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Demografischer Wandel

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Die Bundesregierung will den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Nicht zuletzt, um den demografischen Wandel in all seinen Facetten zu bewältigen. Bundesfamilienministerin Giffey verlieh erstmals einen Preis für Mehrgenerationenhäuser. Hier wird Zusammenhalt bereits vorbildlich gelebt.

Mehrgenerationenhäuser bringen Alt und Jung in ganz Deutschland zusammen, bieten Beratung in allen Lebenslagen und nachbarschaftliche Hilfe. Fünf dieser Häuser hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey nun als "DemografieGestalter 2018" ausgezeichnet. Sie stehen für besonders gelungene Projekte bei der Bewältigung des demografischen Wandels.

"Nichts hält die Gesellschaft so zusammen wie Hilfe und Kontakt in der Nachbarschaft. Und nichts ist für Menschen so wichtig wie Andere, die sich um sie kümmern. Was diese Männer und Frauen leisten, verdient unsere größte Anerkennung. Ihre Arbeit muss sichtbarer werden", sagte Giffey bei der Preisverleihung.

Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte für ein nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Sie stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft. Mehrgenerationenhäuser gibt es nahezu überall in Deutschland. Bundesweit nehmen rund 540 Häuser am Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus teil.

Herausforderung Demografie

Die Bundesregierung unterstützt die Kommunen bei der Bewältigung des demografischen Wandels in vielfältiger Weise. Die Mehrgenerationenhäuser sind dafür nur ein Beispiel. Gerade ländliche Regionen sehen sich aufgrund der älter werdenden Bevölkerung vor besondere Probleme gestellt. Junge Menschen ziehen in die Städte, wo es Jobs und eine bessere Infrastruktur gibt. Wenn nur wenige, vorwiegend Ältere zurückbleiben, müssen Schulen schließen. Arztpraxen und der öffentliche Nahverkehr können nicht mehr rentabel arbeiten. Die Versorgung der Bevölkerung wird schwierig.

Um gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu schaffen, wird die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern und Kommunen eine Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" einsetzen. Sie soll bis Mitte 2019 konkrete Vorschläge erarbeiten.

Demografischer Wandel: Die Menschen in Deutschland leben länger. Gleichzeitig ist die Geburtenrate nach wie vor eher niedrig. Der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter nimmt ab. Immer mehr Menschen zieht es in die Städte. Zudem leben mehr Menschen aus anderen Regionen der Welt in Deutschland. All dies hat zahlreiche Folgen für unser Zusammenleben. Mit diesen Themen befasst sich die Bundesregierung in ihrer Demografiestrategie "Jedes Alter zählt".

Engagement stärken

Um dem demografischen Wandel zu begegnen, sind nicht nur Behörden und Institutionen gefragt, sondern auch die Bürger - zum Beispiel durch ehrenamtliches Engagement. Ob als Trainer im Fußballverein, als Vorleseoma in der Kita, als Unterstützung im Altenheim oder in der Kleiderkammer - immer mehr Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich.

Die Bundesregierung fördert zahlreiche Projekte zum ehrenamtlichen Engagement. Zudem fördert sie verschiedene Freiwilligendienste finanziell. Im Koalitionsvertrag bekräftigt die Regierung außerdem, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu stärken. So sollen unter anderem bestehende Regelungen entbürokratisiert und Ehrenamtliche steuerlich entlastet werden.

Montag, 4. Juni 2018

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