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Biologische Vielfalt

Lebensraum für Tiere und Pflanzen schützen

"Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ist nach wie vor das passende Programm für den Naturschutz in Deutschland", so Umweltministerin Hendricks zum Jubiläum der Initiative. Mit Projekten wie dem "Blauen Band" setze sich die Bundesregierung erfolgreich für den Erhalt der natürlichen Lebensräume ein.

Enziane Die Bundesregierung setzt sich für den Erhalt der natürlichen Lebensräume für Tiere und Pflanzen ein. Foto: picture alliance/WILDLIFE

Bei einer Festveranstaltung in Berlin hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Initiative "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" (NBS) gewürdigt. In einem Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre hob sie die bisherigen Erfolge für den Naturschutz in Deutschland hervor. Daneben gab sie neue Impulse für die Zeit bis 2020.

Naturschutz wichtiger und drängender denn je

Die Umsetzung NBS sei heute wichtiger und drängender denn je. Auch nach zehn Jahren sei die NBS das passende Programm für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Natur in Deutschland. "Ihre Ziele bleiben auch für die nächsten Jahre wegweisend", betonte Hendricks.

Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" (NBS) verabschiedet. Damit setzte sie sich ambitionierte Ziele für den Schutz, die Erhaltung und Wiederherstellung einer vielfältigen Natur. Bund, Länder und Kommunen arbeiten seitdem gemeinsam mit Verbänden und Unternehmen an ihrer Umsetzung. Mit der "Naturschutz-Offensive 2020" hat die Bundesumweltministerin im Jahr 2015 ein Handlungsprogramm für eine konsequentere Umsetzung der NBS bis 2020 vorgelegt.

150.000 Hektar "Nationales Naturerbe"

Der Bund nimmt bei der Umsetzung der NBS-Ziele eine besondere Vorbildfunktion ein: So hat der Bund zum Beispiel mit dem "Nationalen Naturerbe" mehr als 150.000 Hektar Fläche für den Naturschutz bereitgestellt. Zudem läuft seit September 2016 die "Strategie zur vorbildlichen Berücksichtigung von Biodiversitätsaspekten für alle Flächen des Bundes". Damit zeigt der Bund, wie er auf eigenen Flächen wie Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen oder dem Schienennetz der Deutschen Bahn gegen den Verlust der biologischen Vielfalt kämpft.

2.800 Kilometer langes "Blaues Band"

Um diesen Kampf geht es auch beim Bundesprogramm "Blaues Band". Das ist ein 2.800 Kilometer langes Netz von Bundeswasserstraßen, die nicht mehr für die Schifffahrt gebraucht werden. Daraus soll ein Biotopverbund von nationaler Bedeutung entstehen. Der Bund habe viel zum Schutz der Biodiversität durch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume für Tiere und Pflanzen getan, hob Umweltministerin Hendricks hervor. "Dazu zählt beispielsweise das Blaue Band zur Renaturierung der Flüsse und Wasserstraßen."

Rote Liste 2017

Zum dritten Mal nach 1994 und 2006 hat das Bundesumweltministerium zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz auch die Rote Liste der gefährdeten Biotop-Typen in Deutschland veröffentlicht. Insgesamt sind von den bestehenden 863 Biotop-Typen zwei Drittel gefährdet.

"Vor allem Grünlandbiotope sind betroffen und laufen in Gefahr, zu verschwinden. Dies gilt sowohl für Feuchtgebiete wie auch für Trocken-Biotope", beschrieb Hendricks den Zustand. Von den Trocken-Biotopen seien mehr als ein Viertel akut von vollständiger Vernichtung bedroht. Auch bei Grundwasser und stehenden Gewässern habe sich die Gefährdungssituation aufgrund der hohen Belastung durch Stickstoff weiter verschärft. In den Alpen trage der Klimawandel erheblich dazu bei, dass sich der Zustand der Lebensräume gegenüber 2006 verschlechtert hat.

Naturschutz braucht Förderung

"Gegenüber 2006 sind aber auch Fortschritte zu verzeichnen", betonte Hendricks. So hätten sich die Wälder durch eine nachhaltige Forstwirtschaft deutlich erholt. Auch die Küsten- und Fließgewässer seien inzwischen in einem guten Zustand. "Die Naturschutzrichtlinien der Bundesregierung wirken", bilanzierte die Bundesumweltministerin.

Mittwoch, 31. Mai 2017

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