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Bürgerschaftliches Engagement

Ehrenamt stärkt die Demokratie

"Engagement macht unsere Demokratie stärker", erklärte Bundesfamilienministerin Barley zur Eröffnung der 13. Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Sie dankte den zahlreichen Menschen, die sich freiwillig engagieren und für das Gemeinwohl einsetzen.

Geflüchtete mit einem Erzieher bei gemeinsamen Gartenarbeiten im Gartenprojekt "Garten der Hoffnung" in Berlin Ob beim interkulturellen Gartenprojekt oder als Trainerin im Fußballverein - Engagement hat viele Gesichter. Foto: Judith Affolter

Über 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in Deutschland freiwillig für gesellschaftliche Belange. Für Bundesfamilienministerin Katarina Barley ein starkes Signal: "In Deutschland gibt es eine lebendige und innovative Zivilgesellschaft", betonte Barley zum Auftakt der diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Das Ehrenamt sei ein unverzichtbarer Grundpfeiler der Demokratie. "Durch ihre Arbeit stärken sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und tragen zur hohen Lebensqualität in unserem Land bei", betonte die Ministerin.

Seit 2004 würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit der Woche des bürgerschaftlichen Engagements die Arbeit der freiwillig Engagierten für einen guten Zweck. Innovative Projekte und Beispiele aus Bildung, Kultur, Sport, Umweltschutz, Gesundheit oder Migration präsentieren sich bundesweit zeigen so die Vielfalt des Engagements.

Unerlässlich für die Gesellschaft

"Die vielen Beispiele unserer Aktionswoche machen deutlich: Engagement macht stark! – uns selbst als engagierte Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Gesellschaft", betonte Thomas Röbke, Vorsitzender des Sprecherrates Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement. Darum wolle die Aktionswoche nicht nur die Vielfalt des Engagements sichtbar machen, sondern auch "ermutigen, anregen und Danke sagen". Es lohne, sich zu engagieren, so Röbke.

Auch in diesem Jahr unterstützen vier Engagement-Botschafterinnen und Botschafter die Aktionswoche. Mit ihrem Einsatz werben Jan Duensing von der Initiative "Feiner Fußball", Farsaneh Samadi von der Initiative Mehrsprachigkeit, Nana Schön von "Jugend hackt" und Elena Tzara vom Verein Foodsharing für Engagement und Ehrenamt.

Ehrenämter sind vielfältig

Familienministerin Barley hatte im Vorfeld der Aktionswoche am Donnerstag ein Hospiz sowie eine Initiative, die Neu-Berliner als Freiwillige an soziale Projekte vermittelt, besucht. Im Hospiz Lazarus in Berlin betonte Barley, wie wichtig Ehrenamtliche auch in diesem Bereich seien: "Mit ihrer lebensbejahenden Unterstützung schaffen ehrenamtlich Engagierte für Angehörige und Betroffene die Möglichkeit, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen."

Beeindruckt zeigte sich die Ministerin auch von der Initiative "Give something back to Berlin". Mit Hilfe dieses Plattform haben bereits mehr als 15.000 Freiwillige aus 65 Ländern soziale Projekte in Berlin umgesetzt. "Sie zeigen, was möglich ist, wenn wir alle mit anpacken", lobte die Ministerin.

Bundesregierung unterstützt ehrenamtliches Engagement

Und das Engagement in Deutschland wächst: Immer mehr Menschen sind generell bereit, sich zu engagieren, um anderen zu helfen. Je nach Definition des Begriffes engagieren sich bereits heute 44 Prozent der Menschen in Deutschland ehrenamtlich. Das sind gut zehn Prozent mehr als noch vor fünfzehn Jahren. 50 Prozent derjenigen, die sich noch nicht engagieren, sind dazu laut Engagement-Bericht der Bundesregierung prinzipiell bereit.

Die Bundesregierung fördert mit verschiedenen Programmen bürgerschaftliche Projekte und stärkt so das ehrenamtliche Engagement. Zudem gibt es verschiedene Freiwilligendienste, die der Bund ebenfalls finanziell fördert.

Freitag, 8. September 2017

Zusatzinformationen

Engagementbericht der Bundesregierung

Heute aktuell:

  • Rohingya-Minderheit Humanitäre Hilfe für Menschen in Myanmar
  • Podcast Merkel: Ohne UNO eine schlechtere Welt
  • Erneuter Raketentest Nordkoreas Sanktionen konsequent umsetzen