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Klimaschutz weltweit

Engagement für ein intaktes Ökosystem

Die Folgen des Klimawandels sind weltweit spürbar. Besonders ärmeren Ländern fehlen häufig die Gelder oder das technische Wissen für effektiven Klimaschutz. Deshalb hat die Bundesregierung vor einigen Jahren die Internationale Klimaschutzinitiative ins Leben gerufen.

Bamboo Hut in Lush Rainforest Auf der philippinischen Insel Panay fördert das Bundesumweltministerium den Schutz des Tropenwaldes. Foto: Paul A. Souders/Corbis/VCG/Getty Images

Seit 2008 fördert das Bundesumweltministerium (BMUB) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Gefördert werden Projekte zum Klimaschutz und zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Treibhausgas-Ausstoß weltweit senken

Ziel ist, den Treibhausgas-Ausstoß in den Projektländern zu senken. Artenreiche Landschaften sollen erhalten werden. Für die Förderung gibt es folgende Kriterien: Die Projekte müssen innovativ und nachhaltig sein, Perspektiven für eine kohlenstoffneutrale Entwicklung eröffnen und den Natur- und Artenreichtum schützen. Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass die Lebensverhältnisse in den Partnerländern verbessert werden sollen.

Gemeinsam mit Partnerländern setzt sich die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des BMUB für Klima- und Biodiversitätsschutz ein. Seit ihrer Gründung konnten mehr als 500 Klima- und Biodiversitätsprojekte auf den Weg gebracht werden. Seit 2008 wurden fast 2,3 Milliarden Euro investiert. Die Gelder für den internationalen Klima- und Biodiversitätsschutz sind seit Gründung des Programms stetig gewachsen. So standen 2008 rund 170 Millionen Euro für laufende Projekte zur Verfügung. 2014 waren es bereits 318 Millionen Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die KfW-Entwicklungsbank, Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstitute, Stiftungen und private Unternehmen betreuen die Projekte.

Investitionen in den Klimaschutz

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat in den vergangenen zwei Jahren die IKI-Projekte mit 870 Millionen Euro unterstützt. In diesem Jahr wurden bisher rund 194 Millionen Euro zugesagt. Die Förderung des internationalen Klimaschutzes durch die Bundesregierung seit 2015 summiert sich somit auf mehr als eine Milliarde Euro. Diese Zahlen und weitere Informationen finden sich im Jahresbericht der "Internationalen Klimaschutzinitiative" (IKI) 2015/2016 des BMUB.

Was wird gefördert?
Die IKI konzentriert sich in ihrer Arbeit auf vier Förderbereiche:
- Minderung von Treibhausgasemissionen,
- Anpassung an die Folgen des Klimawandels,
- Erhalt natürlicher Kohlenstoffsenken und
- Schutz der biologischen Vielfalt.

Wälder als wichtige Kohlenstoffspeicher

Mit dem Geld unterstützt das BMUB 30 Staaten bei der Umsetzung ihrer nationalen Klimaschutzbeiträge. Seit Januar 2014 fördert es etwa mit bis zu vier Millionen Euro den Schutz des letzten verbleibenden Tropenwaldes in den Bergen der Insel Panay in den Philippinen. Illegaler Holzeinschlag und Brandrodungen gefährden den Wald auf Panay mit seiner großen biologischen Vielfalt. Im Rahmen des Vorhabens verbessern die Projektpartner die Landnutzungsplanung, forsten ausgewählte Gebiete auf und führen nachhaltige Agroforstwirtschaft ein.

Nahrung und sauberes Trinkwasser

Durch diese Maßnahmen können die biologische Vielfalt im Projektgebiet und der Wald als wichtiger Kohlenstoffspeicher erhalten werden. Ein intaktes Ökosystem hilft den Menschen vor Ort zudem, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Es liefert Nahrung, sauberes Trinkwasser und andere wichtige Rohstoffe für die zum Großteil indigene Bevölkerung.

Der Erhalt von Wäldern weltweit ist wichtig und wertvoll. Denn Wälder bieten nicht nur Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere, sondern sind auch natürliche Kohlenstoffsenken. Die Bäume binden schädliche Kohlenwasserstoffe aus der Atmosphäre und senken damit deren Gesamtmenge. So gehen Klima- und Naturschutz Hand-in-Hand.

Montag, 7. August 2017

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