Navigation und Service

Inhalt

Merkel zu Nordkorea-Konflikt

Warnung vor Militär-Einsatz

Eine Eskalation der Sprache im Konflikt um Nordkorea sei "die falsche Antwort" und trage nicht zu einer Lösung bei. Das sagte Bundeskanzlerin Merkel am Freitag in Berlin und betonte: "Ich sehe auch keine militärische Lösung dieses Konfliktes".

Die richtige Antwort auf den Nordkorea-Konflikt sei "beständige Arbeit" an einer friedlichen Lösung, wie sie im UN-Sicherheitsrat geleistet werde, so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wichtig sei dabei eine "sehr enge Kooperation der betroffenen Länder", also vor allem der USA, Chinas, Japans und Südkoreas. Deutschland werde bei den bestehenden "Lösungsmöglichkeiten nichtmilitärischer Art sehr intensiv mit dabei sein", bekräftigte die Kanzlerin.

"Unvorstellbare Risiken"

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte zuvor in der Regierungspressekonferenz betont, dass eine militärische Eskalation der Krise auf der koreanischen Halbinsel "unvorstellbare Risiken" berge. "Was wir brauchen, sind einmütige, politische und diplomatische Bemühungen der Weltgemeinschaft." Der Ort dafür sei der UN-Sicherheitsrat.

Pjöngjang in der Verantwortung

Die nordkoreanische Regierung verstoße massiv gegen das Völkerrecht, erklärte Seibert. "Ohne die nukleare Aufrüstung Nordkoreas wäre es zu der gegenwärtigen Situation nicht gekommen." Es liege daher auch in der Verantwortung Pjöngjangs, diese Situation nun wieder zu ändern, so der Regierungssprecher.

Die Signale der südkoreanischen Regierung von Donnerstag (10. August), Nordkorea erneut einen Dialog anzubieten, begrüße die Bundesregierung ausdrücklich.

Bedrohung für den Frieden

Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer hatte am Mittwoch in der Regierungspressekonferenz erklärt: "Die immer neuen nuklearen Drohungen und Drohgebärden der nordkoreanischen Führung sind eine ernsthafte Bedrohung des Friedens in der Region und weit darüber hinaus."

Mit dem jüngsten Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats habe die internationale Gemeinschaft in der vergangenen Woche "die unvermeidlichen Konsequenzen aus dem Vorgehen Pjöngjangs gezogen".

Freitag, 11. August 2017

Zusatzinformationen

Auswärtiges Amt zu UN-Sanktionen

Heute aktuell:

  • Nordkorea Neue Sanktionen der EU
  • Gabriel bei UN-Generalversammlung Fairer Interessenausgleich aller Nationen
  • Abkommen vorläufig in Kraft CETA bringt große Vorteile für EU