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Berlin, 24. Juli 2012

Die Menschen werden älter - Pflege neu ausrichten

Pflege

Wenn die Eltern älter werden, brauchen sie oft die Unterstützung und Pflege ihrer Kinder. Auf diese wiederum kommt oft eine dreifache Aufgabe zu: sie müssen ihren Beruf, die Versorgung der eigenen Kinder und die Pflege der Eltern unter einen Hut bringen. Erfreulicherweise werden die Deutschen immer älter. Seit 1960 ist die Lebenserwartung für neugeborene Jungen und Mädchen von 66,5 bzw. rund 71,7 Jahren auf 77,3 bzw. 82,5 Jahre gestiegen. Die Lebenserwartung hat sich für beide Geschlechter innerhalb von 50 Jahren um etwa elf Jahre erhöht. Doch die steigende Zahl Hochbetagter bedeutet auch, dass in Zukunft anteilig mehr Menschen Pflege benötigen.

Pflegepersonal und Bewohner der HPW Seniorenresidenz  Dahlem, der 'HPW Seniorenresidenzen' in Berlin. Foto: Ulf DieterBild vergrößern Foto: Ulf Dieter

Aktuell beziehen rund 2,46 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. In acht Jahren werden es bereits 2,8 Millionen sein. Experten schätzen, dass 2050 rund 4,5 Millionen Menschen gepflegt werden müssen.
Demzufolge müssen sowohl die Betreuung Pflegebedürftiger als auch die Finanzen der 1993 geschaffenen Pflegeversicherung neu geordnet werden.

Die Bundesregierung hat sich auf die demografischen Veränderungen eingestellt. Sie hat zur Pflege selbst, den Finanzen und beim Pflegeberuf die Initiative ergriffen.

1. Das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Neuausrichtung der Pflege greift folgende Punkte auf:

Die Leistungen der einzelnen Pflegestufen werden erhöht.

Sie sollen bedarfsgerechter und flexibler werden. Der Grundsatz ambulant vor stationär wird gestärkt. Pflegenden Angehörigen soll eine „Auszeit“ erleichtert werden

Eine staatliche Förderung für private Pflegezusatzversicherungen wird eingeführt.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden zum 1. Januar 2013 um 0,1 Beitragssatzpunkte angehoben. So können die vorgesehenen Leistungsverbesserungen bis Ende 2015 finanziert werden.

2. Ein Pflegebeirat soll im Auftrag des Gesundheitsministers den Pflegebegriff überarbeiten. Verschiedene Formen von Pflegebedürftigkeit sollen so besser eingestuft werden können. Die Betroffenen erhalten gezielter die Unterstützung, die sie benötigen.

3. Um den Pflegeberuf insgesamt attraktiver zu machen, plant die Bundesregierung ein neues Pflegeberufegesetz. Der Bundesgesundheitsminister hat die Eckpunkte bereits vorgestellt. Krankenpfleger, Altenpfleger und Kinderkrankenpfleger sollen gemeinsam ausgebildet werden. Eine neue akademische Ausbildung wird geschaffen.

Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

Finanzierung der Pflege

Der Pflegebegriff

Pflege als Beruf - Die Fachkräfte

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