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Neues Kommando

Bundeswehr stärkt Cyber-Sicherheit

"Die Geburtsstunde des Kommandos Cyber- und Informationsraum, kurz CIR, ist für die Bundeswehr mehr als ein Meilenstein." Das sagte Verteidigungsministerin von der Leyen bei der Eröffnung des CIR in Bonn. Rund 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter werden künftig digitale Angriffe abwehren.

Soldaten der Bundeswehr arbeiten an Computern. Für Cyber-Sicherheit: Dem CIR-Kommando werden rund 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter unterstellt sein. Foto: Bundeswehr/Jane Schmidt

Cyberangriffe auf Staaten und kritische Infrastrukturen sind bereits Realität. Deutschland und seine Verbündeten davor zu schützen ist Ziel eines neuen militärischen Bereichs zur Cyber-Abwehr - dem Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) in Bonn.

Am Mittwoch (5. April) hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen das Kommando offiziell in Dienst gestellt. Es sei ein "Zentrum für Innovation, Kreativität und hohe Expertise", so von der Leyen bei der Eröffnung.

Geleitet wird das CIR von Generalleutnant Ludwig Leinhos. Im Juli werden dem Kommando rund 13.500 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstellt sein. Dies geschieht in erster Linie durch Versetzungen aus anderen Bereichen. Bis 2021 wird die volle personelle Einsatzbereitschaft erreicht sein.

Bereits jetzt zahlreiche Cyberangriffe

Das Spektrum der Bedrohungen im Cyber- und Informationsraum reicht vom Diebstahl und Missbrauch persönlicher Daten über Wirtschaftsspionage bis zur Schädigung kritischer Infrastrukturen.

Dies kann schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung haben - bis hin zur Störung oder Unterbindung der Regierungskommunikation einschließlich der militärischen Führungskommunikation. Zahlreiche Vorfälle in anderen Staaten und Streitkräften in den letzten Jahren belegen dies.

Im Januar und Februar 2017 gab es über 280.000 Cyber-Attacken gegen die Bundeswehr.

Cybersicherheit ist gesamtstaatliche Aufgabe

Innere und äußere Sicherheit fallen im Cyberraum besonders eng zusammen. Die Bedrohung erfordert daher eine ganzheitliche Betrachtung im Rahmen der Cyber-Sicherheitspolitik. Sie ist nur gemeinsam als gesamtstaatliche Aufgabe ressortübergreifend zu bewältigen.

Die Cyber-Sicherheitsstrategie wird in Deutschland federführend vom Bundesinnenministerium bearbeitet. Verteidigungsaspekte der gesamtstaatlichen Cybersicherheit sind Kernaufgaben des Verteidigungsministeriums und der Bundeswehr. Die internationale Aspekte liegen beim Auswärtigen Amt.

Donnerstag, 6. April 2017

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