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Abend der deutschen Feuerwehren

Kanzlerin dankt freiwilligen Einsatzkräften

Die Kanzlerin hat in Berlin die Arbeit der deutschen Feuerwehren gewürdigt. Besonders hob sie das Engagement der Freiwilligen Feuerwehren hervor. "Um andere aus Gefahren zu retten, nehmen sie selbst Gefahren für ihr eigenes Leben in Kauf", sagte sie. Dafür gebühre ihnen Dank.

Merkel mit Feuerwehrleuten Bundeskanzlerin Merkel war zu Besuch bei der Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten. Foto: Bundesregierung/Steins

"Die Feuerwehren sind zur Stelle, wenn Not am Mann oder Not an der Frau ist. Sie sind in der Regel die ersten, die am Ort des Geschehens eintreffen und schnell und kompetent Hilfe leisten." Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim 12. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren.

Dank für Dienst am Gemeinwohl

Merkel erinnerte in ihrer Rede daran, dass insbesondere freiwillige Feuerwehrleute tagtäglich eigene Interessen zurückstellten, um dem Gemeinwohl zu dienen. "Um andere aus Gefahren zu retten, nehmen sie selbst Gefahren für ihr eigenes Leben in Kauf", sagte die Kanzlerin anerkennend.

Die Kanzlerin verwies aber auch auf die Belastungen, denen Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Ihr Ansehen in der Bevölkerung sei nach wie vor groß. Dennoch gebe es zunehmend Beispiele, wo Respekt und Rücksicht abhandengekommen seien - "und zwar in einer erschreckenden Weise".

Es sei inakzeptabel, dass etwa Gaffer die Einsatzkräfte bei Bränden oder Verkehrsunfällen behinderten und sogar verbal oder tätlich attackierten. "Jede solche Tat ist ein Angriff auf die öffentliche Sicherheit." Deshalb sei es gut, dass der Bundestag jüngst das Strafrecht verschärft habe. Sie hoffe, dass die Sensibilität der Menschen dadurch wachse. "Wir brauchen mehr Akzeptanz gegenüber Einsatzkräften", forderte Merkel.

Nachwuchsarbeit stärken

Merkel lobte das Engagement vor allem der jungen Menschen bei der Feuerwehr. "Ich finde es wunderbar, wenn junge Leute schon mitbekommen, was Ehrenamt bedeutet." Nachwuchsarbeit sei deshalb sehr wichtig. Der Bund unterstütze das.

Die Feuerwehr tue auch viel für die Integration. Jugendfeuerwehren versuchten etwa Kinder aus Migrantenfamilien für ihre Arbeit zu begeistern. Sie begrüße es sehr, dass die Feuerwehren auch Flüchtlinge und Asylsuchende ausbildeten, sagte die Kanzlerin.

Merkel erinnerte daran, wie die Feuerwehren mit als erste Organisationen im Herbst 2015 dabei halfen, die vielen Ankommenden in Deutschland mit dem Nötigsten zu versorgen. Dafür sei sie sehr dankbar.

Eine Herausforderung für das Ehrenamt seien der demografische Wandel, ein geändertes Freizeitverhalten und höhere berufliche Anforderungen für viele Menschen, so Merkel. Dieser Entwicklung müssten sich alle Beteiligten stellen.

In Deutschland gibt es 2.074 Städte. Nur rund 100 dieser Städte haben eine Berufsfeuerwehr. Die allgemeine Hilfe und den Brandschutz leisten vor allem die über 22.600 Freiwilligen Feuerwehren mit rund einer Millionen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten.

Markenzeichen von Deutschland

Im Vorfeld hatte die Bundeskanzlerin die Freiwilligen Feuerwehren bereits als ein Markenzeichen von Deutschland bezeichnet. In ihrem wöchentlichen Podcast erklärte sie, die Freiwilligen Feuerwehren leisteten neben den rund 100 Berufsfeuerwehren einen Großteil der Lösch- und Rettungsarbeiten. Sie seien "ein Riesenbeitrag dazu, dass Menschen sicher leben können."

Interview mit Ortsbrandmeister Jörg Zipoll
"Retten, löschen, bergen, schützen" - das ist der Leitspruch der Feuerwehren. Ortsbrandmeister Jörg Zipoll erzählt im Interview von seiner Arbeit als freiwilliger Feuerwehrmann. "Das Ehrenamt ist exorbitant wichtig, um den Brandschutz und die anderen Aufgaben der Feuerwehr in Deutschland aufrechtzuerhalten", so Zipoll.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Zusatzinformationen

Interview mit Feuerwehrmann Jörg Zipoll

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