Navigation und Service

Inhalt

Gesamtprogramm Sprache

Entscheidend für Integration

Die Bundesregierung hat bereits 2015 die Mittel für die Sprachförderung von Migranten erheblich erhöht. In diesem Jahr werden bis zu 550.000 Teilnehmer an Integrationskursen erwartet. Bundesministerin Nahles und Bundesminister de Maizière haben dem Kabinett zum "Gesamtprogramm Sprache" berichtet.

Schüler der SchlaU-Schule in München. Integration durch gute Deutschkenntnisse: Die Bundesregierung hat die Mittel für Sprachkurse deutlich erhöht. Foto: Tobias Hase

Der Erwerb der deutschen Sprache ist von zentraler Bedeutung für die nachhaltige Integration von Flüchtlingen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Bundesinnenminister Thomas de Maizière haben dem Kabinett unter dem Punkt "Entwicklung der Flüchtlingslage" zu Integrationskursen und berufsbezogener Deutschsprachförderung berichtet.

Sprachförderung, Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration gehen bereits jetzt Hand in Hand. Die Bundesregierung will außerdem den Spracherwerb noch enger mit Beschäftigung und Ausbildung verzahnen.

Integrationskurse für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive

Bereits 2015 hat die Bundesregierung die Mittel für die Sprachförderung erheblich erhöht und mit dem Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz die Integrationskurse für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive geöffnet. Gleichzeitig wurde im Aufenthaltsgesetz die Grundlage für eine bundesfinanzierte berufsbezogene Deutschsprachförderung geschaffen. Die ebenfalls im Kabinett verabschiedete Verordnung regelt die Details der berufsbezogenen Deutschsprachförderung.

Grafik zu "Gesamtprogramm Sprache"Bild vergrößern Gesamtprogramm Sprache Foto: Bundesregierung

2016 werden bis zu 550.000 Kursteilnehmer an Integrationskursen erwartet (2015: rund 180.000). Dafür stehen in diesem Jahr 559 Millionen Euro zur Verfügung, das heißt, der Haushaltsansatz wurde für 2016 mehr als verdoppelt. Das Integrationskurssystem soll mit dem geplanten Integrationsgesetz und einer Änderung der Integrationskursverordnung weiter verbessert werden. Hierzu sind im Koalitionsausschuss am 13. April 2016 wesentliche Eckpunkte festgelegt worden. Dazu gehört die Verkürzung der Wartezeiten bis zum Kursbeginn von drei Monaten auf sechs Wochen, die Schaffung zusätzlicher Transparenz des Kursangebots und die Anhebung der Höchstteilnehmerzahl auf 25 Personen.

Gesamtprogramm Sprache: Förderung aus einem Guss

Die berufsbezogene Deutschsprachförderung baut auf den Integrationskursen auf und ist die erste Stufe zum beabsichtigten "Gesamtprogramm Sprache". Ziel ist es, eine flexible, durchlässige und modulare Sprachförderung "aus einem Guss" anzubieten.

Für 2016 stellt der Bund dafür 179 Millionen Euro zur Verfügung, hinzu kommen 113 Millionen Euro an ESF-Mitteln. Damit können bis zu 100.000 Teilnehmende gefördert werden.

Bundesinnen- und Arbeitsministerium zuständig

Im Gesamtprogramm Sprache ist das Bundesinnenministerium für Kurse bis zum Niveau B1 (Integrationskurse) Ansprechpartner.

Das Bundesarbeitsministerium ist für die darüber hinausgehende berufsbezogene Sprachförderung zuständig. Dabei sollen in einem modularisierten System sowohl allgemeinsprachliche als auch berufsbezogene Sprachkenntnisse vermittelt werden. Sie sind auch auf spezifische Bedarfe, zum Beispiel Berufsanerkennung, Berufserlaubnis oder bei Ärzten Approbation ausgerichtet.

Dadurch wird eine systematische, aufeinander aufbauende Sprachförderung von A 1 bis C 2 nach dem Europäischen Referenzrahmen einschließlich der Alphabetisierungskurse ermöglicht.

Bundesamt für Migration koordiniert

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist das Kompetenzzentrum, um die gesetzlich verankerte Sprachförderung umzusetzen. Das schließt die Qualitätssicherung für die Kurse als auch die angemessene Vergütung der Lehrkräfte ein. Parallelstrukturen und Doppelförderungen werden so vermieden.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zusatzinformationen

Heute aktuell:

  • Nordkorea Neue Sanktionen der EU
  • Gabriel bei UN-Generalversammlung Fairer Interessenausgleich aller Nationen
  • Abkommen vorläufig in Kraft CETA bringt große Vorteile für EU