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56. Jahrestag des Mauerbaus

Kulturstaatsministerin gedenkt Maueropfern

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum 56. Jahrestag des Mauerbaus hat die Kulturstaatsministerin an das Leid durch die innerdeutsche Teilung erinnert. "Der Opfer von Mauer, Teilung und staatlicher Repression zu gedenken, bleibt elementarer Bestandteil unserer gesamtstaatlichen Erinnerungskultur", betonte Grütters.

Vertreter aus Politik und Gesellschaft legen eine Schweigeminute für die Opfer des Mauerbaus ein.			Schweigeminute für die Opfer des Mauerbaus. Foto: Stiftung Berliner Mauer

In der Kapelle der Versöhnung gedachte die Kulturstaatsministerin mit dem Berliner Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer, zahlreichen Zeitzeugen und weiteren Vertretern aus Politik und Gesellschaft den Opfern der deutschen Teilung. Organisator der zentralen Gedenkveranstaltung zum 56. Jahrestag des Mauerbaus war die Stiftung Berliner Mauer in Berlin.

"28 Jahre lang war die Berliner Mauer das weltbekannte Symbol der Gnadenlosigkeit des SED-Regimes", sagte Kulturstaatsministerin Grütters. Sie betonte: "Die Arbeit der Gedenkstätten und Zeitzeugen hat ebenso wie die wissenschaftliche Aufarbeitung einen entscheidenden Anteil daran, dass heute vor allem jungen Menschen ohne eigene Diktaturerfahrung die Werte Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit vermittelt werden."

Mindestens 140 Menschen starben an der Berliner Mauer

17 Schülerinnen und Schüler der Marienschule Hildesheim lasen die Biografie von Czeslaw Jan Kukuczka vor. Stellvertretend für die Todesopfer der Berliner Mauer belege dieser tragische Fall die internationale Bedeutung der Mauer als Symbol des Kalten Krieges, teilte die Stiftung Berliner Mauer mit.

Am 29. März 1974 erschossen Beamte des Ministeriums für Staatssicherheit Kukuczka bei seiner Ausreise am Grenzübergang Bahnhof Friedrichsstraße hinterrücks, nachdem er zuvor ein Visum für West-Berlin beantragt und auch erhalten hatte. Der tödliche Schuss in den Rücken des polnischen Staatsbürgers blieb strafrechtlich ungesühnt. Erst im vergangenen Jahr wurde Kukuczka als 139. Mauertoter zwischen 1961 und 1989 bekannt.

Am 13. August 1961 riegelte die DDR ihre Staatsgrenzen mit Stacheldraht und Mauern ab, um anhaltenden Fluchtbewegungen entgegenzuwirken. Mit dem Mauerfall 1989 kam es zum Ende der DDR und zur deutschen Wiedervereinigung.

Der Opfer gedenken

Ein polnisches Streichertrio begleitete die Gedenkveranstaltung musikalisch. Im Anschluss an den Gottesdienst legten die Gäste am Denkmal an der Gedenkstätte Bernauer Straße Kränze in Erinnerung an die Verstorbenen nieder. Kulturstaatsministerin Grütters richtete die Schleife am BKM-Kranz, um anschließend schweigend den Opfern für einige Sekunden zu gedenken.

Die Stiftung Berliner Mauer umfasst die Standorte Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Ihre Aufgabe ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegung aus der DDR zu dokumentieren und zu vermitteln. Die Stiftung wird von Bund und Land etwa zur Hälfte finanziert. Die diesjährige Förderung aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro.

Sonntag, 13. August 2017

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