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Frankfurter Buchmesse

Literarische Vielfalt statt Populismus

Für Kulturstaatsministerin Grütters ist die diesjährige Frankfurter Buchmesse mit ihrem großen Literaturangebot Ausdruck von Pluralismus und Toleranz. Für diese Werte stünden Deutschland und Ehrengast Frankreich. Mittwoch verlieh Grütters den deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur.

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Francfort en francais: Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Foto: Bundesregierung/Kugler

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Dienstag die 69. Buchmesse in Frankfurt eröffnet. Ab heute treffen sich in der Main-Metropole Verleger, Autoren und Buchhändler, am Wochenende ist für jedermann geöffnet. Ehrengast ist in diesem Jahr Frankreich.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Kulturbereich: "Beiden Ländern liegt die Förderung der literarischen und verlegerischen Kultur am Herzen. Pluralismus, Offenheit, Toleranz und gesellschaftliche Teilhabe – dafür stehen Frankreich und Deutschland, dafür steht die Frankfurter Buchmesse". 

Kraft der Literatur gegen Populismus in Europa

Die diesjährige Buchmesse setze den rechtspopulistischen Tendenzen in Teilen Europas die Kraft der Kultur und der Literatur entgegen, so Grütters zum Auftakt der Buchmesse. Auch die Verleihung des Deutschen Buchpreises an Robert Menasse für sein Buch "Die Hauptstadt" sei ein wichtiges Zeichen für die europäische Idee. Für Grütters wird hier die politische Kraft guter Literatur erlebbar.

Franz-Hessel-Preis an Christine Wunnicke und Philippe Forest

Bei einem Rundgang am Mittwoch machte sich sich die Kulturstaatsministerin Grütters selbst ein Bild des breiten Angebots und sprach auch mit Verlegern. Am späten Nachmittag verlieh sie gemeinsam mit ihrer französischen Amtskollegin Ministerin Nyssen den deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur. Ausgezeichnet werden jeweils ein oder eine deutsch- und französischsprachiger Autor oder Autorin, deren Werke weitestgehend noch nicht übersetzt wurden. In diesem Jahr geht der Preis an Christine Wunnicke für ihr Werk "Der Fuchs und Dr. Shimamura" und an Philippe Forest für sein Buch "Crue".

Frankfurt auf Französisch

Ehrengastland Frankreich schickt neben seinem Präsidenten viele preisgekrönte Autoren nach Frankfurt. Darunter große Namen wie Michel Houellebecq, Yasmina Khadra oder Amélie Nothomb. "Francfort en français – Frankfurt auf Französisch" ist das Motto, unter dem sich das Gastland präsentiert.

Das französischsprachige Angebot auf der Buchmesse geht jedoch weit über die geographischen Grenzen Frankreichs hinaus: Mehr als 270 Millionen Menschen auf der Welt sprechen französisch, neben Frankreich auch im Maghreb, in Nordamerika, Afrika und Asien. Die daraus entstehende Vielfalt der Sprache soll in Frankfurt im Vordergrund stehen. 

Mittwoch, 11. Oktober 2017