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THW hilft in Florida

"So ein Einsatz ist keine Routine"

Nach dem Durchzug des Hurrikans "Irma" hilft die Bundesregierung in Florida mit einem "Krisenunterstützungsteam". Dazu gehören auch zehn Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks. Die Helfer seien gut vorbereitet, "Routine ist es für sie aber nicht", so THW-Pressesprecher Zanetti.

Hurrikan Irma wütete in Miami in Florida, Palmen knickten um, Boote schaukelten im Hafen hin und her.      Hurrikan "Irma" alarmierte auch deutsche Krisenhelfer. Foto: REUTERS/Carlos Barria

Am vergangenen Wochenende kam für das Technische Hilfswerk die Alarmierung. Für zehn ehren- und hauptamtliche Helfer hieß das: Schnell die Ausrüstung und ein paar persönliche Sachen packen. Um sich bereits am Montagabend auf den Weg in die USA machen zu können.

Die Helfer sind Teil eines "Krisenunterstützungsteams", das die Bundesregierung nach Florida entsendet hat. Hilfe nach dem Durchzug des Hurrikans "Irma" leisten neben dem THW Angehörige des Auswärtigen Amtes, der Bundeswehr und einer Berufsfeuerwehr.

Hilfe für gestrandete Touristen

Aufgabe des THWs vor Ort ist es, die deutsche Botschaft und das Generalkonsulat zu unterstützen. "Das können beispielsweise Lotsendienste an Flughäfen sein, wo gestrandete Touristen informiert werden müssen", berichtet THW-Pressesprecher Henning Zanetti. Die Helfer seien aber auch darauf vorbereitet, eine Kommunikations-Infrastruktur einzurichten oder im Falle beschädigter Gebäude bei baufachlichen Fragen zu beraten.

Große Erfahrung bei Naturkatastrophen

Henning Zanetti verweist auf die große Erfahrung des Technischen Hilfswerks bei Katastropheneinsätzen. So war das THW beispielsweise 2015 nach dem schweren Erdbeben in Nepal vor Ort. In den USA war das THW zuletzt 2005 nach dem Hurrikan "Katrina" mit etwa 130 Helferinnen und Helfern im Einsatz.

Bei aller Erfahrung: "Routine sind solche Einsätze nie", betont Sprecher Zanetti. Die Helfer seien gut vorbereitet. "Aber letztendlich ist es immer eine große Herausforderung. Die Kollegen im Einsatz und wir hier in Deutschland schauen immer genau auf die jeweilige Situation. Eine gewisse Gefahr ist in Katastrophengebieten immer dabei."

Zanetti weist aber darauf hin, dass die Helfer sensibilisiert seien. "Die Kollegen achten auf sich. Sie wollen ja schließlich helfen und sich nicht selbst in Gefahr bringen." In zwei Wochen erwartet das THW seine Einsatzkräfte in Deutschland zurück.

Das Auswärtige Amt hat Notfallnummern für von Hurrikan "Irma" Betroffene geschaltet. Die Bundesregierung steht in engem Kontakt mit den US-Behörden und hat vor Ort ihre Krisenkapazitäten hochgefahren. An der Botschaft Washington ist ein Krisenstab eingerichtet.

Dienstag, 12. September 2017

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