nennen, die sich in den Kirchen zu Fürbitten und zu Mahnwachen trafen. Und man muss auch diejenigen nennen, die ihre Ausreise über Ungarn und die damalige Tschechoslowakei erzwungen haben.

Ich mache diese kleine Vorrede, weil ich Ihnen ein bisschen sagen will, dass für uns in der Bundesregierung und für die Bundeskanzlerin persönlich von Anfang an klar war: Dieser 9. November 1989 sollten wir 25 Jahre später mit einem Bürgerfest feiern, weil es eben ein Tag der Bürger ist, ein Tag, an dem sich ausgezahlt hat, was Bürger an Mut, an Einsatz, an Leidenschaft für die Freiheit in den Monaten und Jahren zuvor investiert hatten.

Wir sind hier zusammen, um Ihnen ein bisschen zu präsentieren, wie dieses Bürgerfest aussehen soll, das wir als Bundesregierung und in einer sehr schönen Zusammenarbeit mit dem Land Berlin - deswegen ist auch Herr Meng hier - organisieren. Wir wollen Ihnen ein bisschen vortragen, was unsere Pläne sind, ohne nun alle Spannung zu nehmen, indem wir einfach das Programm herunterlesen; denn erstens wäre das für Sie langweilig am 9. November und zweitens kann man auch nicht sagen, dass alle Details schon so ganz geklärt sind.

Ich will vielleicht ganz kurz ausholen: Für die Bundeskanzlerin wird dieser 9. November ein Tag sein, der schon sehr früh morgens mit dem Gedenken an die Ereignisse vor 25 Jahren beginnt. Sie wird am Vormittag hier in Berlin an der Gedenkstätte Berliner Mauer sein, wo eine neue Dauerausstellung eröffnet wird. Dort wird die Bundeskanzlerin auch eine Rede halten.

Am Nachmittag findet dann ein Staatsakt des Landes Berlin statt, zu dem Herr Meng Ihnen ein bisschen mehr sagen kann.

Hier am Brandenburger Tor wollen wir also, beginnend am Nachmittag, ein Bürgerfest feiern, das dann vor allem ab 18 Uhr ein Abendprogramm bieten wird, das in vielfältiger Weise die deutsche Teilung, den Mauerfall, auch die Jahre danach und auch die Herausforderungen, die heute vor uns stehen, thematisieren wird.

Ich freue mich sehr, dass sich Jan Josef Liefers bereitgefunden hat, durch dieses Abendprogram zu führen. Er ist aus unserer Sicht die Idealbesetzung, weil er auch in seiner Biografie diese Geschichte des Aufbegehrens und die Geschichte der Einheit verkörpert. Ich glaube, dass das deswegen sehr schön ist. Vielleicht sagen Sie uns nachher auch ein kleines bisschen zu Ihrer Motivation, dabei zu sein.

Wie gesagt, ich will nicht das Programm vortragen, aber ich will Ihnen einzelne Punkte nennen, die Sie erwarten können. Wir sind sehr froh, dass wir große Stars gefunden haben, die sehr prompt bereit waren - und zwar fast immer sofort und auf die erste Anfrage hin - mitzuwirken.

Wir beginnen das Abendprogram um 18 Uhr mit einem Gedenken an die Maueropfer, und der erste Künstler, der danach auftritt, wird Peter Gabriel sein. Peter Gabriel wird „Heroes“ singen, und zwar deswegen - das sage ich jetzt den Jüngeren unter Ihnen; die ältere Generation, zu der auch ich gehöre, weiß das -, weil das Lied 1977 von David Bowie hier in Berlin 200 Meter von der Mauer entfernt auf der Westseite geschrieben wurde. Es geht in diesem Lied um zwei Liebende, die sich im Schatten der Mauer treffen. Es ist also in jeder Hinsicht ein legendäres Berlin-Lied. Seine Version von „Heroes“ wird uns Peter Gabriel dann zu hören geben.

Es gibt eine ganze Reihe anderer namhafter Künstler, die schnell bereit waren mitzumachen. Ich nenne einfach einmal die Namen Silly, Die Fantastischen Vier - die in diesem Jahr im Übrigen ebenfalls ihr 25-jähriges Jubiläum feiern - und Clueso. Wir werden den Leipziger Techno-Musiker Paul Kalkbrenner dabei haben. Wir werden Udo Lindenberg dabei haben, was uns sehr freut. Wir werden die Unterstützung von drei Berliner Chören haben, die hoffentlich mit uns allen auf dem Platz und auf den Tribünen eine Art Bürgerchor zusammenbekommen; da bin ich aber ganz guter Dinge.

Weil es natürlich auch darum geht, diejenigen zu ehren, diejenigen zu würdigen, die damals mit ihrem persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass dieser 9. November 1989 der Tag des Mauerfalls werden konnte, freuen wir uns, Freya Klier, Ulrike Poppe und Wolf Biermann auf der Bühne zu begrüßen.

Fast hätte ich etwas Wichtiges vergessen: Wir haben auch Daniel Barenboim mit der Staatskapelle und dem Chor der Staatsoper dabei, der den 4. Satz aus Beethovens 9. Symphonie intonieren wird. Er hat uns Weltstars in den Solistenparts angekündigt. Ich kann Ihnen zumindest heute schon René Pape, Jonas Kaufmann und Elīna Garanča nennen. Wenn Sie die 9. Symphonie gut kennen, wissen Sie: Da fehlt dann noch ein vierter Name. Wir schauen einmal, wer das sein wird. Das allein ist aber natürlich eine große Freude, sich auf diese 20 bis 25 Minuten 4. Satz der 9. Symphonie zu freuen.

Das Programm geht dann über 20 Uhr hinaus mit einem 40-minütigen Konzert von Udo Lindenberg. Anschließend tritt auch noch Paul Kalkbrenner, der vorher schon einen Auftritt hatte, noch einmal auf.

So etwa könnte ich Ihnen das Programm zusammenfassen. Der Gedanke dahinter ist, wie gesagt, dass es ein Bürgerfest sein soll, ein Fest, das die Jahre der Teilung, die Friedliche Revolution und den glücklichen Tag des Mauerfalls, aber auch die Jahre danach thematisiert und einen Blick in die Zukunft wirft.

Ich denke einmal, am besten erzählt uns jetzt Richard Meng, wie das in die Aktionen des Landes Berlin eingefügt ist; denn Sie wissen: Es gibt eine Sonderaktion, die Berlin schon das ganze Wochenende veranstaltet, und zwar die „Lichtgrenze“, die allein bei mir eine große Vorfreude auslöst, weil ich glaube, dass das spektakuläre Bilder sein werden, die um die Welt gehen werden.

StS Meng: Da sind wir uns ganz sicher. - Erst einmal hallo auch von mir. Ich freue mich sehr über diese tolle Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesebene. Das Bürgerfest ist der Beitrag des Bundes zu diesem sicherlich sehr emotionalen und geschichtsträchtigen Wochenende an einem großen Tag. Das ist ein Tag, an dem Menschen Geschichte geschrieben haben - etwas, was einem in seiner historischen Bedeutung manchmal erst mit einigem zeitlichen Abstand so richtig bewusst wird. Es ist sehr schön und sehr wichtig, dass die Stadt Berlin, aber auch die nationale Ebene, die Bundesebene, gemeinsam an diesem Tag präsent sind, aber eben auch ein Angebot für sicherlich hunderttausende Menschen machen, die in der Stadt sein werden, die unterwegs sein werden, an diesem Wochenende würdig, aber durchaus auch fröhlich zu feiern; denn es ist ein glücklicher Tag.

Dieses Bürgerfest - wie gesagt, der Beitrag des Bundes - verschränkt sich insofern mit dem Beitrag des Landes, als wir ab dem Freitag die „Lichtgrenze“ anschalten, die an den Tagen vorher aufgebaut wird und dann am gesamten Wochenende in der Stadt sichtbar sein wird. Die Menschen werden entlang der „Lichtgrenze“ natürlich auch die eine oder andere interessante Erfahrung machen können, weil dort an verschiedenen Stellen immer wieder Gelegenheit zum Gedenken, Gelegenheit zum Erinnern, Gelegenheit zur Auseinandersetzung ist. Diese „Lichtgrenze“ wird ab dem Freitagnachmittag, wenn Sie so wollen, der weiße Faden durch das Wochenende sein. Wir werden zusammen mit den Kulturprojekten Berlin noch zu einem Pressegespräch zur Eröffnung der „Lichtgrenze“ am Nachmittag des Freitags, dem 7. November, einladen - das wird in der Dämmerung etwa um 16 oder 17 Uhr stattfinden, auch mit dem Regierenden Bürgermeister. Insofern startet das Wochenende schon am Freitag.

Am Samstag wird es dann ungeheuer viele Veranstaltungen geben, die ich gar nicht alle erwähnen will. Diese werden zum Teil von privaten Organisationen, von Stiftungen usw. organisiert. Auch entlang der „Lichtgrenze“ wird es ganz viel Programm geben. Dafür danke ich auch dem RBB sehr, der als Kooperationspartner vor allem mit seinen Radiowellen präsent sein wird. Es wird also eine Gelegenheit geben, zu erinnern und Ausblicke zu geben. Wir erleben, dass der Blick auf Berlin anlässlich des 25. Jahrestages nicht nur ein Erinnerungsblick ist. Es ist ein Blick auf die Frage: Was ist aus Berlin, was ist aus Deutschland in diesen 25 Jahren geworden?

Es wird weltweit ein Bild von Deutschland und von Berlin transportiert werden. Die Kolleginnen und Kollegen der ausländischen Presse sind jetzt schon sehr engagiert dabei, das vorzubereiten. Wir werden viele zusätzliche Journalisten hier im Land haben. Es geht immer auch darum, den Blick auf Deutschland bei dieser Gelegenheit im Rahmen würdiger Veranstaltungen, aber auch im Rahmen einer selbstbewussten Darstellung dessen, was entstanden ist, möglich zu machen. Ich nenne nur ein Beispiel: Wir werden morgen zusammen mit Berlin Partner, unserer Wirtschaftsförderung, ein kleines Pressegespräch zu Firmen abhalten, die in diesen 25 Jahren ihre Geschichte erzählen, die darstellen werden, was sich für eine kleine Firma, für ein Wirtschaftsunternehmen verändert hat. Wie haben sich diese 25 Jahre für sie dargestellt?

Das sind alles so kleine Beispiele - das wird man an dem Wochenende wiedererkennen -, an denen man festmachen kann, dass es nicht nur um einen Blick nach hinten geht, sondern es geht um einen Blick in die Gegenwart, es geht um den Blick nach vorne.

Die Verschränkung dieser Veranstaltungen erfolgt dann am Abend des Sonntags; der Sonntag vorher ist ein gemeinsamer Sonntag. Die Aktionen morgens: Bei der Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer, die der Kollege Seibert schon erwähnt hat, wird die Kanzlerin reden, und auch der Regierende Bürgermeister wird anwesend sein und ein paar Worte sagen. Danach findet dieser Berliner Festakt statt, der als Signal der Stadt Berlin an die Stadt Berlin konzipiert ist, weil es ja auch ein Berliner Ereignis war. Es war am Ende ein Weltereignis. Aber es ist ein Berliner Festakt, zu dem auch die Kanzlerin kommen wird, zu dem der Bundespräsident, der Bundestagspräsident kommen werden. Die Bundespolitiker werden also vertreten sein. Die Hauptrede wird der Präsident des Europäischen Parlaments halten; das haben wir schon kommuniziert. Ich halte das für ein wichtiges Signal, deutlich zu machen, dass vor 25 Jahren so etwas wie die Geburtsstunde des heutigen Europas geschlagen hat, die Chance bestand, zu einem gemeinsamen Europa zu kommen. Das wird am Nachmittag sein.

Es wird es eine eigene Akkreditierung für den Vormittag geben - das will ich als technischen Hinweis für die Kollegen sagen -, für die Aktion hier vorne, für die Akkreditierung des Bürgerfestes, ist das Bundespresseamt zuständig und für den Festakt ist das Land Berlin zuständig. Heute sind Akkreditierungshinweise herausgegangen, die Sie im Internet finden. Für alle, die daran Interesse haben: Der Festakt findet drüben im Konzerthaus am Gendarmenmarkt statt.

Am Abend verschränkt es sich. Es wird dann vor dem Brandenburger Tor vom Regierenden Bürgermeister, der dort die Anwesenden begrüßen und ein paar Worte zur Bedeutung sagt, das Startsignal für das Steigen der Ballons in den Himmel gegeben werden. Das beginnt am Brandenburger Tor mit Ballons, die ehemalige und - so etwas bleibt man im Leben - Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler in den Himmel steigen lassen. Diese Ballons sind jeweils mit einer Botschaft an die Welt versehen, um es ein bisschen pathetisch zu sagen. Wir sind ja gerade schon dabei, für diese Ballonpaten, von denen es mittlerweile schon 5.000 gibt - insgesamt sind es 8.000 Ballons auf 15 Kilometer; ich glaube, die Zahlen kennen Sie schon -, Botschaften zu entwickeln. Die ersten Ballons, die in den Himmel steigen werden, werden Ballons von Bürgerrechtlern aus der Zeit damals sein. Damit will ich auch schließen.

Es ist wirklich ein Signal dafür, dass hier mutige Menschen Geschichte geschrieben haben. Es soll nicht ein Gedenktag der Politik über sich selber werden, sondern es soll ein Wochenende werden, an dem die Bürgerinnen und Bürger auch deutlich machen können - und das soll das Programm hergeben -, dass es ihre Leistung war und dass das etwas ist, auf das dieses Land noch sehr, sehr lange stolz sein wird und stolz sein kann. - So viel von mir.

StS Seibert: Dann würde ich gerne Jan Josef Liefers das Wort geben. Ich hatte es schon gesagt: Er war von Anfang an unser Wunschkandidat für die Moderation des Abendprogramms. Er ist einer derjenigen, die damals ihren Einsatz gebracht haben, die Stellung bezogen haben. Er hat am 4. November 1989 als ein damals junger Schauspieler des Deutschen Theaters bei der großen Kundgebung gesprochen, und zwar zu einem Zeitpunkt, wo man eben noch nicht wusste, wie es ausging und in einer großen Unsicherheit. Vielleicht können Sie uns ein bisschen etwas über Ihre Motivation sagen.

Liefers: So ist das manchmal: Man lebt sein Leben vorwärts, aber man versteht es erst rückwärts. So ist es mir auch gegangen. Ich habe damals, als das 1988/89 anfing, nicht immer genau gewusst, was gesunder Menschenverstand ist und wo eine politische Handlung anfängt. Das sind Dinge, die man sich oft erst hinterher erklären kann, und dann ist es auch meistens schon zu spät.

In diesem Falle habe ich den Groove der Geschichte - die kann ja auch grooven, nicht nur die Musik, von der wir an diesem Abend viel hören werden - sehr deutlich gespürt. In der Zeit um den 4. November, wo es noch darum ging „Was machen wir denn jetzt mit der DDR, wenn die ganzen alten Bonzen nicht mehr da sind? Was passiert jetzt?“, war das eine Frage, die die Menschen genau vier oder fünf Tage beschäftigt hat, denn dann ging die Mauer auf. Dann hatte sich das Thema wieder erledigt. Das war der Groove dieser Zeit. Man könnte in der Musiksprache von „upbeat“ sprechen. Es ging alles sehr, sehr schnell.

Heute ist viel passiert. Ich bin inzwischen 50 Jahre alt und kann sagen: Ich habe 25 Jahre in der DDR zugebracht und 25 Jahre in der Bundesrepublik. Das ist ein Zufall. Das ist auch kein Grund, weswegen ich gefragt wurde, ob ich hier moderiere. Ich bin auch kein Moderator. Ich freue mich vor allem auf eine Sache: Ich beobachte, dass Geschichte irgendwann, manchmal auch schon nach 25 Jahren, anfängt zu gerinnen. Da gerinnt dann so ein Bild, auf das man sich geeinigt hat. Das wird weitergegeben. Das ist gerade für nachfolgende Generationen dann oft etwas langweilig. Die leben ja alle noch, und ich bin ja auch noch da.

Da, wo Geschichte weniger Geschichte ist, sondern eher Geschichten sind, wird es eigentlich für mich interessant. Ich bin deswegen auch beruflich diesen Weg des Geschichtenerzählens gegangen. An diesem Abend werden Leute auf der Bühne stehen - ihr habt es schon gehört -, so zum Beispiel Wolf Biermann und auch Freya Klier. Das sind übrigens alles Leute - ich kenne ja noch viele von damals -, die auch ich nicht kenne und die auch zum ersten Mal persönlich kennenlernen werde. Ich bin sehr gespannt darauf, was die zu erzählen haben.

Die Sache selber, der Mauerfall selber, wäre vielleicht schnell abgehakt. Das ist ein Satz. Aber die eigentliche Bedeutung, die so etwas hat, besteht nicht in dem Fakt, dass es passiert ist, sondern in dem, was wir selber, jeder Mensch einzeln, der Sache für eine Bedeutung geben. Da sind wir durchaus nicht alle einer Meinung; auch das ist mir in den letzten 25 Jahren aufgefallen. Ich bin gespannt, ob auch das an diesem Abend rüberkommt.

Letzten Endes freue ich mich genauso wie alle anderen, die dahinkommen, auf einen schönen Abend und bin gespannt, ob es klappt, ob wir es hinkriegen, eine Veranstaltung zu machen, die nicht nur das Verteilen von Bratwurst und Hau den Lukas umfasst, aber auch Spaß beinhaltet, Musik hat, die eben groovt und die trotzdem auch nachdenklich bleibt. Das ist das, worauf ich mich am meisten freue.

StS Seibert: Ich auch. - Zu Sven Sören Beyer. Ich will nur ganz kurz vorweg sagen: Das Bundespresseamt, die Bundesregierung sind ja keine Konzert- oder Eventveranstalter. Es war also von vornherein klar: Wir brauchen kundigen Rat, wir brauchen einen erfahrenen Regisseur, der dieses Projekt künstlerisch betreut. Da ist - das muss ich sagen - Sven Sören Beyer für uns ein Glücksgriff, denn er ist jemand, der bei verschiedenen großen Veranstaltungen - Eröffnung des Bundeskanzleramtes 2000, die Veranstaltungen rund um die Kulturhauptstädte Stavanger im Jahr 2009 und Umeå in diesem Jahr - gezeigt hat, dass er durchaus verbinden kann, worauf es aus unserer Sicht an diesem Abend des 9. November 2014 ankommt, also durchaus gesellschaftliche ernsthafte Aussagen, kulturelle Impulse und einen nicht zu geringen Unterhaltungsfaktor, der in der Lage ist, auch eine große Zahl von Menschen bei vielleicht nicht idealem Wetter auf dem Platz über zwei Stunden oder länger zu fesseln. Deswegen freuen wir uns, dass wir mit ihm zusammenarbeiten.

Beyer: Auch guten Tag von meiner Seite! Wir haben eigentlich beschlossen, dass gutes Wetter sein wird. Wir haben das in den letzten Jahren genau verfolgt. Wir sind jetzt mit dieses Jahr mit gutem Wetter dran, wir sind an der Reihe.

An das anschließend, was Jan gesagt hat: Für mich ist das auch eine Ansammlung von vielen, vielen verschiedenen Schicksalen. Ich kann nur über mein eigenes erzählen. Ich komme aus Dresden. Wenn ich in Amerika gefragt werde „Was bedeutet denn der Mauerfall für dich?“, dann habe ich immer ein ganz kleines Beispiel parat: Ich sitze öfter im Flugzeug, und wenn ich dann in ein neues Land auf dieser schönen Erde fliege, dann lande ich irgendwo und denke mir meistens im Landeanflug - ich weiß nicht warum, aber immer im Landeanflug - „Mensch, hier hättest du ja nie hin gedurft!“. Für mich ganz persönlich bedeutet das Freiheit, also zuerst einmal die Freiheit zu reisen - das ist sicherlich das eine -, aber eben auch, dass ich die Freiheit hatte, sehr viel mehr in meinem Leben erleben zu dürfen. Dazu gehört natürlich auch so eine Herausforderung wie die Inszenierung des Jubiläums 25 Jahre nach dem Mauerfall. Das ist eben natürlich auch für mich ganz persönlich eine große Herausforderung.

Ich schaue jeden Tag auf die Mauer, weil ich nämlich in dem Haus an der Bernauer Straße wohne, das früher in der Mauer stand, in dem ich gar nicht hätte wohnen dürfen, weil nur sehr regimetreue Gesellen in diesem Haus wohnten. Ich schaue jeden Tag in den Westen und in den Osten und eben genau auf diese Gedenkstätte. Das ist sozusagen Teil meines täglichen Lebens, wenn ich aus dem Fenster herausschaue.

Diese Aufgabe, hier jetzt eine Inszenierung zu schaffen, die einerseits erinnert, andererseits aber eben auch feiert, ist für mich die Herausforderung für ein Jubiläum wie „25 Jahre Mauerfall“, weil wir natürlich einerseits nicht vergessen wollen, dass dort ein Regime und auch so ein Todesstreifen Opfer gefordert haben. Wir wissen, wie viele Menschen darunter gelitten haben, und wir wollen das natürlich nicht vergessen. Andererseits wollen wir auch feiern, dass es eine friedliche Revolution gegeben hat. Man muss wirklich begreifen, dass wir durchaus auch mit Neid und mit wachen Blicken aus der ganzen Welt gefragt werden „Wie habt ihr es nur geschafft, dass das ohne einen Schuss passiert ist?“. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen: Bei der Stimmung um den Dresdner Hauptbahnhof herum, in der Prager Straße, war eben nicht klar, ob die Bereitschaftspolizei, die dann auch von Spezialkräften unterstützt wurde, schießen würde. Viele sind mit dem Gefühl „Ich muss da hin“ dorthin gegangen. Aber wir wussten eben tatsächlich nicht, ob wir am Abend wieder zuhause oder im Knast sein würden.

Ich freue mich natürlich besonders, dass wir so ein großes Echo in der Künstlerwelt gefunden haben, von Peter Gabriel als Menschenrechtsaktivist bis hin zu Udo Lindenberg, der eine ganz spezielle Geschichte mit der DDR und seinem auch schon sehr frühen Engagement für einen Fall der Mauer hatte. Ich möchte aber auch noch erwähnen, dass es von 14 Uhr bis 17.30 Uhr ein Nachmittagsprogramm geben wird. Wir haben also nicht nur die ganz großen Namen, sondern wir wollen auch dem Nachwuchs und Leuten, die sich aus einer jüngeren Sicht mit dem Thema des Mauerfalls beschäftigen, eine Möglichkeit geben, dabei zu sein. Ich erwähne einmal stellvertretend OTTO NORMAL. Wir haben die Moderatoren Shary Reeves und Erkan Arikan. Wir laden zum Beispiel die Plauener Gruppe ein, die maßgeblich dazu beigetragen hat, dass der Wahlbetrug aufgedeckt wurde. Das sind tatsächlich sehr interessante Menschen, die alle ihren ganz persönlichen Weg gegangen sind, aber uns eben an diesem Tag auch erzählen können, was es bedeutet und wie viel Mut man braucht, um bei einem Wahlbetrug das Wahlergebnis, das immer nahe an 100 Prozent lag, nachzuzählen und dann zu sagen „Das kann gar nicht sein“.

All diese verschiedenen Künstler und Bürgerrechtler sowie die Moderation durch Jan Josef ergeben dann hoffentlich eine Gesamtdramaturgie, die sich an einem Leitfaden entlang hangelt. Wir nennen das „Mut zur Freiheit“. Aber der dramaturgische Übergedanke war auch immer ein Spruch, den ich auf der East Side Gallery gefunden habe, der - jetzt einmal nicht wortwörtlich - aussagt: Viele kleine Menschen an vielen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. - Das ist, glaube ich, unsere Aussage, die wir an diesem Tag treffen wollen, weil es tatsächlich noch ein paar Mauern in der Welt einzureißen gilt. Das sind einerseits die, die man im Kopf hat und die man im Herzen hat, aber andererseits eben auch ganz reale Mauern, die verschiedenste Gründe haben. „Viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten“ heißt: Wir alle gestalten mit. Das ist, glaube ich, das, was wir in der Inszenierung herüberbringen wollen.

Wir freuen uns ganz besonders, dass wir am Ende Teil der Lichtgrenze sein dürfen und dass dann eben als großer Höhepunkt die 8.000 Ballons mit all diesen Wünschen in die Nacht entschwinden werden. Auch dafür - das weiß ich von Herrn Meng - sind noch einige Namen auf der Bühne zu erwarten, hinsichtlich der wir wirklich sehr stolz darauf sind, dass sie alle an diesem Moment des Zelebrierens und Vorwärtsschauens teilhaben wollen.

StS Seibert: Es ist besonders schön, dass die Akademie der Künste heute links vom Eingang - ich weiß nicht, ob Sie es gesehen haben - ein Spruchband aufgestellt hat: „Nichts ist erledigt“. Ich glaube, wenn man das mit dem Mut zur Freiheit und dem Mut zur Zukunft ernst nimmt, dann muss man auch heute, 25 Jahre später, sagen, dass natürlich nichts für alle Zeiten erledigt ist, sondern dass der Auftrag bleibt, sich einzubringen und diesen Mut zur Freiheit immer wieder neu an den Tag zu legen.

Kommen wir zu Fragen von Ihnen, wenn es denn welche gibt.

Frage: Herr Meng, wann wird denn der erste Ballon und wann wird der letzte Ballon fliegen?

StS Meng: Der erste wird vom Brandenburger Tor aus fliegen. Das wird so etwa um 19.30 Uhr an diesem Abend der Fall sein. Ich kann Ihnen jetzt nicht die genaue Uhrzeit nennen; das ist eine Frage der Choreografie. Die Ballons werden dann, vom Brandenburger Tor ausgehend, entlang der Lichtgrenze nach außen fliegen. Das Ganze wird etwa eine Viertelstunde dauern.

Frage: Vor fünf Jahren, zum 20. Jahrestag des Falls der Mauer, gab es jede Menge Staats- und Regierungschefs, die sich hier versammelt hatten, zum Teil auch, weil der eine sein Kommen angekündigt hatte und der andere nicht fehlen durfte oder wollte. War es jetzt Absicht, niemanden einzuladen, oder hat sich niemand einladen wollen, damit der Geist des Bürgerfestes besser herrschen kann?

StS Seibert: Ich habe ja am Anfang zu erklären versucht, warum wir das als Bürgerfest organisieren. Das will ich jetzt eigentlich nicht noch einmal wiederholen. Aus unserer Sicht ist der 25. Jahrestag des Vollzugs der Einheit - das wird der 3. Oktober 2015 sein - eher der Tag, an dem Politiker zusammenkommen werden, um in einem Staatsakt dieser großen politisch-diplomatischen Tat zu bedenken. Das wird sicherlich auch so passieren.

Frage: Herr Seibert, können Sie noch ein bisschen etwas dazu sagen, was die Kanzlerin sonst noch an diesem Tag machen oder sagen wird? Wird sie eine Rede halten?

StS Seibert: Ja, das hatte ich gesagt: Sie wird eine Rede an der Bernauer Straße bei der Gedenkstätte Berliner Mauer halten, wo am Vormittag eine neue Dauerausstellung eröffnet werden wird. Dort wird sie sprechen.

Bei dem Bürgerfest, dass wir Ihnen hier gerade vorgestellt haben, freut sie sich einfach, ein Gast unter hoffentlich vielen Gästen zu sein. Sie freut sich auf das Programm.

Zusatzfrage: Wird auch das ganze Kabinett anwesend sein? Wie ist das geplant?

StS Seibert: Sie sind alle eingeladen. Ich kann Ihnen jetzt noch nicht sagen, ob auch jeder kommen wird, aber ich rechne damit, dass größere Teile des Kabinetts auf jeden Fall da sein werden. Mit Gewissheit weiß ich es vom Wirtschaftsminister.

Frage: Herr Liefers, man spricht von der friedlichsten Revolution der Welt vor 25 Jahren. Sie waren ein Teil davon, unter anderem durch Ihre Rede am Alexanderplatz. Wie haben Sie den Tag damals erlebt? Sehen Sie sich heute auch noch als einen Teil dieser Revolution?

Liefers: Es war kein tolles Wetter. Ich glaube, wir mussten uns sehr früh dort treffen. Das war ja mehr oder weniger eine Art Lkw, der dort aufgebaut worden war, und das war keine würdige Bühne für nahezu 750.000 Menschen, die sich dann dort versammeln würden. Das war also so ein kleines Ding, damit man einfach ein bisschen höher stand.

Ich bin damals aufgefordert worden und habe dort überhaupt nur aus einem Grund gesprochen: Wir hatten am Abend vorher innerhalb dieser Gruppe von Organisatoren gehört, dass die Gefahr besteht, dass sich am nächsten Morgen das ganze ehemalige ZK oder diejenigen, die davon noch übrig waren und gehen konnten - die waren ja alle auch schon sehr alt -, in die erste Reihe stellen würden, sozusagen nach dem Motto „Wir waren auch schon immer dieser Meinung“. Das wäre ein schlimmes Zeichen für die Menschen gewesen, die von überall aus der ganzen Republik nach Berlin gekommen sind; denn die hätten sich zwangsläufig verarscht fühlen müssen. Das war ja nun genau das, was man nicht wollte.

Auf der anderen Seite ging es ja damals um einen Dialog; das hat man ja heute, glaube ich, größtenteils auch schon wieder vergessen. Dialog war eigentlich das große Zauberwort. Es ging überhaupt noch nicht darum, ein ganzes Land abzuschaffen, sondern nur darum, überhaupt einmal in eine Art von Dialog miteinander zu treten. Dieses Wort bedeutet natürlich nicht nur, dass einer redet, sondern, dass der andere auch redet. Man musste also kleine Plätze in dieser Demonstration freimachen. Es hat dann Markus Wolf gesprochen. Es haben einige aus diesem alten Kader gesprochen. Aber es war wichtig, dass am Anfang jemand hingeht und den Menschen, die da kommen, sagt: Wir habe mit denen nichts am Hut! Das war meine Aufgabe, und davon erfuhr ich am Vorabend.

Ich habe in dieser Nacht nicht geschlafen und war sehr müde. Ich hatte eine Hand in Gips; das kam auch noch hinzu. Dann stand ich da mit all diesen Menschen, die damals viel, viel, viel, viel berühmter, toller, klüger und weiser als ich waren - ich war ja ein junger Mensch, gerade einmal 25 Jahre alt -, Stefan Heym und wie sie alle heißen. Ich stand in der Mitte all dieser großen Denker und Visionäre - davon gab es ja auch schon ein paar in der DDR - und musste dann eine Rede halten. Das war also das, was diesen Tag geprägt hat. Im Wesentlichen war ein Vakuum zwischen meinen Ohren, weil ich in dem Moment nicht in der Lage war, das zu genießen oder zu verstehen, sondern - das ist das, was ich vorhin meinte - man kapiert das erst im Nachhinein.

Das war der Tag mit dieser denkwürdigen Begegnung, die ich niemals vergessen werde, mit Markus Wolf hinter der Bühne. Es gab kein Catering, es gab nicht groß etwas zu essen; jeder musste sich also irgendetwas mitbringen. Aber es gab Tee und Kaffee, und irgendjemand hatte auch einen Kuchen gebacken. Ich bin dann nach hinten gegangen, habe mir so einen Kaffee eingegossen und hörte mich auf einmal hinter mir eine Stimme fragen: „Möchten Sie auch ein Stück Kuchen haben?“ Ich drehe mich um, und dann steht Markus Wolf da, der zu dieser Zeit schon nicht mehr im Amt war, aber immerhin war er in meinem Kopf eine Legende. Das war so ziemlich der meistgesuchte Mensch der Welt, ein Top-Spion, jemand, der 350 Identitäten besaß und von dem keiner wusste, wie er aussieht. Der stand da und fragte mich, ob ich ein Stück Kuchen haben will. Dann dachte ich: Okay, wenn der jetzt fragt, ob du Kuchen haben wird, dann wird es das mit der DDR wohl gewesen sein.

Frage: Herr Meng, Sie sagten, das sei ein Berliner Staatsakt. Sie sagten, der Bundesratspräsident werde dabei sein. Wie steht es um die Vertreter der anderen ostdeutschen Bundesländer, nicht nur von Berlin, die ja immerhin auch von dieser Grenzöffnung betroffen waren?

StS Meng: Auch die Ministerpräsidenten sind eingeladen, aber ich kann Ihnen noch keinen Überblick darüber geben. Soweit ich höre, haben der Bundesratspräsident und der hessische Ministerpräsident schon zugesagt. Inwieweit andere an diesem Tag kommen werden oder kommen können, weiß ich nicht. Das ist aber auch eine Entscheidung, die jeweils dort fallen muss. Das ist nicht der entscheidende Punkt für uns.

Für uns ging es darum, zu sagen, dass es an diesem Tag auch einen Festakt geben muss, bei dem Berlin seiner eigenen Geschichte und dieses Tages gedenkt, und zwar nicht nur, was ein Gedenken nach hinten angeht, sondern bei dem man immer auch den Fragen nachgeht: Was bedeutet das für die Zukunft? Welche Verantwortung ergibt sich daraus? Herr Seibert hat es eben ja auch schon einmal angedeutet: Inwieweit muss man Dinge auch stets neu verteidigen, die man einmal erreicht hat? Wohin entwickelt sich das Land? - Es geht also um eine Beschäftigung Berlins in einer würdigen Form.

Das wird eine sehr große Veranstaltung sein. Es wird bei diesem Festakt im Konzerthaus mehr als 1.000 Gäste geben. Wir fanden es angemessen, zu sagen: Die Hauptrede soll ein Europäer halten, um eben auch diesen Europa-Akzent zu setzen. Die Berliner Stadtgesellschaft wird dort vertreten sein. Es werden natürlich auch alle Berliner Ehrenbürger eingeladen, von denen der eine oder andere ja auch ausländischer Herkunft ist oder einmal ein ausländischer Staatsmann war. Aber es gibt auch viele wie George Bush senior, die schlichtweg aus Altersgründen nicht mehr kommen können. Das wird aber jetzt nicht ein „fishing for names“ sein, sondern das ist wirklich ein Berliner Festakt. Wir freuen uns sehr, dass die Spitze des Bundes und der Bundesorgane auch daran teilnehmen wird und der Einladung gefolgt ist. Das ist auch ein sehr schönes Signal der Aufmerksamkeit für die Hauptstadt.

StS Seibert: Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihr Kommen und Ihr Interesse. Kommen Sie alle am 9. November wieder an diesen Platz beziehungsweise zur eigentlichen Bühne, die dann auf der anderen Seite des Brandenburger Tores sein wird. Kommen Sie am besten für das ganze Wochenende wieder, um die wunderbare Lichtgrenze auch schon vorher zu sehen, bevor sich die Ballons erheben. Ich danke Ihnen. Bis bald. Ich danke meinen Mitstreitern hier oben.

Dienstag, 14. Oktober 2014