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Europäisches Solidaritätskorps

Neue Möglichkeiten für junge Menschen

Die Angebote des Europäischen Solidaritätskorps sollen künftig noch mehr Möglichkeiten bieten. Bisher konnten sich junge Menschen bei einer Freiwilligentätigkeit, einem Praktikum oder einem Arbeitseinsatz engagieren. Jetzt werden sie selbst Projekte entwickeln und Freiwilligenteams aufstellen können.

Zwei Teilnehmerinnen des Europäisches Solidaritätskorps. Künftig will die EU die Verpflegungs-, Unterkunfts-, Reise- und Versicherungskosten übernehmen. Foto: EU/Francois Walschaerts

Unterstützung für Flüchtlinge, Einsatz bei Naturkatastrophen, Schutz von Kulturdenkmälern oder Einsatz im Naturschutz: Junge Menschen können sich EU-weit engagieren. Das Programm des Europäischen Solidaritätscorps macht es Jugendliche möglich, an Projekten mitzuarbeiten, die für den Zusammenhalt Europas wichtig sind. Die EU hat es im vergangenen Dezember ins Leben gerufen.

Jetzt hat die EU-Kommission das Programm auf eine sichere rechtliche und finanzielle Grundlage gestellt: Von 2018 bis 2020 will sie es mit 341,5 Millionen Euro ausstatten und damit bis zu 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichen. Gleichzeitig hat die Kommission das Angebot von Solidaritätsprojekten ausgeweitet. Neu ist zudem die Möglichkeit, eigene Solidaritätsprojekte auf die Beine zu stellen oder eigene Freiwilligengruppen aufzubauen.

Dauer und Förderung des Freiwilligeneinsatzes

Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können sich je nach Einsatz zwischen zwei Wochen und zwölf Monaten engagieren. Künftig will die EU die Verpflegungs-, Unterkunfts-, Reise- und Versicherungskosten übernehmen. Hinzu kommt ein Taschengeld von 155 Euro. Bei Praktika und Arbeitsstellen übernimmt der Arbeitgeber die Vergütung. Die EU zahlt hier Reisekostenzuschüsse.

Die freiwillige Tätigkeit soll die Entwicklung junger Menschen fördern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Diesem Entwurf müssen das EU-Parlament und der Rat noch zustimmen.

Qualifizierung und Beschäftigung

Das Solidaritätskorps ist Teil eines größeren Programms, mit dem die EU die Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher fördern will. Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich im September 2016 in Bratislava darauf geeinigt.

Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat sind in der EU 4,2 Millionen junge Menschen erwerbslos. Am höchsten ist die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland, wo fast jeder Zweite unter 25 Jahren keinen Job hat, und in Spanien. Dort haben mehr als 40 Prozent der jungen Menschen keine Anstellung.

Donnerstag, 1. Juni 2017

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