Navigation und Service

Inhalt

Demografiepolitik

Make it in Germany!

Bastien Allibert ist Franzose. In Berlin hat er ein Start-up gegründet. Rosalia Metzli Chiono Flores kommt aus Mexiko und studiert an der Universität zu Köln. Starthilfe für Deutschland haben beide von der Initiative "Make it in Germany" bekommen.

Bastien Allibert schaut sich von seiner Firma produzierte Daumenkinos an. Der Franzose Bastien Allibert hat in Berlin ein kleines Unternehmen gegründet. Foto: Burkhard Peter

Bastien Allibert lebt seit fast fünf Jahren in Deutschland. "Ich habe BWL studiert, dank Erasmus auch in Irland und Toronto. Nach meinem Studium bin ich hierher gezogen, um mich herauszufordern, um noch weiter über meine Grenzen zu gehen. Ich wollte neue Sprachkenntnisse erwerben und in einem internationalen Umfeld arbeiten", sagt er.

Auch fachlich wollte sich Allibert weiterentwickeln, denn er wollte seine eigene Firma gründen.

Gründung leicht gemacht

2015 gründete Bastien Allibert dann tatsächlich ein kleines Unternehmen in Berlin. "Flip7" produziert aus Fotos oder kurzen Videos Daumenkinos. Das sind kleine Büchlein mit Fotos. Blättert man sie ganz schnell nacheinander durch, wirkt das so, als liefe ein Film.

Kein Flash-Plugin vorhanden. Um diese Webseite darstellen zu können, wird der Adobe Flash Player ab Version 9 benötigt.

Auf die Idee war Allibert gekommen, als er auf ein 15 Jahre altes Urlaubsvideo seiner Familie stieß. "Alles war magisch: diese alte VHS-Gefühl, der coole 90er-Stil und die guten alten Zeiten. Das hat mich so beeindruckt, dass ich mich dazu entschied, das Material für besondere Weihnachtsgeschenke zu verwenden. Ich digitalisierte alles und machte Daumenkinos im alten Stil daraus. Die Geschenke waren ein großer Erfolg." Seine Geschäftsidee war geboren.

"Auf 'Make it in Germany' bin ich gestoßen, als ich mehr Informationen über Unternehmensgründung brauchte. Es hat mir sehr geholfen, um das 'big picture', die Anforderungen und die unterschiedlichen Phasen und Rechtsformen zu verstehen", sagt Allibert. Er habe zum Beispiel erfahren, wie man sich um einen Gründerzuschuss bewirbt. Und er sei ermutigt worden, sein Projekt voranzutreiben, berichtet Bastien Allibert.

Heute betreibt Allibert eine eigene Webseite www.settle-in-berlin.com, um anderen, die aus dem Ausland nach Berlin kommen möchten, zu helfen.

Alliberts Erwartungen, mit denen er nach Deutschland gekommen war, haben sich erfüllt. Er habe die richtigen Leute getroffen, die ihm geholfen hätten, so Allibert. "Generell bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Leben hier in Deutschland. Es hat aber viel Mühe und Arbeit gekostet, um diesen Punkt zu erreichen."

Mit dem Willkommensportal "Make it in Germany" informiert die Bundesregierung internationale Fachkräfte über Karrierechancen in Deutschland – und darüber, warum es sich lohnt, hier zu leben und zu arbeiten. Das Portal ist Teil der Fachkräfte-Offensive, die dazu beiträgt, den Fachkräftebedarf in Deutschland zu sichern. "Make it in Germany" richtet sich an qualifizierte Fachkräfte und Studien- beziehungsweise Ausbildungsinteressierte aus dem Ausland sowie an Personen, die in Deutschland forschen oder eine Existenz gründen möchten.

Erfolgsgeschichten motivieren

Rosalia Meztli Chino Flores aus Mexiko kam vor zwei Jahren nach Deutschland. Sie wollte Deutsch lernen, um hier die Zulassung zum Studium zu bekommen. Heute studiert sie Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. Sie will ihren Master machen und danach in Deutschland arbeiten.

Die mexikanische Studentin Rosalia Meztli Chino Flores steht in der Bibliothek der Universität Köln mit einem Buch in der Hand.Bild vergrößern Die Mexikanerin Rosalia Meztli Chino Flores studiert Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. Foto: Jennifer Braun

Auch ihr hat die Initiative "Make it in Germany" geholfen. "Vor ein paar Jahren gab es in meiner Stadt Puebla eine Messe über Studiengänge und Praktika im Ausland. Dort habe ich eine Broschüre von 'Make it in Germany' bekommen", sagt Flores. "Was mir am meisten geholfen hat, waren die Liste von Ansprechpartnern und die Informationen über Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen. Ohne diese Information auf der Webseite hätte ich mich beim Anerkennungsverfahren hilflos gefühlt."

Außerdem habe sie, so Flores, durch "Make it in Germany" mehr über Deutschland erfahren, über die Kultur, das Leben, das Studium. "Die Erfolgsgeschichten auf der Webseite haben mich motiviert, nach Deutschland zu gehen und dort erfolgreich zu sein."

Auch Flores' Erwartungen sind eingetroffen: "Alles, was ich erwartet habe, hat sich realisiert und ich bin froh darüber", sagt sie. "Deutschland ist ein Land, wo man sich gut aufgehoben und willkommen fühlt. Die vielfältigen Studienangebote und die Multikulturalität gefallen mir. Und die Tatsache, dass man gute Freunde in Deutschland haben kann."

Deutschland verändert sich: Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich, aber es gibt immer weniger junge Menschen und der Anteil der Menschen im erwerbstätigen Alter sinkt. Mit ihrer Demografiestrategie gibt die Bundesregierung Antworten auf die Bevölkerungsentwicklung. Sie will Wohlstand und Lebensqualität für alle Generationen sichern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Es gilt, Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung und Ausbildung zu ermöglichen, Familien die Vereinbarung von privaten mit beruflichen Pflichten zu erleichtern, soziale Sicherungssysteme demografiefest zu gestalten, die Lebensqualität in Stadt und Land zu erhalten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ältere Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Zusatzinformationen

Heute aktuell:

  • Anschläge in Barcelona und Cambrils Merkel: Terror darf nicht siegen
  • Arbeitsmarkt-Rekord Konjunktur beflügelt Erwerbstätigkeit
  • Podcast Merkel freut sich auf gamescom