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Sichere und billigere Stromerzeugung

Ein europaweit vernetzter Energiemix

Strom entsteht in Deutschland aus erneuerbaren und aus herkömmlichen, fossilen Energien. Letztere dienen auch als Reserve, wenn die Erneuerbaren mal keinen Strom liefern können. Mehr noch als die Reserve könnte ein europäischer Verbund des Stromangebots erreichen.

Offshore-Windpark im Meer Solche Windparks tragen bereits zur sicheren Stromversorgung bei. Foto: alpha ventus/Matthias Ibeler

In Deutschland gibt es für die Stromversorgung aus guten Gründen eine Mischung aus verschiedenen Energiequellen. Schließlich weht der Wind nicht immer, scheint die Sonne höchstens am Tag - um nur ein paar Einflussfaktoren bei den erneuerbaren Energien zu nennen. Aber man weiß auch, dass der Wind auf See beständiger weht.

Offshore-Windparks sind bedeutsam

Es gibt deswegen Windenergieanlagen im Meer, sogenannte Offshore-Windparks, die derzeit auch noch weiter ausgebaut werden. Schon allein dieser Ausbau trage wesentlich zur sicheren Stromversorgung bei, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) jüngst aufgrund der Auswertung von Wetterdaten erklärte.

Wenn man Windenergie an Land allein betrachtete, würde diese Energiequelle im Jahr durchschnittlich zu 23 Fällen von geringerer Produktion führen. Gering definiert der DWD die Fälle, an denen mehr als zwei Tage lang weniger als ein Zehntel der Anlagenkapazität geleistet wurde. Betrachte man die Windenergie, die auf See erzeugt wird, hinzu, so hätte man nur noch 13 Fälle. Zusammen mit der Solarenergie gesehen, gäbe es nur noch zwei solcher Fälle. Die erneuerbaren Energien ergänzen sich somit schon ganz gut.

Ein europäischer Stromverbund mit Potenzial

Ein europäischer Stromverbund, der über den kleinen grenzüberschreitenden Austausch hinausginge, könnte das durchaus schon geringe Ausfallrisiko nochmals um eine Zehnerpotenz verringern - von 2 auf 0,2 Fälle. Dies schlussfolgert der DWD aus den europaweit gesammelten Daten.

Denn allein die klimatischen Bedingungen sind von Region zu Region in Europa verschieden. Hinzu kommen unterschiedliche Energiequellen und unterschiedliche Bedarfe.

Zwar sei der Effekt an sich, den ein solcher Verbund bewirken könne, längst vermutet worden. Zum ersten Mal konnte er aber nun genau beziffert werden.

Nicht uninteressant ist dieses Einsparpotenzial auch vor dem Hintergrund der Kosten, die entstehen, um die Reserve allein abrufbereit zu halten. Wir, die Stromverbraucher, leisten uns diese Reserve. Insofern ist nicht nur gesamtwirtschaftlich betrachtet deswegen der Netzausbau schon wichtig. Auch die Stromverbraucher werden letztlich hieran interessiert sein.

Grenzüberschreitende Netzengpässe vermeiden

Wie schon Netzengpässe durch den deutsch-österreichischen Stromhandel in der Vergangenheit zeigten, spricht inzwischen alles für einen beschleunigten Netzausbau in Europa. Bis dahin soll der Stromhandel die tatsächlichen Netzkapazitäten berücksichtigen. Darauf einigten sich die Regulierungsbehörden der Länder. Diese Einigung wird einem nächsten Schritt auf Regierungsebene mit der EU-Kommission verhandelt. Ziel ist es, eine für alle europäischen Länder einheitliche Regelung zu schaffen, die der zum jeweiligen Zeitpunkt vorhandenen Netzkapazität Rechnung trägt.

Donnerstag, 8. März 2018

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