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Tod von Nobelpreisträger Liu

Mutiger Kämpfer für Bürgerrechte

Bundeskanzlerin Merkel hat ihre Anteilnahme am Tod des chinesischen Menschenrechtsaktivisten Lui Xiaobo ausgedrückt. Sie würdigte sein Lebenswerk und nannte ihn einen mutigen Kämpfer für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit.

Menschen legen Blumen nieder vor Foto Lius am Nobel-Friedenszentrum. Am Nobel-Friedenszentrum in Oslo legen Menschen Blumen nieder. 2010 hatte Liu den Friedensnobelpreis erhalten. Foto: AFP/Getty Images

Regierungssprecher Steffen Seibert hob hervor, dass Liu Xiaobo für viele in China und außerhalb ein "Hoffnungsträger" gewesen sei. "Sein stets gewaltfreier Einsatz für Demokratie und Menschenrechte hat ihm auch international höchste Anerkennung zuteilwerden lassen", sagte er in der Regierungspressekonferenz. Mit seinem Tod verstumme nun eine wichtige Stimme für eine offene Gesellschaft.

Der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo war am Donnerstag in der Stadt Shenyang gestorben. Vor gut zwei Wochen war er aus der Haft ins Krankenhaus verlegt worden. Er litt an Leberkrebs im Endstadium. 2009 war Liu wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

Unterstützung für Familie Lius

"In diesen Stunden gilt seiner Ehefrau, seiner Familie, seinen Freunden und Mitstreitern unsere Anteilnahme. Wir werden sie auch weiterhin unterstützen", so Seibert weiter.

Die Bundesregierung hatte sich gegenüber der chinesischen Führung wiederholt für eine humanitäre Lösung und die Ausreise Lius, seiner Frau und seines Schwagers nach Deutschland oder in ein anderes Land eingesetzt. Lius Wunsch wurde ihm bis zuletzt nicht erfüllt.

Liu Xiaobo, geboren 1955, war ein chinesischer Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist. Er war von 2003 bis 2007 Präsident des unabhängigen chinesischen PEN-Clubs (ICPC). 2009 wurde er zu elf Jahren Haft verurteilt, nachdem er im Jahr zuvor zusammen mit einer großen Zahl anderer Aktivisten das Bürgerrechtsmanifest "Charta 08" veröffentlicht hatte.
2010 wurde Liu Xiaobo der Friedensnobelpreis verliehen. Das Nobelpreiskomitee würdigte damit seinen "langen und gewaltlosen Kampf für fundamentale Menschenrechte in China".

Freitag, 14. Juli 2017

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