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Ausstellung "Uncertain States"

Im Zeichen von Flucht und Exil

Flucht und Migration - das sind die großen Themen, die die Menschen Anfang des 21. Jahrhunderts umtreiben. Eine Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste beleuchtet aktuelle gesellschaftliche Umbrüche und setzt sie in Beziehung zu historischen Erfahrungen von Flucht und Exil.

Die Ausstellung "Uncertain States. Künstlerisches Handeln in Ausnahmezuständen" thematisiert Flucht und Exil anhand von ausgewählten Biografien und Objekten aus den Archiven der Akademie der Künste. Dabei werden Fluchterfahrungen von Künstlern wie Walter Benjamin, Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky in der Zeit des Nationalsozialismus für die Besucherinnen und Besucher spürbar und greifbar gemacht.

Ein Eintrag von Heinrich Mann in seinem Taschenkalender zeugt etwa von Trance, Trauma und Sprachlosigkeit. Als er am 21. Februar 1933 überstürzt Berlin verlassen muss, notiert er nur ein einziges Wort: "abgereist".

Krieg, Flucht und Neuanfang heute

Den Bogen zu aktuellen Ausnahmezuständen spannen in der Ausstellung zeitgenössische Kunstwerke wie die Arbeiten von Mona Hatoum, Ayse Erkmen, William Forsythe und Isaac Julien.

Immer wieder taucht auch hier das Motiv Flucht auf, werden die Folgen für das Leben jedes Einzelnen anschaulich –  wie etwa der Verlust von Heimat und Identität. Diesen bringt die palästinensische Künstlerin Zineb Sedira mit ihrer dreiteiligen Videoarbeit "Mother Tongue (Lengua madre)" zum Ausdruck: Zwischen zwei Generationen bildet sich eine sprachliche-kulturelle Trennlinie, welche die Protagonistin selbst erlebt.

Für einen offenen Denk- und Aktionsraum

Parallel zur Ausstellung findet eine Veranstaltungsreihe zu Themen wie Neokolonialismus, Migration oder dem neuen Nationalismus in Europa statt. In Vorträgen, Debatten, Konzerten, Filmvorführungen, Performances und Theateraufführungen soll ein offener Denk- und Aktionsraum entstehen.

Die Akademie der Künste widmet sich als internationale Gemeinschaft von Künstlerinnen und Künstlern der Förderung von bildender Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, darstellender Kunst sowie Film- und Medienkunst. Die Akademie hat derzeit rund 400 Mitglieder. Sie wird mit rund 19 Millionen Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin gefördert.

Dienstag, 10. Januar 2017

Zusatzinformationen

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