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Grütters trifft Amtskollegin in Paris

Kultureller Austausch: ein Antrieb für Europa

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich mit Frankreichs Kulturministerin Françoise Nyssen über europäische Kultur- und Medienpolitik ausgetauscht. "Kultur ist wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die europäische Einigung", so Grütters. Wichtiges Thema war der Umgang mit dem kolonialen Erbe.

Kulturstaatsministerin Grütters und die französische Kultusministerin Nyssen. Gemeinsame Wege für die Kultur: Kulturstaatsministerin Grütters zu Gast bei Amtskollegin Nyssen. Foto: BKM/Mix

Die erste Auslandreise ihrer neuen Amtsperiode führte Kulturstaatsministerin Monika Grütters ganz bewusst nach Paris. "Es war mir ein persönliches Anliegen", so die Kulturstaatsministerin. Grütters und Nyssen sprachen über gemeinsame kulturelle Vorhaben und Ziele für die Kultur in beiden Ländern und in Europa. "Die Freundschaft und der enge Austausch zwischen zwei großen Kulturnationen sind zugleich auch Antrieb für Europa", erklärte Grütters.

Umgang mit kolonialem Erbe bleibt wichtiges Thema

Im Fokus des Besuchs standen Fragen zum Urheberrecht, der Kulturgutschutz wie auch medienrechtliche Themen. Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters war besonders der Austausch über den Umgang mit dem kolonialen Erbe wichtig. Sie will das Thema weiter vorantreiben und hat mit den französischen Partnern weitere Schritte vereinbart.

Die Frage, wie Museen mit ihrem kolonialen Erbe umgehen, wird in beiden Ländern breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Bei einem Besuch in Burkina Faso im November 2017 hatte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron die Untaten des Kolonialismus verurteilt. Er möchte binnen fünf Jahren Voraussetzungen schaffen, Afrikas künstlerischen Erbe zu restituieren.

Der Umgang mit dem kolonialen Erbe hat in Deutschland wie in Frankreich zunehmend an Bedeutung gewonnen. Auch die neue Bundesregierung fördert die Aufarbeitung der Provenienzen von Kulturgut aus kolonialem Erbe mit einem eigenen Schwerpunkt und hat dies im Koalitionsvertrag vereinbart. Kulturstaatsministerin Grütters hat schon in ihrer ersten Amtszeit die Mittel für die Provenienzforschung deutlich erhöht. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat beim Kolonialerbe eine Wende vollzogen. Dass sich ein großer Teil des Kulturerbes afrikanischer Länder in Frankreich befindet, sei nicht hinnehmbar. Experten erarbeiten Pläne für die Restitution.

Freitag, 6. April 2018

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