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Debatte über Essener Tafel

Merkel zollt Tafel-Bewegung Respekt

Die Kanzlerin setzt in der Debatte über das Vorgehen der Essener Tafel auf "gute Lösungen, die nicht bestimmte Gruppen ausschließen". Konkret entscheiden würden die Verantwortlichen vor Ort, so Regierungssprecher Seibert. Die Kanzlerin habe größten Respekt vor jedem, der ehrenamtlich in der Tafelbewegung arbeite.

23.02.2018, Essen: Lebensmittel werden in der Ausgabestelle der Essener Tafel einsortiert. Die Essener Tafel will keine nichtdeutschen Neukunden mehr aufnehmen. Ehrenamt Es sei gut, dass jetzt ein Runder Tisch in Essen Lösungen für die Tafel erarbeite, so der Regierungssprecher. Foto: picture alliance / dpa

Regierungssprecher Steffen Seibert ging am Mittwoch in der Regierungs-Pressekonferenz auf die Diskussion über das Vorgehen der Essener Tafel ein. Er stellte voran, dass die Kanzlerin immer wieder gesagt habe, dass die Millionen von Ehrenamtlichen, ob in sozialen Einrichtungen, in der Bildung oder im Sport, ein "wahrer Schatz unseres Landes" seien.

So habe Merkel "größten Respekt vor jedem, der ehrenamtlich in der Tafelbewegung arbeitet", erklärte Seibert. "Das sind Menschen, die mit großem Einsatz und mit Energie anderen Menschen auf eine sehr praktische Weise helfen."

Merkel telefoniert mit Essener Oberbürgermeister

Seibert wies auf ein Telefonat der Bundeskanzlerin mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen am Dienstag hin. Dabei habe sie sich von dem Oberbürgermeister die Situation genau schildern lassen. Für die Kanzlerin sei klar, dass sich in Essen ein "Druck" aufgebaut habe, mit dem die Tafelverantwortlichen jetzt umgehen müssten. Deshalb "ist es gut, dass jetzt an einem Runden Tisch in Essen Lösungen gefunden werden". An diesem sollen laut Seibert das Sozialdezernat der Stadt, Wohlfahrtsverbände und auch Migrantenorganisationen beteiligt werden.

Entschieden wird vor Ort

Der Regierungssprecher betonte, dass die Kanzlerin hoffe, "dass gute Lösungen gefunden werden, die nicht bestimmte Gruppen ausschließen". Andere Tafeln in anderen Städten hätten bei ähnlichen Problemen Maßnahmen getroffen, die vielleicht auch für die Essener Situation hilfreich seien. "Klar ist, das wird entschieden von den Tafelverantwortlichen vor Ort", betonte Seibert.

Die Debatte war aufgekommen nachdem die Essener Tafel angekündigt hatte, bis auf Weiteres nur noch Bedürftige mit deutschem Pass als neue Kunden aufzunehmen.

Mittwoch, 28. Februar 2018

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