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Arbeitsmarkt im Juli

Große Nachfrage nach neuen Mitarbeitern

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Juni auf 44,38 Millionen geklettert. Gleichzeitig suchen Arbeitgeber händeringend neue Mitarbeiter. Die Nachfrage stieg im Juli auf den höchsten Stand seit 2005. Allein bei der Bundesagentur für Arbeit sind 750.000 offene Stellen gemeldet.

Kinder und Erzieherin Auch Kitas und Schulen suchen Personal: Die Nachfrage nach Erzieherinnen und Lehrkräften ist groß. Foto: Darius Ramazani

"Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in ausgezeichneter Verfassung und sehr aufnahmefähig. Die Beschäftigung steigt weiter an", sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften sei ungebrochen. Allein bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind 750.000 offene Stellen gemeldet.

Im Juni waren 44,38 Millionen Menschen erwerbstätig - 46.000 mehr als im Vormonat und 670.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Juniwerte für die Entwicklung der ErwerbstätigkeitBild vergrößern Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland – Juniwerte in Millionen gerundet (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Foto: Bundesregierung

Mehr sozialversicherungspflichtige Anstellungen

Zusätzliches Plus: Laut Bundesagentur für Arbeit geht die steigende Erwerbstätigkeit einher mit mehr sozialversicherungspflichtigen Anstellungen. An der Spitze stehen Jobs bei qualifizierten Unternehmensdienstleistern, in der Pflege- und der Sozialbranche.

Insgesamt 32,14 Millionen Menschen waren im Mai sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 75.000 mehr als im April. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 744.000 mehr reguläre Jobs.

Suche nach Mitarbeitern boomt

Wegen der anhaltend guten Konjunktur suchen die deutschen Arbeitgeber händeringend neue Mitarbeiter. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit stieg im Juli auf den höchsten Stand seit Anfang 2005.

750.000 offene Stellen waren im Juli bei der BA gemeldet - 11.000 mehr als im Juni und 76.000 mehr als vor einem Jahr.

In allen Branchen werden mehr Arbeitskräfte gesucht als vor einem Jahr. Vor allem im Öffentlichen Dienst, für Erziehung und Unterricht wird mehr Personal benötigt. Aber auch im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, von unternehmensnahen Dienstleistern und am Bau suchen Firmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Sommer steigt die Zahl an Arbeitslosen

Wie im Sommer üblich, stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juli gegenüber dem Vormonat um 45.000. Ohne jahreszeitliche Einflüsse waren es dagegen 9.000 weniger.

Insgesamt gab es im Juli 2,158 Millionen Arbeitslose - 143.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,6 Prozent.

Unterbeschäftigt - das sind Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie kurzfristig Arbeitsunfähige - waren rund 3,5 Millionen Menschen. Ihre Zahl sank um 53.000. Vor allem Flüchtlinge nehmen an Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt teil.

Die Juliwerte zum ArbeitsmarktBild vergrößern Arbeitslosenzahl im Juli - in Millionen gerundet (Quelle: Bundesagentur für Arbeit) Foto: Bundesregierung

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen dauert länger

Die Zahl der regulär Beschäftigten Zuwanderer stieg im Mai um 263.000 oder 14 Prozent. Allerdings werde es auch bei schneller Arbeitsmarktintegration immer arbeitslose Migranten geben, stellt die BA in ihrem Monatsbericht zum Arbeitsmarkt fest. Im Juli waren 34.000 oder neun Prozent der zugewanderten Menschen arbeitslos.

Die Arbeitslosmeldung von Geflüchteten ist ein erster Schritt zur Integration in den Arbeitsmarkt. Der Integrationsprozess wird aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und formalen Qualifikationen längere Zeit dauern. Die Arbeitslosigkeit von Personen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien - stieg im Juli im Vorjahresvergleich um 38.000 oder 24 Prozent. Insgesamt wurden im Juli 492.000 Flüchtlinge als Arbeitsuchende, davon 185.000 als Arbeitslose von einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter betreut.

Dienstag, 1. August 2017

Zusatzinformationen

Pressemitteilung der Bundesarbeitsministerin

Bundesagentur für Arbeit

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