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Kulturerbejahr 2018

"Europa ist mein Zuhause"

2018 ist Europäisches Kulturerbejahr. Städte, Gemeinden und Regionen feiern Europas kulturellen Reichtum und das gemeinsame europäische Erbe. Der deutsch-spanische Schauspieler Daniel Brühl kennt diese Vielfalt seit Kindesbeinen. Als Kulturerbe-Botschafter 2018 will er auch andere dafür begeistern.

Daniel Brühl auf einer Premierenfeier. Daniel Brühl sieht sich selbst als "europäisches Gewächs". Der bekannte Schauspieler lebt in Berlin und Barcelona. Foto: picture alliance / dpa

Unter dem Motto "Sharing Heritage" – geteiltes Erbe – stehen im Kulturerbejahr Gebäude und Landschaften ebenso im Blickpunkt wie Bräuche und Sprachen. Viele dieser Facetten sind 2018 bei Veranstaltungen in ganz Europa Thema. Wir haben Kulturerbe-Botschafter Daniel  Brühl einige Fragen gestellt:

Herr Brühl, warum halten Sie dieses Themenjahr für wichtig?

Daniel Brühl: Ich selbst empfinde mich als europäisches Gewächs und wurde durch das europäische Kulturerbe geprägt. Das Kulturerbejahr lässt uns alle das Verbindende in Europa entdecken. Ich freue mich deshalb sehr darauf, als Botschafter an "Sharing Heritage" mitwirken zu können.

Was wollen Sie durch Ihre Botschafterrolle erreichen?

Brühl: Ich finde es wirklich wichtig, auf das Kulturerbe aufmerksam zu machen – aufzuzeigen, wo wir als Europäer herkommen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Mein Wunsch als Botschafter ist es, junge Menschen für dieses Thema zu interessieren.

Sie selbst sind Sohn einer Spanierin und eines Deutschen, Sie leben in Barcelona und Berlin. Welche Bedeutung hat Europa und sein Kulturerbe für Sie persönlich?

Brühl: Bei uns zu Hause war ein Miteinander zwischen Deutschen, Spaniern und Franzosen ganz normal. Ich habe mich immer ganz selbstverständlich als Europäer gefühlt. Europa ist mein Zuhause. Gerade die kulturelle Vielfalt, die Europa so einzigartig macht.

In den vergangenen Jahren wurden die Stimmen der EU-Kritiker lauter. Wie wollen Sie beim Europäischen Kulturerbejahr diejenigen Menschen erreichen, die der Europäischen Union skeptisch gegenüberstehen?

Brühl: Man muss sich darüber klar werden, dass wir uns in Europa miteinander entwickelt haben und eine gemeinsame kulturelle Vergangenheit haben. Gräben ziehen und Mauern bauen kann und darf keine Lösung sein.

Von "Verbotene Liebe" nach Hollywood: Daniel César Martín Brühl González ist ein deutsch-spanischer Schauspieler. Seine Karriere begann mit acht Jahren bei einem Vorlesewettbewerb. Nach ersten Engagements für das Fernsehen, darunter die bekannte Serie "Verbotene Liebe", gelang Brühl der Schritt auf die große Leinwand. Er spielte im deutschen Kassenschlager "Goodbye Lenin" genauso wie in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds". Seine schauspielerische Leistung in "Rush" brachte ihm eine Nominierung bei den amerikanischen Golden Globes ein. 

Donnerstag, 4. Januar 2018