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Europa erfahren

Spannende Ausstellungen für den Herbst

Wenn die Tage kürzer werden und die Freibadsaison zu Ende ist, beginnt wieder die Zeit der Museumsbesuche. Was viele nicht wissen: Ohne die EU wären viele Schauen gar nicht möglich.

Hygienemuseum Dresden - Blick in den Raum 'Der Gläserne Mensch' - Daueraustellung 'Abenteuer Mensch' Der Raum 'Der Gläserne Mensch' der Dauerausstellung 'Abenteuer Mensch' im Hygiene-Museum Dresden. Foto: Jörg Gläscher

Ein kostbares Gemälde bestaunen, ein altes Schiff erkunden, Kugelbahnen testen: Es gibt so vieles, was man in deutschen Museen erleben kann. Vieles davon wird mit Fördergeld aus Europäischen Struktur- und Investitionsfonds ermöglicht, beispielsweise dem Fonds für Regionale Entwicklung

EU fördert zahlreiche Kulturvorhaben

Aus diesem Fonds hat die Europäische Union zum Beispiel Geld für einen Anbau des preisgekrönten Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven bereitgestellt. Das Deutsche Technikmuseum in Berlin konnte dank des Europäischen Strukturfonds unter anderem seine Ausstellung "Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme" realisieren. Die Europäische Union beteiligt sich auch am Mathematikum in Gießen, einem naturwissenschaftlichen Museum zum Mitmachen. Das Hygiene-Museum in Dresden fördert die EU mit Mitteln aus dem Europäischen Integrationsfonds. Vier lohnenswerte Ausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen – perfekt für einen Besuch an einem regnerischen Herbsttag.

Mathematikum in Gießen

Ein Museum über Mathematik? Das klingt erst einmal abschreckend. Doch mit komplizierten Gleichungen müssen sich Besucher bestenfalls am Rande beschäftigen: Das Mathematikum ist ein Mitmach-Museum, hier können Besucher die Wissenschaft regelrecht erfahren. In einer riesigen Seifenblase dürfen sie zum Beispiel ein komplexes mathematisches Phänomen betrachten.

Interessierte können außerdem eine stabile Brücke aus einfachen Holzlatten bauen oder mit einer großen Kugelbahn experimentieren. Selbst Kinder zwischen vier und acht Jahren lernen in diesem Museum schon viel über Zahlen, Formen und Muster. Für sie gibt es das Mini-Mathematikum mit Knobeltisch und bunten Quadraten.

Das Mitmach-Museum hat montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Wochenende von 10 bis 19 Uhr. Wer sich das Mini-Mathematikum als Privatbesucher anschauen möchte, darf von Montag bis Freitag zwischen 15 und 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 19 Uhr vorbeikommen.

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Die Auswanderer stehen an der Kaianlage, sie brechen in ein neues Leben auf. Dann: Die Überfahrt. Betten stehen dicht an dicht, Platz für Privatsphäre gibt es kaum auf diesem Schiff. Schließlich ein langer, gelber Flur auf Ellis Island, er führt zu den Räumen der amerikanischen Einwanderungsbehörde. Hier hofften Anfang des 20. Jahrhunderts Millionen Menschen auf die Einreiseerlaubnis in die USA.

All diese Szenerien sind im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven abgebildet. Besucher können dort nachspüren, wie sich die Auswanderer bei ihrer Reise gefühlt haben müssen. Die Stationen der Emigration sind in dem Museum detailgetreu rekonstruiert: Neben den beschriebenen Szenen können Interessierte zum Beispiel ein Kino aus den 1950er Jahren und ein Antiquariat aus den 1970ern bestaunen. Auch die Geschichten einzelner Emigranten erzählt das Museum. Darüber hinaus ist es möglich, im Raum für Familienrecherche nach ausgewanderten Verwandten zu suchen.

Das Deutsche Auswandererhaus hat von März bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr und von November bis Februar täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Deutsches Technikmuseum Berlin

Der Museumsroboter Tim im Deutschen Technikmuseum ist ein echter Hingucker: "Drück auf den Wecker, dann zeige ich Dir die Ausstellung", steht auf dem Display auf Tims Brust. Hat eine kleine oder große Hand den Museumsroboter erst einmal geweckt, führt er den Besucher durch den Ausstellungsbereich "Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme". Viele spannende Ausstellungsstücke können Erwachsene und Kinder dort entdecken – vom Prototyp des ersten Festplatten-MP3-Players bis zum Unterseekabel einer Telegraphenstrecke.

Andere Ausstellungsbereiche behandeln zum Beispiel die Themen Zucker, Filmtechnik oder Kommunalverkehr. Darüber hinaus gibt es thematisch vielfältige Sonderausstellungen.

Das Deutsche Technikmuseum hat von Dienstag bis Freitag von 9 bis 17:30 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt es geschlossen.

Deutsches Hygiene-Museum Dresden

"Abenteuer Mensch" – so lautet das schlichte und umfassende Thema der Dauerausstellung des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden: Von Essen und Trinken über Sexualität bis Bewegung bilden die rund 1300 Exponate verschiedenste Facetten unseres Lebens ab. Wen die Geschichte von Gabel und Messer ebenso interessiert wie die Entwicklung von Schönheitsidealen, der ist in diesem Museum richtig.

Wechselnde Sonderschauen ergänzen die Dauerausstellung. Momentan geht es zum Beispiel um die Beziehung von Mensch und Haustier. Das Museum hat auch einen Kinderbereich, in dem es um unsere fünf Sinne geht. Dieser wird allerdings bis Ende März 2018 renoviert und bleibt solange geschlossen.

Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden hat von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Montag, 30. Oktober 2017

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