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Sharing Heritage

Startschuss für Europäisches Kulturerbejahr

Zum Auftakt des Europäischen Kulturerbejahres in Deutschland hat Kulturstaatsministern Grütters dazu eingeladen, "im Austausch über gemeinsame Wurzeln und Werte der Seele Europas nachzuspüren". Gerade junge Menschen sollten das Gemeinsame erfahren.

Auftaktveranstaltung mit Staatsministerin Moniko Grütters zum Europäisches Kulturerbejahr im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses Grütters: "Europas Offenheit für Vielfalt ist Ausdruck von Humanität.“ Diese Offenheit macht Europas Wertegemeinschaft im Kern aus." Foto: Michael Zapf

Wer sind wir? Und wenn ja wie viele? Die zweite Frage ist recht leicht zu beantworten: In Europa leben gut 500 Millionen Menschen. Aber was macht uns als Europäer aus? Worauf ist Europa aufgebaut? Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist die Antwort auf diese Fragen heute "drängender denn je", angesichts der vielerorts zu beobachtenden Erosion der europäischen Einigung.

Das Europäischen Kulturerbejahr, das Grütters in Hamburg eröffnet hat, bietet eine Chance, möglichen Antworten ein Stück näherzukommen. "Mit dem Europäischen Kulturerbejahr laden wir dazu ein, im Austausch über unsere gemeinsamen Wurzeln und Werte der Seele Europas nachzuspüren."

Auftaktveranstaltung mit Staatsministerin Monika Grütters zum Europäisches Kulturerbejahr im Großen Festsaal des Hamburger RathausesBild vergrößern Sharing heritage: Das Europäische Kulturerbejahr wird eingeläutet. Foto: Michael Zapf

Gemeinsames Kulturerbe im Blick

Mit dem Themenjahr rücken die EU-Mitgliedsstaaten das gemeinsame europäische Kulturerbe mit zahlreichen Veranstaltungen, Projekten und Initiativen in den Fokus der Öffentlichkeit.

Grütters ist überzeugt: "Nur als Wertegemeinschaft hat die Europäische Union eine Zukunft! Denn nur so weckt die europäische Idee jenen Enthusiasmus, der Europa vor einem Rückfall in Abschottung, Gewalt und Unfreiheit bewahren kann."

Erbe präsenter als gedacht

Das Themenjahr soll Millionen Europäerinnen und Europäern das Gemeinschaftliche und Verbindende ihrer Kultur ein Stück näher bringen und miteinander teilen lassen. Zu entdecken gibt es Vieles: Orte, Bauten und Denkmäler, die mit der europäischen Geschichte eng verknüpft sind, Wege, Werke, Kunstformen oder auch Schriften der europäischen Geistesgeschichte. Einen Überblick über die bislang 130 geplanten Projekte und Veranstaltungen bietet die Internetplattform www.sharingheritage.de.

Zielgruppe junge Menschen

Das Jahr solle insbesondere junge Menschen dazu bewegen, "unsere Geschichte zu ergründen und zu erfahren, was wir Europäerinnen und Europäer inzwischen geschafft haben", erklärte die Kulturstaatsministerin. "Es geht darum, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen."

Unter dem Motto "Sharing Heritage" – geteiltes Erbe – stehen im Kulturerbejahr Gebäude und Landschaften ebenso im Blickpunkt wie Bräuche und Sprachen. In Deutschland liegt der Schwerpunkt auf dem baulichen und archäologischen Erbe.

Schwerpunkt Baukultur und archäologisches Erbe

Das baukulturelle Erbe erinnere zum einen an Zeiten, in denen Fürstenhöfe und selbstbewusstes Bürgertum in den Städten um Architektur und Kunst miteinander wetteiferten. Zum anderen erinnere es an geistige Kämpfe und grausame Kriege - und daran, dass für die Verwirklichung der Idee eines geeinten Europas viel Trennendes überwunden werde, um Verbindendes sichtbar zu machen, so Grütters.

Aus dem Etat der Kulturstaatsministerin werden bundesweit 38 Projekte und Initiativen rund um das Europäische Kulturerbejahr 2018 unterstützt. Insgesamt stehen dafür 7,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm zum Themenjahr in Deutschland koordiniert das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz.

Montag, 8. Januar 2018