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Europa in meiner Region

"FEZitty – die Hauptstadt der Kinder"

Raus aus der Schule und rein in die eigene Spielstadt: Im Ferien- und Erholungszentrum in Berlin können Kinder unterschiedlichste Berufe ausprobieren. Dabei entwickeln sie spielerisch Umweltbewusstsein – auch Dank der Europäischen Union.

Zwei Jungs in Handwerker-Helmen auf dem Kopf tragen lange Hölzer unter ihren Armen. Die "FEZitty-Bewohner" bauen zukunftsorientierte Tiny Houses in ihrer eigenen Stadt im Berliner FEZ. Foto: picture alliance/dpa/Carstensen

In einer von Kindern regierten Stadt leben: Dieser Traum geht auch in diesem Jahr für viele Ferienkinder im Alter von 6 bis 14 Jahren im Berliner Ferien- und Erholungszentrum (FEZ) in Erfüllung. In der "FEZitty – der Hauptstadt der Kinder" können sie in den Sommerferien ihre eigene Stadt entwickeln, bauen und verwalten.

"Zuerst geht man zum Einwohnermeldeamt und kriegt ein Startkapital. Dann geht man zum Job-Center und kann sich einen Job aussuchen", erklärt einer der jungen Stadtgründer. Nach mindestens einer halben Stunde Arbeit im Job-Center steht der Gang zur Bank an, wo jeder FEZitty-Bewohner dann sein Geld beziehungsweise "Wuhlis" ausgezahlt bekommt. Zum 13. Mal können die "FEZianer" ihre eigene Stadt regieren, dort arbeiten und ihr eigenes Haus der Zukunft, die sogenannten Tiny Houses, entwickeln.

EU-Fördermittel ermöglichten Sanierung

Dass Projekte wie diese im FEZ überhaupt möglich sind, ist auch der Europäischen Union (EU) zu verdanken. Sie förderte die Einrichtung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Für Sanierungsarbeiten zwischen 2011 und 2015 konnte das FEZ Fördermittel von 11,27 Millionen Euro in Anspruch nehmen. Das Land Berlin und der EFRE trugen jeweils die Hälfte der Summe, um die energetischen Standards der vielen Gebäude zu verbessern.

Umweltbewusstsein spielerisch erlernen

Umweltbewusstsein steht als Konzept hinter vielen Bildungsangeboten des FEZ. Bei "FEZitty" lernen bereits die Jüngsten den ressourcenschonenden Umgang mit Wasser. Sie stellen sich Fragen wie: "Wie gewinnen wir Wasser? Wie halten wir es sauber? Und wie nutzen wir es effektiv?" Auch die Energiegewinnung und das Thema Mülltrennung sind wichtig, wenn es um den Bau einzelner Tiny Houses geht.

Die Kinder und Jugendlichen entwickeln Ideen zum Wohnen in der Zukunft. Dabei schlüpfen sie spielerisch in Berufe wie Handwerker, Wassermanager oder auch Bankangestellter. Dies sind nur einige der vielfältigen Tätigkeiten an 34 Arbeitsstellen in der "FEZitty".

FEZ: Jährlich bis zu 850.000 Besucher

Das FEZ ist Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum, in dem neben Abenteuer und Spaß auch der Bildungsaspekt nicht zu kurz kommt. Das ganze Jahr über gibt es Attraktionen wie das "Astrid-Lindgren" Kindertheater, das "Alice – Museum für Kinder", das Orbitall-Raumfahrtzentrum und zwei Schwimmbäder. Ferienprogramme wie "FEZitty" oder auch "Die Hogwarts– Zauberschule" sind dabei besonders nachgefragt und spiegeln sich in den jährlichen Besucherzahlen von bis zu 850.000 Menschen wider.

Donnerstag, 9. August 2018

Zusatzinformationen

Heute aktuell:

  • EU-Bürgerdialog Über Europa im Gespräch bleiben
  • Bosnien und Herzegowina Westbalkan: Europäische Perspektive stärken
  • Merkel in Spanien Gemeinsam handeln für Europa