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Staatsministerin für Kultur und Medien
Monika Grütters

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68. Internationale Filmfestspiele

Countdown für den Kampf um die Bären

385 Filme und eine halbe Million Filmfans: Heute startet die Berlinale. Unter den 19 Filmen im Wettbewerb sind vier deutsche Produktionen. Das Filmfest steht in diesem Jahr unter dem Eindruck der "MeToo"-Debatte. Staatsministerin Grütters unterstützt eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer aus der Kreativbranche.

Programme Die Hauptstadt im Bärenfieber: Donnerstagabend startete die Berlinale. Foto: Bundesregierung/Stutterheim

Die Berlinale ist mit mehr als 500.000 Kinobesucherinnen und -besuchern das größte Publikumsfilmfestival der Welt. Zum ersten Mal eröffnet sie mit einem Animationsfilm: Der amerikanische Filmemacher Wes Anderson - mit "Grand Budapest Hotel" selbst mit vier Oscars und einem silbernen Bären ausgezeichnet - feiert mit seinem neuesten Werk "Isle of Dogs" Weltpremiere.

Bei den Filmfestspielen werden unter anderem die Schauspieler Bill Muray, Tilda Swinton und Isabelle Huppert erwartet. Gerechnet wird auch mit dem britischen Singer-Songwriter Ed Sheeran. Im Dokumentarfilm "Songwriter" von Murray Cummings gewährt er Einblick in seine Lebens-, Arbeits- und Gefühlswelt.

Vier deutsche Beiträge im Rennen

Gezeigt werden insgesamt 385 Filme. In unterschiedlichen Kategorien können Besucher den Blick der Filmschaffenden auf die Welt erfahren. Dieses Jahr treten 19 Filme im Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären gegeneinander an. Vier davon wurden in Deutschland produziert.

In seinem Flüchtlingsfilm "Transit" erzählt Christian Petzold die Geschichte eines Exilschriftstellers auf der Flucht vor der deutschen Wehrmacht. Vorlage ist ein Roman von Anna Seghers. In "3 Tage in Quiberon" porträtiert Emily Atef Romy Schneider bei ihrem Aufenthalt in der Bretagne. Im Wettbewerb starten auch das Liebesdrama "In den Gängen" von Thomas Stuber und "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot" von Phillip Gröning.

Auch unter dem Eindruck von #MeToo

Auch Kulturstaatsministerin Grütters freut sich auf die deutschen Filme im Programm. "Kein anderes Filmfestival ist so politisch wie die Berlinale", so Grütters im Video. Hier stehe die künstlerische Auseinandersetzung mit den drängenden Themen unserer Zeit im Mittelpunkt.

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Im Fokus der Filmfestspiele steht natürlich der Kampf um die begehrten Goldenen und Silbernen Bären. Doch in diesem Jahr nimmt auch ein anderes Thema breiten Raum ein: Der Machtmissbrauch im Filmgeschäft und anderen Kulturbranchen. Unter dem Titel "Nein zur Diskriminierung" werden zum Beispiel kostenlos Beratungsangebote vermittelt.

Kulturwandel ist notwendig

Kulturstaatsministerin Grütters will eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer aus der Kreativbranche finanzieren. "Die Betroffenen brauchen einen geschützten Raum, in dem sie sich anonym und ohne Angst vor negativen Folgen offenbaren und beraten lassen können – auch rechtlich", sagte sie. Es gehe um ein asymmetrisches Machtverhältnis zwischen denen, die Aufträge und Rollen vergeben, und denen, die darauf angewiesen seien. Es ist gut, dass jetzt Schluss gemacht werde mit Angst und Schweigen.

"Wir brauchen hier einen Kulturwandel, an dem alle mitwirken! Gerade die Filmkunst selbst vermag es ganz wunderbar, den Blick für die Wirklichkeit zu schärfen und überholte Rollenbilder – und auch Weltbilder – ins Wanken zu bringen."

Ehrenbär für Willem Dafoe

Welche Filme am 24. Februar im Berlinale Palast ausgezeichnet werden, entscheidet eine internationale Jury unter dem Vorsitz von Regisseur Tom Tykwer. Mit Willem Dafoe steht ein Preisträger bereits fest. Der amerikanische Schauspieler wird für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Ehrenbären geehrt.

Der Schauspieler, der mit den besten Regisseuren der Welt zusammengearbeitet hat, war mehrfach im Berlinale-Wettbewerb vertreten. Auch nahm er bereits als Gast der Internationalen Jury am Festival teil.

Die Internationalen Filmfestspiele in Berlin werden vom Bund mit rund 7,7 Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin gefördert.

Donnerstag, 15. Februar 2018