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Staatsministerin für Kultur und Medien
Monika Grütters

Humboldt Forum Berlin

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Besuch auf der Baustelle des Humboldt Forum

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Verleihung des deutschen Musikautorenpreises

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Goethes "Faust" zur Wiedereröffnung

Vorhang auf in der neuen Staatsoper

Die Staatsoper Unter den Linden hat am Dienstag nach siebenjähriger Sanierung den Spielbetrieb wieder aufgenommen. "Wir bringen das Gesamtkunstwerk Oper in Berlins ältestem Opernhaus wieder aufs Schönste zum Klingen", freute sich Kulturstaatsministern Grütters bei der Premiere.

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, spricht bei der Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden. Grütters: Staatsoper ist ein Aushängeschild für die traditionelle Vielfalt der Musikstadt Berlin. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Zugleich sei das Haus "Aushängeschild für die traditionelle Vielfalt der Musikstadt Berlin", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede. Rund 1.400 Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren am Tag der Deutschen Einheit zur Wiedereröffnung der Staatsoper geladen, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Goethes Faust zur Premiere

Zur Wiedereröffnung inszenierte Intendant Jürgen Flimm die Komposition "Zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Szenen aus Goethes Faust" von Robert Schuman. Die musikalische Leitung des Werks für Solisten, Chor und Orchester übernahm Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, der schon im Vorfeld von der Akustik in der neuen Staatoper geschwärmt hatte. Das Bühnenbild für die Premiere gestaltete der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz.

Eines der weltweit modernsten Opernhäuser

Mehr als sieben Jahre erlebte das Haus die wohl aufwendigste Sanierung in seiner 275-jährigen Geschichte. So wurde unter anderem die Sicht für die Zuschauer verbessert und eine hochmoderne Bühnentechnik installiert. Nach Abschluss der Arbeiten gehöre die Staatsoper Unter den Linden auch mit Blick auf Ausstattung und Technik wieder zu den führenden Opernhäusern der Welt, sagte Grütters.

Staatsoper unter den Linden nach Umbau. 2017,Gordon Weltersphone +49 170 8346683e-mail: mail@gordonwelters.comhttp://www.gordonwelters.comBild vergrößern Nach der Wiedereröffnung bietet die Staatsoper unter den Linden Musikgenuss in prachtvollem Ambiente. Foto: www.GordonWelters.com

Die Kraft der Kultur

Die weltoffene Atmosphäre der Kulturmetropole Berlin präge das Bild Deutschlands insgesamt, so die Kulturstaatsministerin weiter. Auch die drei Opernhäuser seien "Orte, die der Weltoffenheit Raum geben". Ein Opernhaus könne keine Wunder bewirken, zweifellos aber könne die Kultur größere Kräfte entfalten als Politik und Wirtschaft.

Der Bund hat die Sanierung der Staatsoper mit insgesamt 200 Millionen Euro unterstützt. Für die Kulturstaatsministerin gibt es aber Dinge, die noch wichtiger sind als eine gute Ausstattung und modernste Technik. "Entscheidender sind ein begnadeter Dirigent, ein inspiriertes Orchester und betörende Stimmen in begeisternden Inszenierungen", so Grütters.

Endlich "wieder zu Hause"

Seit Herbst 2010 wurde das Gebäudeensemble im Herzen Berlins grundlegend renoviert. Neben dem Opernhaus wurde die Intendanz instandgesetzt. Auf dem Gelände des ehemaligen Magazingebäudes wurde zudem ein Probenzentrum errichtet, das unterirdisch mit dem Opernhaus verbunden ist. Wegen baulicher Schwierigkeiten verzögerte sich die Renovierung erheblich.

Im Juli ist die Staatsoper von ihrem Ausweichquartier, dem Schillertheater, in ihr angestammtes Haus umgezogen. Ganz fertig ist die Staatsoper allerdings noch nicht. Nach der Eröffnungswoche wird erstmal wieder geschlossen. Der reguläre Repertoire-Betrieb mit Opern, Balletten und Konzerten beginnt am 7. Dezember - auf den Tag genau 275 Jahre nach Eröffnung der damaligen "Königlichen Oper". Auch damals war das Haus bei der Eröffnung übrigens nicht ganz fertiggestellt.

Mittwoch, 4. Oktober 2017