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BKM-Preis Kulturelle Bildung 2016

Kultur mal anders

Die Staatsministerin für Kultur und Medien hat in diesem Jahr zum achten Mal den BKM-Preis Kulturelle Bildung verliehen. Mit ihm werden Projekte honoriert, die Kultur innovativ und bespielhaft vermitteln - und Menschen erreichen, die bisher kaum oder gar nicht von kulturellen Angeboten profitieren.

Gruppenbild Im Zeichen der kulturellen Bildung: Gruppenfoto nach der Preisverleihung. Foto: René Arnold

Gleich drei Preisträger können sich über die Auszeichnung mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung 2016 freuen. Vor der Preisverleihung in Schloss Genshagen unterstrich Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Kraft gesellschaftlichen Engagements - "gerade da, wo Ehrenamt Zusammenhalt stiftet."

"Alle hier nominierten und ausgezeichneten Initiativen holen Menschen in ihrer jeweils eigenen Lebenswelt ab, mag diese noch so weit weg sein von öffentlich geförderten kulturellen Angeboten", so Grütters. Das erlebten wir bei Projekten über Flucht und Migration genauso wie wenn neue interreligiöse Feiern, Konzerte oder ein Lese-Fest veranstaltet werden, das eine ganze Großstadt verbinde.

Neue Wege der Kulturvermittlung

Zu den Preisträgern gehört in diesem Jahr das hessische Projekt Frankfurt liest ein Buch. Es zeigt, wie kreative Literaturvermittlung funktionieren kann. Jedes Jahr wird als gemeinsame Grundlage ein Buch mit Frankfurt-Bezug ausgewählt: Ausgangspunkt einer nicht nur literarischen Auseinandersetzung, die in zahlreichen Veranstaltungen und an verschiedenen Orten der Stadt stattfindet. Ein Projekt mit großer Breitenwirkung, das sich leicht auf andere Städte und Regionen übertragen lässt.

Ebenfalls über eine Auszeichnung freuen darf sich das Projekt Tinkertank – Kreativ mit Technik. Hier können Kinder und Jugendliche in Sommercamps auch einmal hinter die Oberfläche der High-Tech-Welt schauen. Die Teilnehmer werden dazu animiert, sich auf künstlerische und spielerische Weise mit Elektroschrott auseinanderzusetzen. Sie erfinden, verwerfen, tüfteln und erneuern – und lernen dadurch, vermeintlich Kaputtem und Wertlosen eine neue Bedeutung zu geben.

Dritter Preisträger ist das interreligiöse Musikprojekt Trimum 2014/2015. Die Vielfalt feiern. Christen, Juden und Muslime suchen hier nach einer "Musik des Trialogs". Dahinter steht eine interdisziplinäre Idee, deren Ziel eine gemeinsame, konfessionsübergreifende, lebendige Kultur ist.

Deshalb veranstaltet Trinum neben Konzerten und Festen auch Workshops und Seminare, um das Projekt künstlerisch weiterzuentwickeln und pädagogisch zu verankern.

Tag im Zeichen der kulturellen Bildung

Nominiert waren zehn Projekte, aus denen die Jury die drei Preisträger auswählte. Die Preisverleihung fand im Schloss Genshagen im brandenburgischen Ludwigsfelde statt - Höhepunkt eines eintägigen Symposiums zum Thema "Kunst der Vermittlung – Vermittlung der Kunst". Ein Erfahrungsaustausch, der den Projektträgern der zehn nominierten Projekte gleichzeitig die Möglichkeit bot, ihre Arbeit im Park des Schlosses vorzustellen.

Mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung zeichnet die Beauftragte für Kultur und Medien seit 2009 vorbildliche Projekte aus, die auf ungewöhnliche und innovative Weise für Kultur begeistern. Auch in diesem Jahr wählte die Fachjury aus rund 100 Vorschlägen wieder zehn nominierte Projekte aus. Sie erhalten eine Prämie von jeweils 5.000 Euro. Die drei Preisträger können sich über Preisgelder in Höhe von je 20.000 Euro freuen.

Dienstag, 7. Juni 2016