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OECD-Bildungsstudie 2017

Deutschland ist Spitze bei MINT-Bildung

Laut OECD hat Deutschland im internationalen Vergleich die höchste Studienanfänger- und Absolventenquote in MINT-Studiengängen sowie bei der Meister- und Technikerfortbildung. Mehr junge Erwachsene nehmen an Bildung und Ausbildung teil. Bildungssystem und Arbeitsmarkt sind gut aufeinander abgestimmt.

Auszubildende Elektrotechniker prüfen den Stromkreis einer Wechselschaltung. Deutschland belegt im internationalen Vergleich Spitzenplätze in der MINT-Bildung. Foto: ddp images/Philipp Guelland

"Der OECD-Bericht enthält gute Nachrichten für das Hightech-Land Deutschland", freute sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Die OECD hat die Studie "Bildung auf einen Blick 2017" in Berlin vorgestellt. Schwerpunkt der Studie ist die Fächerwahl für Studium und berufliche Bildung.

MINT-Fächer sind stark gefragt

Rund 35 Prozent der 25- bis 64-Jährigen haben einen tertiären Bildungsabschluss im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Das ist international Spitze. OECD-weit sind es durchschnittlich 25 Prozent. Zum tertiären Bildungsbereich zählen Studium, Meister- oder Technikerfortbildung. Außerdem entscheiden sich heute 40 Prozent der Anfänger im tertiären Bildungsbereich für ein MINT-Fach - 2015 waren es im OECD-Durchschnitt noch 27 Prozent. Damit liegt Deutschland auch hier im OECD-Vergleich an der Spitze.

Die Bundesregierung hat die Förderung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Diese Anstrengungen hätten sich gelohnt, erklärte Wanka.

Wichtig ist es, das Interesse von Frauen an einer technischen Berufsausbildung weiter zu fördern. Die Anfängerinnenquote liegt derzeit bei 28 Prozent. Diese Zahl zu steigern, dafür engagieren sich 240 Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im nationalen MINT-Pakt.

Hohe Beschäftigung – auch dank beruflicher Bildung

"Die deutsche Innovationsstärke beruht auf einem starken Bildungssystem", so Ministerin Wanka weiter. Bildungssystem und Arbeitsmarkt sind in Deutschland laut Studie besonders gut aufeinander abgestimmt. Eine besondere Rolle spielt hier die berufliche Bildung. Die meisten Auszubildenden werden nach der Ausbildung direkt in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen.

86 Prozent der jungen Erwachsenen mit einem Berufsabschluss sind erwerbstätig. Von denjenigen mit einem tertiären Abschluss sind es sogar 87 Prozent. Die Erwerbslosenquote bei den 25- bis 34-Jährigen ist mit 4,2 Prozent die niedrigste im internationalen Vergleich.

Berufsausbildung bei jungen Menschen gefragt

Die Zahl der 20- bis 24-Jährigen, die keine Ausbildung machen, ist seit 2000 stark zurückgegangen. Immer mehr junge Menschen absolvieren eine berufliche Ausbildung. Ihre Bildungsbeteiligung ist auf insgesamt 53,5 Prozent angestiegen.

"Die berufliche Bildung schafft ebenso wie die akademische Bildung verlässlich individuelle Chancen und Lebensperspektiven", betonte Wanka. Studium und berufliche Bildung seien gleichwertig. Es sei heute möglich, nach einer beruflichen Ausbildung auch ohne Abitur zu studieren. Genauso können Studienabbrecher sich beruflich weiterqualifizieren. Bei der Durchlässigkeit der Ausbildungswege seien Bund, Länder und Wirtschaft gut vorangekommen. Auch künftig käme es darauf an, mehr Leistungsschwächeren den Einstieg in eine Ausbildung zu ermöglichen.

2015 vereinbarten die weltweit führenden Politiker Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Völkergemeinschaft. Eines der Ziele lautet, eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und lebenslanges Lernen für alle zu fördern. Die Entwicklungsziele legen eine weltweit gültige Agenda fest. Sie unterscheiden nicht zwischen reichen und armen Ländern. Es gibt konkrete Vorgaben und Indikatoren dafür, was die Länder bis 2030 erreichen sollen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(OECD) arbeitet mit ihren 35 Mitgliedsländern und weiteren Partnerländern daran, diese Ziele zu erreichen. Um die Fortschritte zu messen, erhebt die OECD jährlich Bildungsdaten aus den Ländern.

Montag, 11. September 2017

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