Navigation und Service

Inhalt

Olympische Winterspiele 2018

Glänzende Bilanz des deutschen Teams

Bundesinnenminister de Maizière hat dem deutschen Olympia-Team "zu einem grandiosen Erfolg und Platz zwei im Medaillenspiegel" bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gratuliert. Mit 14 Gold-, zehn Silber- und sieben Bronzemedaillen waren es die erfolgreichsten Spiele für Deutschland seit der Wiedervereinigung.

Feuerwerk zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang Abschlussfeier: Für Team Deutschland waren es die erfolgreichsten Winterspiele seit der Wiedervereinigung. Foto: AFP/Getty Images/JAVIER SORIAN

"Es waren tolle Olympische Winterspiele! Wir wurden Zeuge großartiger Leistungen und Erfolge unserer Sportler, die wir so zum Teil ja gar nicht erwartet hatten", sagte der auch für Sport zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maizière. "Unser Ziel bei diesen Winterspielen war es ja, besser abzuschneiden als seinerzeit in Sotschi - das haben die Sportler wahrlich erreicht."

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird den deutschen Medaillengewinnern mit einem persönlichen Schreiben gratulieren. Merkel habe die Spiele "mit viel Spannung" verfolgt, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag, so wie sie das auch mit den Paralympics im März tun werde. Den südkoreanischen Gastgebern dankte die Kanzlerin für "harmonische und und friedliche Spiele".

31 Medaillen in 102 Wettbewerben

Mit insgesamt 31 Medaillen war Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang so erfolgreich wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. In 102 Medaillenentscheidungen haben deutsche Sportlerinnen und Sportler 14 Gold-, 10 Silber- und 7 Bronzemedaillen gewonnen. Die Deutsche Mannschaft belegt damit Platz zwei in der Nationenwertung - knapp hinter Norwegen. Insgesamt haben 154 Sportlerinnen und Sportler für Deutschland an den Wettkämpfen teilgenommen.

Zum erfolgreichen Abschluss der Spiele sagte der Minister: "Darauf dürfen wir erstmal stolz sein. Gleichzeitig dürfen wir uns jetzt aber auch nicht darauf ausruhen. Wir haben die Spitzensportreform in der vergangenen Legislaturperiode aus gutem Grund auf dem Weg gebracht. Der Anschluss an die Weltspitze darf hier nicht abreißen."

Hier eine Übersicht über die Medaillengewinne der deutschen Sportlerinnen und Sportler.

3.000 Sportler aus 92 Nationen

Insgesamt nahmen knapp 3.000 Sportler aus 92 Nationen an den Winterspielen teil. Sie kämpften in 15 Sportarten und 102 Wettbewerben um olympische Medaillen - darunter Biathlon, Eisschnelllauf und Skispringen.

Bei der Eröffnungsfeier am Freitag (9. Februar) trug der Nordische Kombinierer Eric Frenzel - Sportsoldat der Bundeswehr - die Fahne der deutschen Mannschaft. Erstmals hatte es für alle Sportinteressierten die Möglichkeit gegeben, per Internetabstimmung an der Entscheidung für den Fahnenträger mitzuwirken.

Die Paralympischen Spiele werden vom 9. März bis zum 18. März ebenfalls in Pyeongchang ausgetragen. Hier gibt es 80 Wettbewerbe bezogen auf 6 Sportarten. Offizielles Motto der Olympischen und Paralympischen Spiele ist "Passion.Connected" ("Leidenschaft.Verbunden").

Kurzinformation zu Südkorea:
Austragungsland der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018
Frühere Austragungen: Olympische und Paralympische Sommerspiele 1988 in Seoul
Lage: Südlicher Teil der koreanischen Halbinsel, Grenze zwischen Süd- und Nordkorea: etwa 38. Breitengrad
Einwohner: 50,6 Millionen
Hauptstadt: Seoul (10,2 Millionen Einwohner)
Staats- und Regierungsform: Republik mit Präsidialverfassung
Staatsoberhaupt: Präsident Moon Jae-in

Einsatz gegen Doping

Der Bundesinnenminister hatte im Vorfeld deutlich gemacht, wie wichtig das Eintreten für einen sauberen Sport ohne Doping sei. Zum 15-jährigen Bestehen der Nationalen Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) erklärte der auch für Sport zuständige Minister: "Uns allen muss klar sein: Doping ist Unrecht, Doping macht krank, Doping raubt dem Sport sein Fundament!"

Nach Ende der Spiele sagte de Maizière, dass es eine richtige Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees gewesen sei, Russlands Suspendierung wegen des Doping-Skandals vor der Schlussfeier nicht aufzuheben. "Es ist ein wichtiges und richtiges Signal", meinte de Maizière. "Ich erwarte jedenfalls nach dieser Entscheidung mehr denn je, dass Russland sich jetzt endlich mal klar positioniert, sich eindeutig zu den eigenen Fehlern bekennt und Konsequenzen zieht."

Die NADA ist zuständig für das Dopingkontrollsystem und die Präventionsarbeit. Ihre engmaschigen Kontrollmechanismen haben Deutschland zu einem der führenden Länder im Kampf gegen Doping gemacht. Jährlich führt die NADA ungefähr 15.000 Dopingproben durch.

Spitzensportförderung weiterentwickeln

Sportlicher Erfolg an der Spitze motiviert viele Menschen, selbst sportlich aktiv zu sein. Auch aus diesem Grund fördert die Bundesregierung den deutschen Spitzensport. Damit deutsche Sportler sich weiterhin international behaupten können, wurde gemeinsam mit dem DOSB eine Reform des Leistungssports und der Spitzensportförderung eingeleitet. Hierdurch soll verstärkt das Potential der einzelnen Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt rücken.

Schwerpunkte der Spitzensportförderung durch die Bundesregierung sind die Bundessportfachverbände und Olympiastützpunkte sowie die Bundesleistungszentren. Auch Baumaßnahmen für den Leistungssport werden unterstützt. Hierbei arbeitet das Bundesinnenministerium mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen. Bundespolizei, Bundeswehr und Zoll bieten mit der Spitzensportförderung jungen, hochtalentierten Sportlerinnen und Sportlern während ihrer leistungssportlichen Laufbahn besondere Möglichkeiten der Förderung.

Montag, 26. Februar 2018

Zusatzinformationen

Fakten zur Regierungspolitik

Weitere Informationen

Auswärtiges Amt

Heute aktuell:

  • EU-Bürgerdialog Europa als Schatz begreifen
  • Trockenheit in der Landwirtschaft Unterstützung für Viehbauern