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Kultur Persiens in der Bundeskunsthalle

Ab in den Garten

Nur noch wenige Tage läuft die groß angelegte Ausstellung der Bundeskunsthalle in Bonn über persische Frühkulturen. In den ersten drei Monaten kamen rund 70.000 Besucher. "Das liegt weit über unseren Erwartungen" freute sich Intendant Wolfs. Auf gute Resonanz stößt auch der Persische Garten auf dem Museumsplatz.

Ausstellung: 'Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste' in der Bonner Bundeskunsthalle. 'Der Persische Garten. Die Erfindung des Paradieses'. Passende Ergänzung zur Ausstellung: Der persische Garten - die Erfindung des Paradieses. Foto: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland / Sibylle Pietrek, 2017

Unter dem Titel "Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste" führt die Schau in Bonn Interessierte noch bis 20. August an den Ursprung des früheren Persiens. "Eine Reise in eine der ältesten Hochkulturen der Welt", hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Eröffnung im April erklärt.

Für Grütters ist die Schau "ein Meilenstein in den deutsch-iranischen Kulturbeziehungen." Nach jahrelanger Vorarbeit hat die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem National Museum of Iran in Teheran und der Iranian Cultural Heritage, Handicrafts and Tourism Organization eine Persien-Ausstellung auf die Beine gestellt, die ihresgleichen sucht.

Zeugnisse einer ganz eigenen Bildsprache

Besuchermagneten sind besonders die prachtvollen Schmuckstücke aus den Gräbern zweier elamischer Prinzessinnen und die Steingefäße aus den Gräberfeldern von Jiroft, die erstmals außerhalb Irans ausgestellt werden.

Die Exponate zeigen eindrucksvoll die Mythenwelt der iranischen Völker. Auf prachtvoll verzierten irdenen Gefäßen kämpfen Tiere gegen Fabelwesen. Motive aus der Tierwelt mit Schlangen und Geiern schmücken die Funde. Die Stücke sind Zeugnisse präziser Naturbeobachtungsgabe. Ringsherum von Bergen umgeben, konnte sich diese originelle Bildsprache im Iran erhalten.

"Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat." (Persisches Sprichwort)

Entspannen im Paradies

Fast eine eigene Ausstellung ist der Persische Garten auf dem Museumsplatz. Umströmt vom zarten Duft orientalischer Pflanzen können die Gäste in einem Wechselspiel von Licht und Schatten, Ornamenten und Wasserspielen verweilen. Das Ensemble ist einem persischen Garten nachempfunden, wie er früher in den Innenhöfen prachtvoller Paläste zu finden war. In Iran gehören gleich mehrere Gärten und Gartenanlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn ist eine Einrichtung des Bundes und wird zu 100 Prozent aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin gefördert.

Mittwoch, 9. August 2017

Zusatzinformationen

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