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Initiative kulturelle Integration

Der Vielfalt eine Heimat geben

Mit dem Wettbewerb "Gib mir ein Zeichen" hat die Initiative kulturelle Integration ein Symbol gesucht, dass für Zusammenhalt in Vielfalt steht. Die drei besten Entwürfe hat Kulturstaatsministerin Grütters mit einer Urkunde prämiert - und das siegreiche Zeichen gekürt.

Siegerehrung Das Zeichen für „Zusammenhalt in Vielfalt“: Kulturstaatsministerin Grütters mit "Zeichengeberin" Dorothee Hermann. Foto: Bundesregierung/Koall

Zwei Fingerabdrücke, die sich überschneiden und ein Herz formen, ein buntes "&"- Zeichen und das Wortspiel "germanycultures". Diese drei Motive sind die Sieger von rund 800 eingereichten Vorschlägen. Die Initiative kulturelle Integration hatte mit der Mitmachaktion "Gib mir ein Zeichen" Symbole gesucht, die Zusammenhalt in Vielfalt visualisieren. Eine Jury kürte die Sieger, eine Agentur entwickelte die Vorschläge weiter.

Zwei sich überschneidende Fingerabdrücke formen ein V für Vielfalt und gleichzeitig ein Herz. Der Fingerabdruck, der in Zeiten von Migration häufig mit Indentität verwechselt wird. Nur wer registriert ist, existiert. Das Spiel mit dem Fingerabdruck und …germanyculturesIch habe mich für das 'und'-Zeichen entschieden das für ein verbindendes Element steht und dessen Schleifenform auch noch etwas Schmückendes hat. Ich kann mir auch gut vorstellen, dieses Zeichen als Brosche/Anstecker zu tragen und damit ein Statement …

Zusammenhalt in Vielfalt

Zusammenhalt in Vielfalt: Das ist das gemeinsame Anliegen aller Mitglieder der Initiative kulturelle Integration (IKI) - und die prämierten Entwürfe bringen es auf den Punkt, findet Kulturstaatsministerin Monika Grütters. "Sie greifen die Idee des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Vielfalt einprägsam und zugänglich auf" würdigte Grütters die kreativen siegreichen Entwürfe im Jüdischen Museum Berlin. Die Initiative traf sich dort zu ihrer Jahrestagung.

Im Dezember 2016 hatten sich Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Sozialpartner, der Kirchen und Religionsgemeinschaften, Migrantenverbände, der Medien, der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen zur Initiative kulturelle Integration (IKI) zusammengeschlossen. Seitens der Regierung hat Kulturstaatsministerin Grütters die Federführung.

Kultur fördert Verständnis füreinander

Dass der Zusammenhalt durch kulturelle Integration gestärkt wird und gelebte Demokratievermittlung ist, davon ist die Kulturstaatsministerin überzeugt. "Kulturelle Projekte und Kultureinrichtungen können unseren demokratischen Werten Überzeugungskraft verleihen", erklärte Grütters.

Dass über die Kultur Integration deutlich besser gelingt, zeigt auch eine aktuelle gemeinsame Studie der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bertelsmann Stiftung. Mit der "Kraft der Kultur" noch stärker für Verständigung zu bewirken, ist ein Ziel der Kulturpolitik.

Zusammenhalt in Vielfalt

Welche Standards gibt es und gelten für unser Zusammenleben? Mit der Erarbeitung und Formulierung von 15 Thesen unter dem Titel "Zusammenhalt in Vielfalt" zu diesem Fragenkomplex startete vor anderthalb Jahren die Initiative kulturelle Integration - ein breites Bündnis von Zivilgesellschaft, Kirchen, Sozialpartner. Der Deutsche Kulturrat hat den Prozess moderiert und medial begleitet. Im Mai 2017 wurden die Thesen der Kanzlerin übergeben.

Die eigene Identität und der Blick über den Tellerrand

Der Wettbewerb "Gib mir ein Zeichen" war jetzt ein weiterer Schritt. Eine Diskussion "über gemeinsame Werte, verbindliche Regeln, darüber, welche Identitätsmerkmale wir als Gesellschaft vertreten und vermitteln wollen", bleibe notwendig, so Grütters. Denn: "Kulturelle Integration braucht beides, einerseits die Frage nach Heimat, nach identitätsstiftenden Merkmalen, andererseits die Offenheit für das Andere, noch Fremde. Nutzen wir die Kraft der Kultur! Gemeinsam können wir so der Vielfalt in Deutschland eine Heimat geben."

Dienstag, 29. Mai 2018