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Gedenken an NS-Opfer

Sichtbar gegen Antisemitismus eintreten

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar hat Staatsministerin Grütters aufgerufen, sichtbar gegen Judenhass und Diskriminierung zum Beispiel auch von Sinti und Roma einzutreten: "Antisemitismus und Antiziganismus dürfen in unserem Land keinen Platz haben."

"Ich bin empört und es macht mich zornig, wenn in deutschen Städte offen Antizionismus und Judenhass wieder zur Schau gestellt werden können", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Im Bewusstsein der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen sei es wichtig, Angriffe auf unser demokratisches und historisches Selbstverständnis nicht zu dulden und gegen jegliche Form der Diskriminierung entschlossen einzutreten.

Aufklärung wichtiger denn je

Gerade in einer Zeit wachsender Hetze gegen Juden und den Staat Israel in Sozialen Medien, auf der Straße und in rechtspopulistischen Parteien sei Aufklärung über den Nationalsozialismus nötiger denn je. Grütters verwies auch auf den Erhalt authentischer Gedenkstätten und die Bedeutung pädagogischer Arbeit. "Je weniger Holocaust-Überlebende es gibt, die uns ihre Geschichte erzählen können, desto schwieriger wird die Annäherung an das Unfassbare."

Bundespräsident Roman Herzog hatte 1996 in Deutschland den 27. Januar als "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" eingeführt. An diesem Tag befreiten 1945 sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz. Seit 2006 wird weltweit der Opfer des Holocaust gedacht. Die jährliche Gedenkstunde im Bundestag findet in diesem Jahr am kommenden Mittwoch (31. Januar) statt.

Freitag, 26. Januar 2018