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Sachverständigenrat

Wirtschaftsaufschwung setzt sich fort

Die "fünf Wirtschaftsweisen" rechnen für 2016 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent und für 2017 mit 1,6 Prozent. Der Aufschwung wird vor allem durch die Kauflaune der Deutschen getragen. Sie basiert auf der guten Beschäftigungslage und der aktuellen Geldpolitik.

Ein junges Paar in der Fernsehabteilung eines Kaufhauses Die Freude am Konsum stützt das weitere Wirtschaftswachstum. Foto: picture alliance

In ihrer Frühjahrsprognose senken die Ökonomen ihre Vorhersage trotz der Sorgen um die Weltkonjunktur nur geringfügig gegenüber der letzten Prognose vom Herbst 2015. Sie gehen von einem Wachstum von 1,5 Prozent für 2016 aus. Damit setze sich der Aufschwung fort, so die Ökonomen. "Er wird von weiter wachsenden Konsumausgaben getragen, die von der guten Lage am Arbeitsmarkt, einer expansiven Fiskalpolitik und einer äußerst lockeren Geldpolitik begünstigt werden."

Als Wachstumsrisiken benennen die Wirtschaftsweisen die wirtschaftliche Entwicklung in China und den Schwellenländern, die geopolitischen Krisen und eine Rückkehr der Euro-Krise.

Steigende Erwerbstätigkeit

Die fünf Professoren erwarten auf Grund der hohen Auslastung der Wirtschaft eine weitere Steigerung der Erwerbstätigkeit auf 43,5 Millionen Menschen. Die Arbeitslosigkeit werde wegen der Flüchtlinge nur leicht ansteigen, da die meisten auf Grund des Antragsrückstaus noch nicht auf den Arbeitsmarkt gelangen würden, so die Ökonomen.

Haushaltspolitik fortsetzen

Der Sachverständigenrat als unabhängiger Berater der Bundesregierung spricht sich mehrheitlich dafür aus, den bisherigen Kurs in der Haushaltspolitik der Bundesregierung fortzusetzen: Keine Steuererhöhungen wegen der Flüchtlingskrise und Festhalten am ausgeglichenen Haushalt. Dies habe "Vorbildfunktion für Europa".

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist ein unabhängiges Gremium der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung. Er wurde eingerichtet mit dem Ziel einer periodischen Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und zur Erleichterung der Urteilsbildung bei allen wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie in der Öffentlichkeit. Ihm gehören an: Professor Christoph M. Schmidt als Vorsitzender, Professor Peter Bofinger, Professor Lars P. Feld, Professorin Isabel Schnabel und Professor Volker Wieland.

Donnerstag, 24. März 2016

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