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Woche der Wiederbelebung

Leben retten ist leichter als gedacht

Wenn Menschen einen Herzstillstand erleiden, zählt jede Sekunde. Die Überlebenschancen zu erhöhen, ist leichter als man denkt - man muss sich nur trauen. Dazu ruft das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung auf.

Prüfen, Rufen, Drücken: Das ist das NAWIB-Motto. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gab in der "Woche der Wiederbelebung" den Startschuss für die Informations- und Aufklärungskampagne. "Wiederbelebung ist einfacher, als viele denken. Jeder von uns kann zum Lebensretter werden", sagte der Minister.

Das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung (NAWIB) will mit bundesweiten Aktionen und einer Informationskampagne das Wissen über Laienreanimation in Deutschland erhöhen, Informationen bereitstellen - und zum Handeln ermutigen. Dahinter stehen zahlreiche Fachgesellschaften und Hilfsorganisationen.

Schnell handeln

Wer jemanden bewusstlos vorfindet, sollte zuerst prüfen, ob derjenige auf Ansprache reagiert. Atmet er nicht normal oder gar nicht, ist sein Leben akut in Gefahr. "Bei über 50 Prozent aller Herzkreislaufstillstände sind andere Menschen dabei, am Arbeitsplatz, in der Fußgängerzone, am Sportplatz, wo auch immer", bekräftigte der Minister.

Unter dem bundesweiten Notruf 112 ist schnelle und professionelle Unterstützung garantiert. Damit jedoch bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes keine wertvolle Zeit ungenutzt verstreicht, sollte man sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen. Das hält den lebenswichtigen Blutkreislauf aufrecht.

"Denn die ersten Minuten, die ersten Sekunden zählen. Wir haben tolle Rettungsdienste: Malteser, Johanniter, Rotes Kreuz und so weiter. Bis die da sind, vergehen entscheidende Minuten. Und wie man da vorgeht, dass können wir alle lernen," ermutigt Gröhe.

Hemmungen abbauen - Leben retten

Bislang trauen sich nur wenige, im Fall eines Herzstillstands mit einer Reanimation zu helfen. Viele haben Angst, etwas falsch zu machen. NAWIB will dazu beitragen, diese Hemmungen abzubauen.

Jährlich erleiden in Deutschland 50.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Nur zehn Prozent der Betroffenen überleben. In fast jedem zweiten Fall ist aber eine Person in der Nähe, die helfen könnte.

Vom 19. bis 25. September 2016 findet wieder die "Woche der Wiederbelebung" statt. In vielen Städten gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die informieren und zum Handeln ermutigen möchten. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat die Schirmherrschaft übernommen.

Montag, 19. September 2016

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