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Eurobarometer

Vertrauen in die Europäische Union wächst

Die Zahlen des neuestes Eurobarometer beweisen: Eine wachsende Mehrheit der Deutschen und der Europäer schätzt die Zukunft der Europäischen Union positiv ein. Das Vertrauen in die EU ist auf dem höchsten Stand seit 2010. Die Unterstützung für den Euro ist so hoch wie seit 2004 nicht mehr.

Pro Europa Demo auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln. Das Eurobarometer zeigt: Europäer sehen die Zukunft der EU und die Wirtschaftslage wieder optimistischer. Foto: Karsten Schoene/laif

Das Vertrauen in die EU nimmt weiter zu. Es liegt derzeit bei 42 Prozent. Im Herbst 2016 waren es noch 36 Prozent, das Jahr zuvor 32 Prozent. Am stärksten stieg es in Frankreich (41 Prozent, +15 Punkte), Dänemark (56 Prozent, +11 Punkte) und Estland (55 Prozent, +11 Punkte). Auch in Deutschland gab es einen Zuwachs von zehn Punkten auf 47 Prozent.

Die meisten Europäer blicken optimistisch auf Europa

59 Prozent der Deutschen und 56 Prozent der Europäer sehen die Zukunft der EU optimistisch – ein Anstieg von sechs Prozentpunkten gegenüber 2016. Am optimistischsten sind die Iren (77 Prozent). Der deutlichste Anstieg ist in Frankreich (55 Prozent, +14 Punkte seit Herbst letzten Jahres), Dänemark (70 Prozent, +13 Punkte) und Portugal (64 Prozent, +10 Punkte) zu verzeichnen.

Im Mai diesen Jahres wurden für das Eurobarometer 33.180 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern persönlich befragt.

Mit der Flash-Eurobarometer-Umfrage 450 "Zukunft Europas - Meinungen außerhalb der EU" wurden im vergangenen Februar Telefoninterviews geführt. Daran teil nahmen 11.035 Personen aus elf Ländern außerhalb der EU, darunter China, Russland, die USA und die Türkei.

Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Europäer fühlen sich als Bürgerinnen und Bürger der EU. Das ist der höchste je gemessene Wert für diesen Indikator. In Deutschland sind es 82 Prozent der Befragten. Dieser Wert wird nur von Luxemburg übertroffen. Hier sehen sich 89 Prozent der Bevölkerung als EU-Bürger.

Starke gemeinsame Währung und große Herausforderungen

Im Euro-Raum unterstützen mit 73 Prozent fast drei Viertel der Befragten den Euro. Das ist der höchste Wert seit Herbst 2004. In Deutschland und fünf weiteren Ländern – Slowakei, Estland, Irland, Slowenien und Luxemburg – beträgt die Zustimmung 80 Prozent und mehr.

44 Prozent der Befragten in der gesamten EU sehen im Terrorismus die größte Herausforderung - in Deutschland 34 Prozent. Die Zuwanderung, seit Frühjahr 2015 als eines der größten Probleme genannt, steht EU-weit auf dem zweiten Platz (38 Prozent, -7 Punkte). In Deutschland liegt der Wert bei 40 Prozent.

Auch die Welt blickt positiv auf die EU

Erstmals untersuchte das Eurobarometer auch in elf Nicht-EU-Ländern die Meinung über die EU. Ergebnis: In China, Indien und den USA haben mindestens drei Viertel der Teilnehmer eine positive Meinung zur EU.

94 Prozent in Brasilien, 84 Prozent in China, 83 Prozent in Indien, 76 Prozent in Japan, 79 Prozent in Kanada, 75 Prozent in den USA, 67 Prozent in Australien und 54 Prozent in der Türkei denken positiv über die EU. Dagegen haben die Befragten in Russland, Norwegen und in der Schweiz eher gemischte Gefühle. Hier haben nur 43 bis 46 Prozent ein positives Bild von der EU.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die EU in den betreffenden Drittländern generell als "Ort der Stabilität in einer unruhigen Welt" wahrgenommen wird. So teilen in Indien 82 Prozent diese Einschätzung, in der Türkei 49 Prozent, während in Russland nur 33 Prozent der Aussage zustimmen und 61 Prozent gegenteiliger Auffassung sind.

Donnerstag, 3. August 2017